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Das sagt der EVZ-Meistermacher: Ist der sechste Titelgewinn noch speziell, Herr Genoni?

Leonardo Genoni ist ein besonnener Mann. Der auf alle Fragen überlegte und gehaltvolle Antworten liefert. Doch eineinhalb Stunden nach dem Schlusspfiff zum Zuger Titelgewinn ringt der 33-Jährige nach Worten. Dabei ist er jener EVZ-Spieler mit der grössten Meister-Erfahrung.

Zum sechsten Mal stemmt Genoni einen Pokal in die Höhe. Beim ersten Mal 2009 mit Davos ist er gerade mal 21 Jahre jung. 2011 und 2015 folgen die nächsten Triumphe. Ein Jahr später sichert sich der SC Bern die Dienste des Goalies, natürlich ebenfalls mit dem Titel-Hintergedanken. Der Plan geht in der ersten Saison sogleich auf. Märchenhaft verabschiedet sich Genoni 2019 aus der Bundeshauptstadt mit dem zweiten Titel-Gewinn.

Dass der Familienvater bereits vor dem Start jener Saison für fünf Jahre bei Liga-Konkurrent (und dem späteren Final-Gegner) unterschrieben hat, schlägt im Spätsommer 2018 hohe Wellen. Es ist ein Königstransfer mit Signalwirkung: Der EVZ will nach dem Titel greifen. Dafür holt er den besten Torhüter für die ganz grossen Spiele.

«Wir haben verdient gewonnen»

Im Final gegen Servette tritt Genoni diesen Beweis an, lässt nur zwei Gegentreffer zu. Hinter einer abgeklärten Defensive macht er noch den Unterschied aus. Nur Augenblicke nach dem Schlusspfiff findet er sich zuunterst des jubelnden Spielerhaufens wieder. Dieses Gefühl kennt er ja.

Doch warum ist auch dieser sechste Titel-Gewinn noch speziell für ihn? «Weil es mit einer neuen Mannschaft ist und wir das ganze Jahr darauf hingearbeitet haben. Wir haben verdient gewonnen nach einer guten Saison, in der wir uns immer steigern konnten.»

Und die Emotionen nach dem Schlusspfiff? «Das war ein unglaublicher Moment und ist auch für mich jedes Mal wieder neu. Aber ich freue mich auch sehr für meine Mitspieler, alle sind sehr glücklich.» Dann winkt Genoni lachend ab, mehr sagen kann er nicht. Und geht in die Kabine etwas essen und feiern, der Meistermacher.

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