Switzerland

Der RT-PCR-Test kann Corona-Viren nachweisen – alles kann er aber nicht

RT-PCR ist eine bewährte Methode, mit der vorher definierte DNA-Abschnitte vervielfältigt werden können. Als Entdecker gilt der Chemiker Kary B. Mullis, der dafür 1993 den Nobelpreis erhielt. Der Prozess kann auch als Test benutzt werden, indem man bestimmte RNA-Abschnitte (sogenannte Primer) des gesuchten Virus in die Probe gibt. Die führen dann dazu, dass sich die Virus-RNA aus der Probe vervielfältigt (amplifiziert) – sofern welche vorhanden ist. Die Polymerase ist das Enzym, das diesen Kopiervorgang zum Laufen bringt. Nach mehreren Durchgängen haben sich die Bruchstücke soweit vermehrt, dass man sie sichtbar machen kann.

Alle Tests orientieren sich an zwei Richtgrössen: an der Spezifität, die Wahrscheinlichkeit, dass ein Nicht-Infizierter als negativ erkannt wird; und an der Sensitivität, der Wahrscheinlichkeit, dass ein Virusträger ein positives Ergebnis bringt.

Sensitivität der Tests ist hoch

Die gebräuchlichen RT-PCR-Tests auf Sars-CoV-2 arbeiten mit mindestens zwei Primern, also zwei verschiedenen Abschnitten der Virus-RNA. Sie weisen deshalb eine hohe Spezifität auf. Und weil alle Abschnitte nachgewiesen werden müssen, ist auch die Sensitivität hoch.

Kary B. Mullis (1944-2017), Nobelpreisträger für Chemie 1993 und Entdecker des PCR-Verfahrens (polymerase chain reaction).

Dass irgendwelche Viren positive Ergebnisse bringen, wenn man den Prozess nur lange genug laufen lässt, ist Nonsense. Mullis, der aus irgendwelchen Gründen nicht anerkennen wollte, dass HIV durch ein Virus verursacht wird, behauptete in einer Diskussion, dass man mit PCR immer etwas finde, nach dem man suche. Das ist nicht ganz falsch, trifft aber nur zu, wenn man das Verfahren überstrapaziert. Man sucht ja nach DNA- oder RNA-Abschnitten, der Test weist also Proteine nach, zählt aber keine Viren. Das HIV-Virus ist zudem ein Retrovirus, es muss in der Zelle die «reverse transcription» erst durchführen (sich also in eine zweisträngige DNA umschreiben), bevor es infektiös wird.

Die Crux beim Testen

Nichtsdestotrotz wird es Fehler geben. Falsch positive Resultate wären dann ein positiver Test ohne Virus-RNA und falsch negative Resultate, dass ein Infizierter negativ getestet wird. Weil es um Wahrscheinlichkeiten geht, muss man immer die sogenannte Prävalenz heranziehen, das heisst, wie verbreitet das Virus in der getesteten Population ist. Je kleiner die Prävalenz und je grösser die Anzahl durchgeführter Tests, desto grösser die Wahrscheinlichkeit für falsch positive Tests.

RT-PCR-Tests brauchen Zeit

Fehler können bei den Abstrichen gemacht werden, das ist aber nicht testabhängig. Die Schwäche der RT-PCR-Tests ist nicht die Präzision, sondern dass sie recht zeitintensiv sind. Die Proben müssen in einem Labor in Maschinen prozessiert werden. Das kann schon einen Tag dauern.

Die andere Schwäche ist die, dass der Test Virus-RNA nachweist, aber wenig darüber aussagt, wie viel und wie virulent. Das hängt nicht nur von der Anzahl der PCR-Durchläufe ab, sondern z.Bsp. auch von der Virusmenge in der Probe.

RT-PCR-Tests müssen in einem Labor maschinell verarbeitet werden.

Ein positiver Test bedeutet also nur, dass Virus-RNA in der Probe ist. Konkret, dass der positiv Getestete (PT) Kontakt mit dem Virus hatte. Er bedeutet nicht, dass der PT krank ist, und auch nicht, dass er infektiös ist. Die Tests zu kalibrieren, also eine genauere Interpretation der Befunde zu ermöglichen, wäre möglich, aber aufwändig, weil man nicht nur die verschiedenen Tests, sondern auch die verarbeitenden Labore in Betracht ziehen müsste.

Schnelltests sind etwas weniger präzis, haben dafür aber andere Vorteile. Man erkennt sehr schnell und ohne Labor, ob ein PT infektiös ist, kann also einen möglichen Spreader schnell aus dem Verkehr ziehen. Und ein negativer Test, z.Bsp vor dem Altersheimbesuch, zeigt recht zuverlässig, dass man seinen Verwandten ohne Gefahr besuchen kann. Schnelltests würden das Leben mit Covid-19 sehr erleichtern.

Football news:

Morata erzielte 5 Tore in 4 spielen in der Champions League für Juve. Sein bestes Ergebnis - 5 für 12 Spiele in der Saison 2014/15
Holand erzielte 15 Tore in der Champions League am schnellsten. 7 Spiele besser als der Rekord
Der absurde Pass des Champions-League-Spiels: Stürmer Brügge wollte nicht in den Bus, und er wurde rausgeschmissen
Ronaldo erzielte in der 35.Minute nach einem Pass von Juan Cuadrado den Führungstreffer für die Turiner Cristiano Ronaldo
Holland erzielte in seiner Karriere 15 Tore in 12 Champions-League-spielen. Er teilt den ersten Platz im torschützenrennen dieser Saison mit Rachford
Brügge-Stürmer Dennis verpasst das Spiel gegen Borussia Dortmund, weil er nicht auf seinem Lieblingsplatz im Bus sitzen konnte
Barça und Milan sind für den 18-jährigen Hoffenheimer Verteidiger Bogarde Interessant. Sein Vertrag läuft im Sommer aus, Hoffenheims Abwehrspieler Meleiro Bogarde könnte die Mannschaft wechseln. Wie der Journalist Gianluca Di Marzio berichtet, haben der AC Mailand und der FC Barcelona Anfragen bezüglich der übernahme des 18-jährigen gestellt. Sein Vertrag läuft im Sommer 2021 aus und kann im Januar unterschrieben werden. In dieser Saison absolvierte Bogarde 1 Spiel in der Bundesliga. Sie können seine Statistiken hier sehen