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Der FC Bayern München kehrt mit dem Trainer Hansi Flick zum Alltag zurück

Die Münchner nehmen wie andere Mannschaften den Trainingsbetrieb wieder auf. Das stösst auch auf Kritik.

Hansi Flick soll Langzeit-Trainer beim FC Bayern werden.

Hansi Flick soll Langzeit-Trainer beim FC Bayern werden.

Sven Hoppe / DPA

Am Freitag erst hat Hansi Flick einen Vertrag im FC Bayern bis ins Jahr 2023 unterschrieben. Der Trainer, der von einer Notlösung nun zum Dauerbrenner werden soll, wird wohl am Montag mit seinem Team wieder ins Training einsteigen. Denn an diesem Tag endet die Trainingspause, die den Vereinen der ersten und zweiten Bundesliga von der Deutschen Fussball-Liga (DFL) nahegelegt worden war.

Die Bayern sind mit ihrem Plan, in Kleingruppen wieder gemeinsam trainieren zu lassen, kein Vorreiter unter den Bundesligaklubs. Auch Borussia Dortmund hatte schon in kleinen Gruppen mit dem Training begonnen, allerdings nur zu zweit. Bisher hatten die bayrischen Profis zu Hause brav ihr Cybertraining absolviert. Von der fabelhaften körperlichen Verfassung konnten sich die Fans anhand kurzer Videoclips im Internet überzeugen.

Der Wiedereinstieg ins Training der Bundesligavereine war allenthalben ein heftig diskutiertes Thema gewesen. Mancher sah eine potenzielle Wettbewerbsverzerrung, sofern einige Klubs früher als die anderen beginnen. Gleichwohl erregen die Bayern mit der Fortführung des Trainingsbetriebs weitaus mehr Aufmerksamkeit als die Kollegen von Borussia Dortmund. Und über die Wiederaufnahme des Trainingsalltages im FC Augsburg konnte sich gar niemand echauffieren, obschon die Augsburger gleich das gesamte Team auf dem Platz zum Training beorderten. Dass über die Bayern in einem ganz anderen Masse geredet wird, mag dem Umstand geschuldet sein, dass sie der Branchenführer sind. Und dass sie als solcher – anders als der schärfste Konkurrent aus Dortmund – die Empfehlung der DFL nicht ignorierten.

Dem Bild, das die Bayern in den letzten Wochen abgeben, ist dies ohnehin zuträglich. Kein anderer Klub hat es in der Krise derart gut verstanden, sich öffentlich zu präsentieren. Bei Spendenaktionen gingen die Bayern-Profis Joshua Kimmich und Leo Goretzka voran, die eine Million Euro spendeten. Und anders als etwa Hans-Joachim Watzke, der Klubchef der Dortmunder Borussia, hielt sich die bayrische Klubspitze auffällig zurück mit lautstarken Aussagen über den Solidaritätsgedanken unter den Bundesligisten – vielleicht auch, weil man sich in München bewusst ist, dass es kein guter Zeitpunkt ist, um mit finanziellen Fragen in die Öffentlichkeit zu drängen.

Die Münchner Methode der Kommunikation ist im Vergleich zur Konkurrenz regelrecht diskret. Der Rekordchampion präsentiert Fakten – wie den Langfristvertrag des Coachs Flick – und erzeugt so den Eindruck, dass auch in solch bewegten Zeiten so etwas wie Alltag möglich erscheint. Wie erfolgreich die Strategie der Bayern ist, lässt sich allein schon daran ablesen, dass bereits jetzt über mögliche Transfers geredet wird – zu einem Zeitpunkt, an dem noch nicht einmal klar ist, ob und wann überhaupt die Liga wieder zum Spielbetrieb zurückkehren wird. Steht der Innenverteidiger Jérôme Boateng tatsächlich vor dem Absprung in die Premier League? Haben die Bayern ihr Bemühen um den deutschen Nationalspieler Leroy Sané von Manchester City eingestellt? Wird der Leverkusener Mittelfeldspieler Kai Havertz nach München kommen? Auch daran zeigt sich, wie sehr die Münchner der Konkurrenz voraus sind. 

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