Switzerland

«Das funktioniert nicht»: Arzt und Ex-GC-Boss Rieitiker attackiert Bundesrat

Im März vor einem Jahr wird Dr. Stephan Rietiker GC-Präsident. Nach bloss neun Wochen (und dem Abstieg in die Challenge League) schmeisst er den Bettel aber schon wieder hin, ist seither öffentlich kaum mehr in Erscheinung getreten.

Bis jetzt! In einem Interview mit «Inside Paradeplatz» kritisiert er die Politik in Zeiten der Krise. Er wolle gegen den aktuellen Corona-Aktivismus und planloses Handeln einen Kontrapunkt setzen. Dass der Lockdown bis über den 18. April verlängert werden könnte, sei beispielsweise absolut nicht gerechtfertigt. «Es ist wichtig, dass wir von exakten Daten in Bezug auf das Virus sprechen», so Rietiker. Im Moment aber herrsche ein heilloses Durcheinander. «Die einen testen schwere Fälle, die anderen mittelschwere, die dritten testen auch leichte Fälle.» Das Schlimmste sei die Dunkelziffer! Auf einer Datenbasis, die viel zu klein sei, werden Todesfälle projiziert, die viel zu hoch seien, so der Arzt und Unternehmer.

«Müssen Herdenimmunität erzeugen»

Auf die Bemerkung, dass es doch entscheidend sei, wie gefährlich das Virus sei und man von Menschenleben rede, antwortet Rietiker: «Ich habe zwei Seelen in meiner Brust. Ich bin Arzt und habe Verständnis für die Betroffenen und deren Angehörigen, aber andererseits habe ich auch Verständnis für die Wirtschaft. Wir können nicht bis im Juni warten und alle gleichzeitig auf die Strasse schicken, dann gibts eine zweite Welle. Das funktioniert nicht. Wir müssen eine Herdenimmunität erzeugen. Eine kontrollierte, dafür plädiere ich.»

Basierend auf Daten, die man aus China und Italien habe, sei es gerechtfertigt, dass man eine Gruppe von 6 bis 40-Jährigen rauslasse, damit die sich infizieren könne. «Dann, nach drei Wochen, beurteilt man die Situation und dann lässt man die nächste Gruppe raus, die 40- bis 65-Jährigen. Das wäre dann auch der Zeitpunkt, wo man Restaurants und Geschäfte wieder öffnet, damit die Wirtschaft wieder in Gang kommt.»

Die Risikogruppe jeglichen Alters hingegen müsse geschützt werden, so Rietiker. «Bis wir einen Immunisierungsgrad von etwa 95% erreichen. Wenn dies geschafft ist, kann man die Risikogruppe peu à peu ebenfalls wieder rauslassen.»

Passiere dies nicht und werde der Lockdown verlängert, drohe der Schweiz der Kollaps, so Rietiker. «Wenn wir die Bevölkerung bis August unter Verschluss halten, ist die Wirtschaft tot. Dann bringen wirs auch mit 150 Milliarden an Bundesgeldern nicht mehr hin.» (red)

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