Switzerland

Das ist die erste CD aus dem frisch renovierten Stadtcasino

Am 22. August wurde das von Herzog & De Meuron erweiterte Stadtcasino eingeweiht. Schon da spielte das Sinfonieorchester Basel (SOB) unter Ivor Bolton eine tragende Rolle. Im ersten Konzert unter eigener Ägide vier Tage später hat es dann Mikrofone und ein Aufnahmeteam in den Saal gelassen.
Sinn macht natürlich das «Die Weihe des Hauses», eine Ouvertüre von Ludwig van Beethoven, die er 1822 zur Eröffnung des Theaters an der Josefstadt in Wien komponierte. Ivor Bolton, der viel Erfahrung in der Aufführung Alter Musik mitbringt, beweist hier in den geschärften Klangfarben mit Betonung der Holzblasinstrumente, im dosiertem Vibrato der Streicher und im geschmeidigem Blech seine stilistische Kompetenz.

Ganz andere Klangsphären verlangt die dritte «Gymno­pédie» von Eric Satie, ein Klavierstück, das von Debussy mit viel Sinn für verfeinerte impressionistische Klangfarben für Orchester arrangiert wurde. Auch hier ist Bolton im Element und leitet die Orchestermusiker zu exquisiten Klangmischungen an.
Die Sopranistin Christina Landshamer ist diese Saison Gast-­Interpretin des Orchesters und liefert hier im schön gestalteten Orchesterlied «Morgen» von Richard Strauss eine interessante Visitenkarte ab. Sie singt mit subtil modulierten Linien, fast ganz ohne dramatisches Gewicht, und bleibt bei allem Legato immer achtsam der Sprache gegenüber.

«Aus der Neuen Welt» und aus Landgasthofsaal Riehen

Das Kernstück des Eröffnungsprogramms ist die populäre Sinfonie «Aus der Neuen Welt», die Antonín Dvorák 1893 während seiner Zeit in Amerika schrieb. Auch hier agiert Bolton mit geschärften Klängen, verlangt markante Akzente und setzt ein Statement wider den reinen Schönklang. Den allerdings können die Basler unter seiner Leitung auch sehr einprägsam wie das wunderschön ausgesungene Largo dieser Sinfonie zeigt.

Auch bei einer weiteren CD-Neuheit spielt das SOB eine tragende Rolle: Sie kommt aus dem Landgasthofsaal in Riehen. Der ungarische, in Basel ausgebil­dete Pianist Benedek Horvath wählte das Orchester als Partner für seine Einspielung des ersten Klavierkonzerts von Franz Liszt unter der Leitung von Hans Drewanz. Ein hoch virtuoses Werk, das aber einen intelligenten Solisten verlangt, wenn es nicht nach hohlem Pathos klingen soll.

Diesen Spagat schafft Horvath auf vorbildliche Weise, und der Dirigent trägt mit seiner differenzierten Lesart viel zu einer vielschichtigen Interpretation bei. Der «Totentanz», Liszts wuchtige Verarbeitung des «Dies irae»-Motivs, erhält hier viel Zug und Dramatik, kommt aber ohne plakatives Lärmen aus.

SOB: «Live from Stadtcasino Basel», Berlin Classics.
SOB: «Liszt Klavierkonzert Nr.1», Prospero.

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