Switzerland

Das ist die Geschichte von Zugs Dan Tangnes: Vom Nobody zum Meistertrainer

Um die Zielstrebigkeit von Dan Tangnes zu beschreiben, blicken wir 24 Monate zurück. Da steht der Norweger vor der Garderobe nach der bitteren letzten Final-Pleite in Bern. Mit Tränen in den Augen, von den Emotionen überwältigt.

Genau in diesem Moment gibt der Norweger ein Versprechen ab: «Die Fans warten schon so lange, man will ihnen etwas dafür zurückgeben. Und ich verspreche: Wir werden sie stolz machen und diesen Titel holen!» Es sollen keine leeren Worte sein.

Doch Floskeln bedient sich der Osloer ohnehin nie. Er ist eine ehrliche Haut, auch in der Selbstreflexion. Bei seinem Amtsantritt in Zug 2018 erzählt er von den Lektionen, die er als Trainer in Schweden gelernt hat. «Ich dachte, ich sei der König.» Weil er als junger, unerfahrener Coach bei den Profis 2012 mit Rögle BK sogleich den Aufstieg in die höchste Liga SHL schafft.

Zum Assistenten degradiert

Doch er fällt schnell vom Thron, wird wenige Monate später zum Assistenten degradiert, steigt wieder ab mit dem Team und wird im Herbst 2013 entlassen. Dass man ihn als Versager abstempelt, kratzt an seinem Ego. Und weckt den Ehrgeiz in ihm, es den Kritikern beweisen zu wollen.

Doch Tangnes, der seine Spielerkarriere bereits mit 26 verletzungsbedingt abbricht, nimmt sich eine Auszeit. Er lehnt Angebote ab, will zuerst alles verarbeiten und sich selbst finden als Coach. Dafür besucht er Klubs, lässt sich inspirieren, darf drei Wochen im Staff des NHL-Teams San Jose sein. 2014 bekommt er bei Linköping die Chance, wieder einzusteigen. Nach einer Saison als Assistenztrainer übernimmt Tangnes, der Vater einer Tochter ist, die Mannschaft.

Obwohl er dreimal in Folge keine Playoff-Serie gewinnt, verlängert Linköping die Zusammenarbeit, weil sich Tangnes den Ruf erarbeitet hat, junge Spieler zu fördern und weiterzuentwickeln. Schon in diesen Jahren wird EVZ-Sportchef Reto Kläy auf den Norweger aufmerksam, 2016 entsteht der erste Kontakt.

Tangnes bringt viele Eigenschaften mit

In seiner Selektion – ob nun von Spielern oder Trainern – legt Kläy einen starken Fokus auf den Menschen dahinter. Er trifft die Kandidaten immer persönlich, führt lange Gespräche, und sicher keine oberflächlichen. So reift Tangnes zu Kläys Wunschtrainer für Zug. Weil er für ihn wichtige Attribute vereint: Intelligenz, Cleverness, Zielstrebigkeit, Humor, Offenheit, faire Härte sowie sportliche und vor allem soziale Kompetenz.

Nach dessen Bekanntgabe im Frühjahr 2018 als neuen EVZ-Headcoach fragt man sich noch: Dan, wer? Heute weiss man: Dan, der Meistertrainer. Der in seiner ersten Saison in Zug sogleich den Cup-Titel gewinnt, zwei Monate danach den Meistertitel verspricht. Und zwei Jahre später Wort hält.

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