Switzerland

Curling-Team Bern Zähringer: Nah an internationalen Titelkämpfen

Bern Zähringer um Skip Yannick Schwaller hat die WM-Teilnahme knapp verpasst. Schwaller hat im Mixed-Doppel jedoch noch eine zweite Chance.

Yannick Schwaller (Bern Zähringer, Mitte) gibt gegen Genf einen Stein ab.

Yannick Schwaller (Bern Zähringer, Mitte) gibt gegen Genf einen Stein ab.

Foto: Keystone

Es fehlte wenig. Das Team Bern Zähringer hatte in den WM-Trials gegen Genf schon mit 2:0 Siegen geführt, im Best-of-5-Modus fehlte nur noch ein Erfolg. Doch die Romands schafften die Wende, sie und nicht die Berner um Skip Yannick Schwaller fahren im April an die WM nach Calgary (Kanada).

Und die Niederlage war für Zähringer doppelt bitter. Vor einem Jahr hätte das Team erstmals an Welttitelkämpfen antreten können, diese wurden jedoch wegen der Corona-Pandemie abgesagt.

Junges Team

Nahe dran an einer Teilnahme ist Bern Zähringer aber allemal. «Der Nationaltrainer hat nach den Trials erklärt, dass selten zwei Schweizer Teams auf so hohem Niveau gegeneinander Curling gespielt hätten», sagt Schwaller, der erst 25 ist und eine Equipe von lauter praktisch Gleichaltrigen anführt. Keines der Teammitglieder ist im Kanton Bern aufgewachsen. Yannick Schwaller stammt aus dem nahe der Kantonsgrenze gelegenen solothurnischen Recherswil, Marcel Käufeler (Lead) und Romano Meier (Second) haben ihre Wurzeln im Aargau, Michael Brunner (Third) im Appenzellischen.

Im Curling nichts Ungewöhnliches. «Nur wenige Schweizer sind bereit, so stark in diesen Sport zu investieren», sagt Schwaller. Er wechselte 2012 als Erster in die Bundesstadt, mittlerweile wohnen drei der vier Spieler in Bern. Und widmen sich hauptberuflich ihrer Sportart. «Auf diesem Niveau geht es nicht mehr anders», sagt der Skip von Bern Zähringer. Sponsoren sorgen für einen Teil der Einnahmen des Teams, weitere Mittel fliessen von der Sporthilfe und der Spitzensportförderung der Armee. Nur ein geringes Arbeitspensum oder eine Weiterbildung ist noch möglich, Schwaller studiert Wirtschaft.

Hoch ist das Einkommen eines Curlingspielers nicht. «Es reicht, um als Einzelperson zu leben, aber nicht, um eine Familie zu ernähren», sagt der 25-Jährige, der sich erst mit 14 entschied, auf jene Sportart zu setzen, in die er quasi «hineingeboren» wurde. Sein Vater Christof war bereits Spitzencurler, 2002 war er Mitglied des Schweizer Teams, das in Salt Lake City Olympia-Bronze gewann. Sein Sohn spielte erst Fussball, verlor aber als Jugendlicher etwas die Freude daran und wechselte zum Curling.

Olympia ist noch möglich

An die Männer-WM in Kanada wird Yannick Schwaller mit seinem Team nicht fahren, dennoch könnten Grossanlässe schon bald wieder ein Thema werden. Zum einen die Olympischen Spiele in Peking in einem Jahr. Holen die Genfer um Peter Da Cruz in Calgary Gold oder Silber, sind sie in China mit dabei. Klassieren sie sich auf einem Rang von 3 bis 6, treffen die Romands und Bern Zähringer im Herbst in Olympia-Trials erneut aufeinander. Schneidet Genf schlechter als auf Platz 6 ab, fährt womöglich gar kein Schweizer Team nach Peking.

«Curler sind sportliche Leute, man freut sich auch für die Erfolge anderer und gratuliert ihnen zu guten Leistungen», sagt Schwaller. Aber er verneint nicht, dass man doch mit einem Auge oder zwei die Geschehnisse in Calgary verfolgen wird.

In der Zwischenzeit wird der Solothurner versuchen, sich für eine andere WM zu qualifizieren. Im ebenfalls olympischen Mixed-Doppel-Wettbewerb bestreitet er zusammen mit seiner Lebenspartnerin Briar Hürlimann in der nächsten Woche WM-Trials gegen Jenny Perret und Martin Rios. Jenes Paar, das sich bei Olympia 2018 durch seinen speziellen Umgang untereinander in die Herzen der Sportfans «chiflete». Die beiden kritisierten sich auf dem Eis zuweilen heftig, waren aber auf diese Art erfolgreich und gewannen Silber. Die Sieger der Trials dürfen voraussichtlich in Aberdeen (Schottland) um WM-Medaillen spielen.

Die Prognose sei gewagt: Yannick Schwaller wird man früher oder später an Titelkämpfen antreffen. Mit 25 hat er wie seine Teamkollegen noch einige Jahre Spitzencurling vor sich.

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