Switzerland

Davos von Ambri kalt geduscht: Bärenstarker Hollenstein! EVZ rächt sich am SCB

Den letzten Goodwill in Bern hat Ex-Coach Don Nachbaur verspielt, als er nach einer Pleite gegen Davos (2:6) von fehlenden Emotionen sprach. An den leeren Stadien könne dies nicht liegen, so der Austro-Kanadier. Vielmehr sei es eine Frage des Stolzes. Auf die Idee, dass es am 61-Jährigen selbst gelegen haben könnte, kam er freilich nicht.

Denn kaum ist Nachbaur weg, sind bei Bern die Emotionen, das Feuer und die Leidenschaft zurück. Doch mit dem Toreschiessen happert es beim SCB noch immer.

Zug ist im ersten Drittel zwar die aktivere Mannschaft, dominiert mit 18:4-Schüssen. Doch die gefährlicheren Chancen hat der SCB. Erst verpasst Ex-EVZ-Back Miro Zryd, der im dritten Drittel verletzt in der Kabine verschwindet, vor Zug-Keeper Luca Hollenstein das offene Gehäuse. Dann wird Inti Pestoni von Calle Andersson herrlich angespielt, kann alleine losziehen, verpasst das 1:0 aber ebenfalls.

Der Tessiner, der nächste Saison zu Ambri zurückkehrt, gehört seit Wochen zu den gefährlichsten Bernern, kommt immer wieder zu guten Möglichkeiten, bleibt im Abschluss aber harmlos. Andere wie Tristan Scherwey (erst drei Tore) oder Simon Moser (seit 13 Spielen ohne Treffer) kommen gar nicht erst zu Chancen.

Santeri Alatalo verwertet nach zwölf Minuten die erste Überzahl. Und mit zwei Toren innnerhalb von 127 Sekunden macht der EVZ vor der zweiten Pause alles klar. Erst trifft Sven Leuenberger nach einem Scheibenverlust bei Calle Andersson. Dann stellt Jérôme Bachofner im Powerplay auf 3:0.

«Wir standen uns selbst im Weg, versuchen es schöner zu machen, als nötig», sagt der neue SCB-Trainer Mario Kogler (33), der im zweiten Spiel die erste Pleite kassiert.

PS: Bei Bern spielt erneut Goalie Philip Wüthrich. Tomi Karhunen hat sich im Warmup am Freitag in Zug leicht verletzt. (A.R.)

Der Beste – Santeri Alatalo (EVZ): Der Verteidiger glänzt als Vorbereiter und Vollstrecker.

Die Pflaume –

Die Tore: 2. Alatalo (McLeod, Kovar/PP) 0:1, 38. Leuenberger (Zehnder, Diaz) 0:2, 40. (39:46) Bachofner (McLeod, Alatalo/PP) 0:3. 55, Haas (Andersson, Brithén) 1:3, 60. (59:09) Klingberg 1:4 (ins leere Tor).

Von seinen elf Partien hat Ambri-Topskorer Julius Nättinen nur in deren zwei keinen Treffer erzielt. Dieses Spiel gegen den HCD gehört nicht zu diesen beiden. Nachdem sich die Leventiner – trotz verspäterer Anreise wegen Schneechaos auf dem San Bernardino – von Anfang an ins Zeug legen, werden sie nach Spielmitte für ihre Bemühungen belohnt.

Mitentscheidend für diesen Sieg der Biancoblu ist ihr Boxplay, das derzeit das zweitbeste der Liga ist. Die Davoser kommen auch in Überzahl kaum zu Torchancen. Denn Ambri bremst sich immer mal wieder mit einer Strafe selber aus.

Ambris Sieg scheint nach dem 4:0 ungefährdet. Doch nach zwei Treffern von Topskorer Ambühl kann der HCD den Angstschweiss der Biancoblu riechen. Plötzlich zittern
ihnen die Stöcke etwas – aber nur bis Kienzle hinter dem Tor die Scheibe an Zwerger verliert, Lindgren versucht den Pass noch abzufangen, doch der Puck kommt zu Nättinen – und dessen zweiter Treffer ist die Vorentscheidung.

Nach zwei Siegen in Folge hat der HCD das Pulver etwas verschossen und findet zu spät ins Spiel. (N.V.)

Der Beste – Nättinen (Ambri). Trifft zweimal, ist danach selbstlos, könnte einen Hattrick buchen, überlässt den Puck aber Zwerger.

Die Pflaume – Kienzle (Davos). Fataler Puckverlust hinter dem eigenen Tor.

Die Tore: 32. Nättinen (Zwerger) 0:1. 37. Grassi (Rohrbach) 0:2. 46. Müller 0:3. 48. Flynn (Fohrler, Hächler) 0:4. 51. Ambühl (Paschoud) 1:4. 52. Ambühl (Penalty) 2:4. 54. Nättinen (Zwerger) 2:5. 57. Jung (Ambühl) 3:5. 59. Zwerger (Nättinen/ins leere Tor) 3:6. 60. (59:59) Baumgartner 4:6.

Am Dienstag im Cup blieb das Léman-Derby ohne Tore (1:0 n.P. für Servette). Diesmal fallen Treffer. Erst nutzt Servette-Captain Rod eine Druckphase zur Führung für die Gäste, ehe Fehr im Mitteldrittel auf 2:0 erhöht. Ex-Servettien Douay gelingt dann zügig das Anschlusstor.

Lausanne darf wieder hoffen, zumal ausgerechnet der im Sommer von den Waadtländern verstossene Vermin mit einem Penalty an Stephan scheitert. Und dann startet Malgin im Schlussabschnitt zum Solo – 2:2.

Das letzte Wort hat dann die Vermin-Linie. Omark vernascht Stephan und sorgt für Lausannes erste Heim-Pleite. Wenige Stunden vor Anpfiff hatte der Schwede erneut über seine Busse (2000 Fr.) wegen Vortäuschen einer Verletzung auf Twitter gepoltert.

Ebenfalls vor dem Spiel gibt’s auch bei Lausanne Wirbel: «24 Heures» berichtet, dass Ex-Besitzer Stickney die Klub-Holding auf 900 000 Fr. betrieben habe und die Waadtländer offene Rechnungen von 2,5 Mio. haben.

Der Beste – Daniel Winnik (Servette). Kein Mann für Zaubertricks. Doch was er macht, hat Hand und Fuss.

Die Pflaume –

Die Tore: 8. Rod (Winnik, Völlmin) 0:1. 25. Fehr (Winnik, Karrer) 0:2. 29. Douay (Frick) 1:2. 49. Malgin (Grossmann, Douay) 2:2. 57. Omark (D. Riat) 2:3.

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