Switzerland

Darlehen sorgen für rote Köpfe

Aktuell berät das Parlament in Bern über neue A-fonds-perdu-Beiträge für Profiklubs in der Höhe von 115 Millionen und für Sportverbände im Umfang von 100 Millionen Franken. Das Geschäft ist unbestritten und wird spätestens am 18. Dezember definitiv durchgewunken. Ab dem 1. Januar kann das Geld theoretisch fliessen.

Bis heute wurden durch die ordentlichen Hilfsprogramme des Bundes für den Sport bereits rund 103 Millionen ausbezahlt, wie Recherchen von CH Media zeigen. Nicht alle gesprochenen Beträge sind unumstritten.

Nothilfe-Darlehen: Der HC Lausanne und die Transfers

Am 21. März entschied der Bundesrat, dass die Schweizer Profiklubs mit zinslosen Darlehen in der Höhe von 50 Millionen vor der unmittelbaren Zahlungsunfähigkeit bewahrt werden sollen. Zwei Fussballklubs aus der Super League, zwei aus der Challenge-League und zwei Eishockey-Organisationen aus der höchsten Liga stellten Anträge. Insgesamt flossen gut 9 Millionen. Aus Grund des Datenschutzes gibt der Bund nicht bekannt, wer Geld bezogen hat.

Unsere Recherchen bringen Licht ins Dunkel. Der HC Ambri-Piotta wollte vom Bundesamt für Sport 2,4 Millionen. Doch der beauftragte Wirtschaftsprüfer Ernst & Young kam zum Schluss, dass die Liquiditätsprobleme zu wenig akut sind und dass die Tessiner nicht alle möglichen Selbsthilfemassnahmen ausgeschöpft haben und verweigerten eine Zahlung.

Auch Ambris Ligakonkurrent HC Lausanne erhielt nicht die beantragten 5 Millionen. Dass Ende Juni aber doch 2,2 Millionen Franken Nothilfe an den Genfersee flossen, sorgte im Baspo für kontroverse Diskussionen und im Eishockey-Verband für rote Köpfe. Denn das von ausländischen Investoren geführte Lausanne war gleichzeitig auf dem Transfermarkt sehr aktiv, verpflichtete den Schweizer NHL-Export Denis Malgin und einen fünften Ausländer. Einige sehen darin eine unmoralische Zweckentfremdung von Hilfsgeldern.

Im Fussball gingen 2,5 Millionen und 3,1 Millionen an zwei Klubs der Super League. Indizien sprechen dafür, dass es sich um Lugano und Servette handeln könnte. Bestätigt ist es nicht. An zwei Klubs der Challenge League wurden 820 000 Franken und 656 000 Franken überwiesen. Wer Geld erhalten hat, musste dafür zwar die hohe Vorgabe der drohenden Zahlungsunfähigkeit vorweisen. Im Gegenzug sind die zinslosen Darlehen, die in fünf Tranchen innerhalb von fünf Jahren zurückbezahlt werden müssen, an keine Bedingungen wie Lohnkürzungen oder Offenlegung der Buchhaltung geknüpft.

Streng waren die Buchprüfer im Breitensport. Von 205 Antragsstellern erhielten lediglich 22 die gewünschte Summe. Die insgesamt verteilten 3,15 Millionen müssen nicht zurückbezahlt werden. Der grösste Einzelbetrag von 311 000 Franken ging an die Veranstalter der Swiss Open im Badminton in Basel.

Stabilisierungspaket: Erst vier Gesuche aus Profisport

Am 13. Mai beschloss der Bundesrat ein Stabilisierungspaket für den Sport mit je rund 100 Millionen für Profi- und Breitensport. Während das Geld für die gut 80 an Swiss Olympic angeschlossenen Verbände A-fonds-perdu ist, herrschte über die Bedingungen zur Verteilung der Darlehen an die Profivereine bis in den Herbst Uneinigkeit. Deshalb ist der Breitensport-Batzen von 91,23 Millionen Franken längst verteilt, während bisher erst vier Gesuche von den rund 130 berechtigten Klubs aus dem professionellen und semiprofessionellen Teamsport eingingen.

Höher als erwartet fiel die Rechnung der Wirtschaftsprüfer Ernst & Young und BDO für die Behandlung der Gesuche aus. Diesen Betrag deckt Swiss Olympic mit seinem Anteil aus dem Stabilisierungspaket in der Höhe von einer Million Franken. Auf weitere für ihn vorgesehene 3,6 Millionen Franken verzichtet der Dachverband.

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