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«Das ist einfach respektlos!»: Speer-Gigant Vetter wettert gegen die Diamond League

«Das ist einfach respektlos!»

Speer-Gigant Vetter wettert gegen die Diamond League

Weder Preisgeld noch ein Business-Class-Flug: Für Speerwerfer Johannes Vetter Grund genug, um auf das Diamond-League-Meeting in Doha zu verzichten.

Publiziert: vor 18 Minuten

Am Freitagabend fällt in Doha der Startschuss zum ersten Diamond-League-Meeting der Leichtathletik-Saison. Die Startplätze sind heiss begehrt, das Teilnehmerfeld meist hochkarätig besetzt. Einer verzichtet jedoch freiwillig auf den prestigeträchtigen Anlass: Speerwerfer Johannes Vetter (29).

Der Weltmeister von 2017 ist verärgert über die Rahmenbedingungen: «Ich habe von den Veranstaltern weder Startgeld noch einen Business-Class-Flug bekommen», wettert der Deutsche gegenüber «Sport 1». Kurz darauf fügt er an: «Mein Rückflug wäre Samstagnacht um 1:30 gestartet. Dann in der Economy Class zu sitzen, kaum ein Auge zuzubekommen, wäre für den Wettkampf in Offenburg am Tag danach ziemlich kontraproduktiv gewesen.»

Start in die WM-Saison am Sonntag

In den letzten zwei Jahren verzückte Vetter das Publikum mit unzähligen Würfen über 90 Meter. Der Deutsche hat sich in der Leichtathletik-Szene einen Namen gemacht und möchte auch dementsprechend behandelt werden. «Natürlich ist das irgendwo auch Jammern auf hohem Niveau, aber es ist einfach respektlos vom Meeting, mich nach den letzten beiden Jahren so zu behandeln. Immerhin baut man sich ein gewisses Prestige auf und macht sehr gute Werbung für solche Meetings», erklärt er.

Einziger Tolggen im Reinheft von Vetter: Der verpasste Olympia-Final im vergangenen Sommer. Dem Leichtathleten ist die weiche Anlaufbahn zum Verhängnis geworden. Ein Ausrutscher, der aus seiner Sicht das Verhalten des Diamond-League-Meetings in keiner Weise rechtfertigt: «Olympiamedaille hin oder her, aber 97 und 96 Meter sollten trotzdem für sich sprechen.» Vetter wird am Sonntag beim Meeting in Offenburg die WM-Saison einläuten. (nab)