Switzerland

Der Ruhigere der Schmirinskis eröffnet einen Skulpturengarten: Schmidlin lässt die Puppen tanzen

Alle zehn Jahre präsentiert der international bekannte Skulpturenkünstler Stephan Schmidlin (57) eine umfassende Schau seiner überdimensionalen Objekte. Im Jahr 2000 war er unter dem Patronat von Fürst Albert (62) zu Gast in Monaco, 2010 stellte er beim Zürcher Güterbahnhof aus.

Nun steht der frühere Erfolgskomiker («Schmirinskis») vor seiner bisher wichtigsten Herausforderung: Auf einem weitläufigen Freigelände beim Hotel Riverside in Glattfelden ZH kommen 20 Skulpturen aus seiner Hand zu stehen, die unter dem Titel «Die 4 Elemente» ein grosses Ganzes ergeben. Seit zwei Jahren ist der an der Holzbildhauer-Schule in Brienz BE ausgebildete Schmidlin hinter den Kulissen mit den Vorbereitungen beschäftigt, Anspannung und Freude mischen sich vor der baldigen Eröffnung gleichermassen. «Ich habe schon ein paar verrückte Dinge gemacht», sagt Schmidlin, «aber das hier ist wirklich mein bisher grösstes Projekt, eine Wahnsinnssache und absolute Herzensangelegenheit.»

Natur und Kunst ergänzen sich einmalig

Angedacht war mit Riverside-Besitzer Hans Ulrich Lehmann (61) zuerst eigentlich bloss eine kleinere Verkaufsausstellung. Doch der Unternehmer, der bereits Schmidlin-Skulpturen besitzt, entschied schliesslich, hier eine ständige, öffentlich begehbare Werkschau einzurichten. «Schon zu Lebzeiten einen bleibenden Skulpturenpark zu bekommen, bei dem alles zusammenbleibt, ist grandios», freut sich Schmidlin. «Die vier Elemente sind in der Umgebung alle vorhanden und werden von den Objekten jetzt thematisch aufgenommen. «Das Gelände ist ideal. Man hört die Glatt plätschern, die Vögel zwitschern und man spürt die Jahreszeiten. Das leichte Gefälle haben wir korrigiert und der Park ist gut zugänglich, auch mit dem Velo.» In der Nacht ist das Gelände zusätzlich beleuchtet.

Lachen und Nachdenken gleichermassen

Neben witzigen, comicartigen Figurensujets, die zum Lachen anregen – zum Beispiel das Feuerwehrauto und der Passant, der auf dem Schlauch steht – will Schmidlin gleichermassen zum Nachdenken anregen und Geschichten erzählen. «Der Wassermangel ist unser allergrösstes Problem. Hier baden wir darin, andere beten darum, welches zu haben. Die Anlage soll unser Bewusstsein dafür schärfen, woher wir kommen und wohin wir gehen, eingebunden in den Kreislauf des Lebens.»

Am 9. September findet die Vernissage statt, ab dem 13. September ist der Park kostenlos für alle zugänglich. «Wer jetzt schon zufällig vorbeigekommen ist und einzelne Teile gesehen hat, war begeistert. Vor allem auch die Kinder.» Spätere Ergänzungen sind übrigens nicht ausgeschlossen. Schmidlin weiss: «Kunst ist keine Momentaufnahme, sondern äusserst beweglich.»

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