Switzerland

Cyberbetrüger hacken sich in Cumulus-Konten von Migros-Kunden

Zwei Kriminelle aus den Regionen Bern und Thun kauften sich mit gestohlenen Cumulus-Bons Migros-Waren und wollten sich damit eine goldene Nase verdienen.

Weil sie sich Zugang zu den Login-Daten von Migros-Kunden verschafften, konnten sich zwei junge Männer an fremden Cumulus-Bons bereichern. (Symbolbild)

Weil sie sich Zugang zu den Login-Daten von Migros-Kunden verschafften, konnten sich zwei junge Männer an fremden Cumulus-Bons bereichern. (Symbolbild)

Foto: iStock

Letztes Jahr hat sich ein 22-Jähriger auf einer Internetplattform Login-Kombinationen – also Nutzernamen mit dazugehörigen Passwörtern – erworben. Durch ein ausgeklügeltes System verschaffte er sich damit Zugang zu Cumulus-Konten von Migros-Kunden und kaufte sich mit deren Cumulus-Bons in Migros-Läden illegalerweise Waren des täglichen Bedarfs.

Als der junge Mann bemerkte, dass die Masche funktionierte, verkaufte er ab November 2019 Cumulus-Kontozugangsdaten auch an einen 32-Jährigen aus seinem persönlichen Umfeld weiter. In den folgenden Monaten ergaunerten die Beiden auf diese Weise Waren im Wert von mehreren zehntausend Franken.

Nun kauften sie sich mit den Cumulus-Punkten gemäss Angaben der Kantonspolizei Bern nicht mehr nur Güter des täglichen Bedarfs, sondern auch Unterhaltungselektronik wie Smartphones, Fernseher, Fitness-Uhren sowie Haushaltgeräte wie Dampfreiniger oder Staubsauger. Diese verkauften sie dann teilweise über Online-Plattformen weiter. So wollten sie ihre gestohlenen Cumulus-Onlinebons in Bargeld verwandeln.

Ende Februar 2020 ging bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern schliesslich eine entsprechende Anzeige ein. Daraufhin begann die Kantonspolizei Bern unter der Leitung der Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte, in dem Fall zu ermitteln.

Das Resultat: Am 3. Juni 2020 konnte die Polizei den 32-Jährigen Cyberbetrüger fassen, nur einen Tag später erwischte sie auch seinen 22-jährigen Komplizen. Sie durchsuchte die Wohnungen der beiden Männer und fand dort einen Grossteil der Waren. Diese wurden zuhanden der Untersuchungsbehörde sichergestellt. Deshalb ist nun klar: Die Hacker tätigten auf diese Weise mehr als einhundert Einkäufe.

Die Ermittlungen dauern noch an. Die geständigen Tatverdächtigen werden sich vor der Justiz verantworten müssen.

Zum Schutz vor Delikten dieser Art empfiehlt die Kantonspolizei Bern:

( chh/pd )

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