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Darum ist nach dem Tod von John Gilbert vom Getty-Fluch die Rede: Das dunkle Schicksal der Milliarden-Erben

Am 20. November wurde der Milliardenerbe John Gilbert Getty (52) leblos in seinem Hotelzimmer in San Antonio (USA) gefunden. Die Ärzte konnten nichts mehr für ihn tun. Sein früher Tod kommt unerwartet, noch steht nicht fest, woran der Enkel von Ölbaron J. Paul Getty (1892–1976), der in seiner Zeit lange als der reichste Mann der Welt galt, starb.

Fest steht, dass durch das Unglück in der US-Amerikanischen Presse wieder vom Getty-Fluch die Rede ist. Denn die schwerreiche Familie muss immer wieder mit heftigen Schicksalsschlägen kämpfen.

Gordon Getty verlor zwei seiner Söhne

Erst 2015 verlor John Gilbert Gettys Vater Gordon Getty (86) einer seiner Söhne. Andrew Getty (†47) starb in seiner Wohnung an inneren Blutungen, laut Obduktion ausgelöst durch seine Sucht nach Methamphetamin. Die Trauer um den Verlust ihrer Söhne kann Gordon nicht mit seiner Ehefrau Anne (†79) teilen. Sie starb im September an einem Herzinfarkt.

Getty-Patriarch J. Paul Getty hatte insgesamt fünf Söhne. Der Jüngste, Timothy Ware Getty (1946 - 1958) starb im Alter von zwölf Jahren an einem Hirntumor. Getty weilte zu diesem Zeitpunkt in England. Zur Beerdigung seines Sohnes flog er nicht in die Staaten zurück. Seine fünfte Frau liess sich kurz darauf scheiden.

Mafia schnitt Ohr von John Paul Getty III ab

Das traurigste Schicksal ereilte allerdings John Paul Getty III (1956 - 2011), Enkel von J. Paul Getty und Sohn von Sir Paul Getty (1932 - 2003). Er wurde als 16-Jähriger in Rom von der Mafia entführt. Die Kidnapper forderten rund 15,5 Millionen Franken Lösegeld. Der Vater konnte nicht zahlen, der Grossvater wollte nicht. Die Reaktion der Entführer: Sie schnitten dem Teenager ein Ohr ab und schickten es zusammen mit einer Locke an die Redaktion der Zeitung «Il Messagero». Das zeigte Wirkung. Grossvater J. Paul Getty lenkte ein und bezahlte ein Lösegeld von zwei Millionen Franken. Das soll aber nur unter einer Bedingung passiert sein: Der Sohn musste ihm einen Teil des Geldes mit vier Prozent Zins zurückzahlen.

Insgesamt war John Paul Getty III fünf Monate in Gefangenschaft. Er erholte sich nie von seinem Trauma. Der Milliardenerbe landete im Drogensumpf. Kein Wunder: Auch sein Vater feierte wilde Drogenpartys, seine Stiefmutter starb an einer Überdosis Heroin. 1981 überlebte John Paul Getty III eine Überdosis – er lag sechs Wochen im Koma, danach erlitt er einen Schlaganfall. Von da an war er blind und taub und an den Rollstuhl gebunden. 2011 starb er an multiplem Organversagen. Er war erst 54 Jahre alt. Auch John Paul Gettys III Schwester Aileen kämpfte mit schweren Schicksalsschlägen. Auch sie war lange drogensüchtig, 1985 wurde sie positiv auf HIV getestet.

Der Tod von John Gilbert Getty ist also nur der jüngste in einer langen Reihe von Unglücksfällen, die auch alles Geld der Welt nicht verhindern konnten. (klm)

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