Switzerland

Cupsieger SCB mit starkem Comeback gegen Servette – Zug baut seine Siegesserie aus

Der SCB darf zwei Tage nach dem Cupfinal schon wieder jubeln. Bild: keystone

Cupsieger SCB mit starkem Comeback gegen Servette – Zug baut seine Siegesserie aus

In der National League kann der SC Bern den Schwung aus dem Cupfinal mitnehmen. Die Berner schlagen daheim Servette nach einem 1:3-Rückstand mit 4:3 nach Penaltyschiessen und verkürzt den Abstand auf Rang 10 auf sieben Punkte.

Wie in den letzten zwei Wochen bereits gegen Langnau, Lausanne und Ambri-Piotta besiegte der SC Bern auch den HC Genf-Servette nach Rückstand. Die Genfer führten 3:1 und bis zur 58. Minute noch 3:2, verloren aber 3:4 nach Penaltyschiessen.

Schon gegen Lausanne hatte Bern erst spät ausgeglichen und in der Overtime 6:5 gewonnen. Diesmal gelang Cory Conacher erst 173 Sekunden vor Schluss in Überzahl der 3:3-Ausgleich. Im Penaltyschiessen reüssierten schliesslich Tristan Scherwey, Inti Pestoni und Vincent Praplan hintereinander. Damit gelang Bern ein verheissungsvoller Start in den Monat März, der dem SCB 15 Partien bringt, die nächste am Donnerstag in Davos.

Servette musste sich am Dienstag den Vorwurf gefallen lassen, nach einem starken Beginn und der 3:1-Führung nach 26 Minuten stark nachgelassen zu haben. Die Genfer agierten in der zweiten Spielhälfte viel zu passiv und wurden dafür bestraft.


0 Zuschauer. - SR Wiegand/Manuel Nikolic, Schlegel/Burgy.
Tore: 19. Miranda (Smons, Omark) 0:1. 22. (21:35) Richard (Rod, Fehr/Unterzahltor!) 0:2. 23. (22:40) Zryd (Heim/Powerplaytor) 1:2. 27. (26:17) Miranda 1:3. 28. (27:35) Heim (Scherwey) 2:3. 58. Conacher (Powerplaytor) 3:3.
Penaltyschiessen: Omark -, Olofsson -; Richard -, Conacher -; Moy 0:1, Scherwey 1:1; Rod -, Pestoni 2:1; Smirnovs 2:2, Praplan 3:2.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Bern, 5mal 2 plus 10 Minuten (Fehr) gegen Genève-Servette.
PostFinance-Topskorer: Jeffrey; Omark.
Bern: Karhunen; Untersander, Zryd; Andersson, Beat Gerber; Thiry, Colin Gerber; Burren; Conacher, Jeffrey, Olofsson; Scherwey, Heim, Pestoni; Sopa, Praplan, Moser; Berger, Neuenschwander, Bader; Jeremi Gerber.
Genève-Servette: Descloux; Karrer, Le Coultre; Jacquemet, Völlmin; Guebey, Mercier; Smons; Rod, Richard, Vermin; Miranda, Fehr, Omark; Moy, Smirnovs, Kast; Patry, Berthon, Vouillamoz; Fritsche.
Bemerkungen: Bern ohne Blum, Henauer, Ruefenacht, Sciaroni und Sterchi (alle verletzt), Genève-Servette ohne Maurer, Tömmernes und Winnik (alle verletzt).

Der SCB fand gegen Servette über den Kampf ins Spiel. Bild: keystone

Auch das formstarke Ambri-Piotta kann den EV Zug nicht stoppen. Die Zentralschweizer realisieren gegen die Leventiner mit 5:4 den achten Sieg in Folge.

Nach zuvor drei knappen Zuger Siegen war auch das vierte Gotthard-Derby dieser Saison umstritten - und spektakulär dazu. Viermal wechselte die Führung, ehe Zugs Verteidiger Santeri Alatalo knapp zwei Minuten vor Schluss mit dem 5:4 in Überzahl die Entscheidung herbeiführte. Nach dem 32. Sieg im 41. Saisonspiel führt Zug die Tabelle nun bereits mit 19 und mehr Punkten Vorsprung auf die Konkurrenz an.

Dass es bis zum Schluss spannend blieb, lag vor allem an den ungewöhnlich vielen Undiszipliniertheiten, die sich der EVZ an diesem Abend leistete. Nach der frühen Führung nach nur 74 Sekunden durch Zugs besten Torschützen Dario Simion (21. Saisontor) leisteten sich die Routiniers Justin Abdelkader (über 800 NHL-Spiele) und Dominik Schlumpf (über 60 Länderspiele) leichtsinnige Puckverluste, die Ambri zum 1:1 und 2:1 ausnutzte. Bei den Tessiner Toren zum 3:3 (35.) und 4:3 (39.) sass jeweils ein Zuger auf der Strafbank.

Doch Ambri schaffte es nicht, sich für einen beherzten Auftritt gegen den Liga-Primus zu belohnen. Letzlich brach dem Team von Trainer Luca Cereda ein Beinstellen des jungen Petr Cajka kurz vor Schluss das Genick. Zug nutzte die Strafe zum Siegtor und beendete damit das Mini-Hoch der neuntplatzierten Leventiner mit zuvor drei Siegen de suite.


0 Zuschauer. - SR Hebeisen/Urban, Obwegeser/Fuchs.
Tore: 2. Simion (Kovar, Thorell) 1:0. 4. (3:29) Flynn 1:1. 5. (4:46) Incir 1:2. 8. Martschini (Abdelkader) 2:2. 29. Alatalo 3:2. 35. Perlini (Flynn, Kostner/Powerplaytor) 3:3. 39. Kostner (Flynn, Kneubuehler/Powerplaytor) 3:4. 41. (40:57) Shore (Martschini) 4:4. 59. Alatalo (Powerplaytor) 5:4.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Zug, 6mal 2 Minuten plus Spieldauer (Cereda) gegen Ambri-Piotta.
PostFinance-Topskorer: Kovar; Zwerger.
Zug: Genoni; Geisser, Gross; Cadonau, Alatalo; Schlumpf, Nussbaumer; Sidler; Simion, Kovar, Thorell; Leuenberger, Albrecht, Zehnder; Martschini, Shore, Abdelkader; Langenegger, Senteler, Bachofner.
Ambri-Piotta: Ciaccio; Hächler, Fischer; Fora, Zaccheo Dotti; Fohrler, Pezzullo; Dal Pian, Ngoy; Kneubuehler, Flynn, Perlini; Zwerger, Cajka, Incir; Grassi, Novotny, Müller; Trisconi, Kostner, Mazzolini.
Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Bianchi, Conz, D'Agostini, Isacco Dotti, Goi, Nättinen und Pinana (alle verletzt). Ambri-Piotta ab 59:12 ohne Torhüter.

Zug hat gegen Ambri am Ende den längeren Atem. Bild: keystone

Der EHC Biel näherte sich mit einem 6:2-Auswärtssieg in Lugano den ersten sechs Plätzen an, die in den Playoffs eine sichere Viertelfinal-Teilnahme garantieren. Vor dieser Runde hielt Lugano in allen Ranking-Variationen (Punkte oder Punkte pro Spiel) den 6. Platz. Hätte Biel, das zuletzt dreimal hintereinander im eigenen Stadion verloren hatte, wiederum das Eis ohne Punkte verlassen müssen, wären die Top 6 in weite Ferne gerückt.

Die Bieler hielten dem Erfolgsdruck indes stand - obwohl Lugano schon nach fünf Minuten in der Resega in Führung gegangen war. Fabio Hofer sorgte noch im ersten Abschnitt mit Toren zum 1:1 und 3:1 für den Umschwung. Hofer komplettierte im Finish mit dem 6:2 sogar noch den Hattrick. Ausserdem trafen Tino Kessler (2:1), Konstantin Komarek (4:1) und Marc-Antoine Pouliot (5:2).

Bei Lugano geriet nach einer imposanten Serie (acht Siege in Folge) zuletzt wieder Sand ins Getriebe. Von den letzten sechs Partien gewannen die Tessiner bloss zwei, und von den letzten vier Heimspielen gingen drei verloren, zwei davon klar und eines gegen die Lakers, die sonst in den letzten fast drei Monaten nirgends gewannen.


0 Zuschauer. - SR Lemelin/Mollard, Kehrli/Duarte.
Tore: 6. (5:12) Wellinger 1:0. 7. (6:53) Hofer (Fey) 1:1. 12. Kessler (Gustafsson) 1:2. 18. Hofer 1:3. 39. Komarek (Hofer, Fey) 1:4. 46. Bürgler (Loeffel, Suri/Powerplaytor) 2:4. 58. (57:43) Pouliot 2:5 (ins leere Tor). 58. (57:59) Hofer (Fuchs, van Pottelberghe) 2:6.
Strafen: 4mal 2 plus 10 Minuten (Chiesa) gegen Lugano, 3mal 2 Minuten gegen Biel.
PostFinance-Topskorer: Arcobello; Cunti.
Lugano: Zurkirchen; Heed, Wellinger; Loeffel, Chiesa; Nodari, Wolf; Zangger, Antonietti; Bürgler, Arcobello, Boedker; Walker, Lajunen, Suri; Fazzini, Sannitz, Bertaggia; Lammer, Romanenghi, Haussener.
Biel: van Pottelberghe; Kreis, Moser; Lindbohm, Rathgeb; Fey, Forster; Tanner, Stampfli; Hischier, Pouliot, Rajala; Hofer, Komarek, Fuchs; Brunner, Cunti, Künzle; Hügli, Gustafsson, Kessler.
Bemerkungen: Lugano ohne Herburger, Morini, Riva (alle verletzt) und Traber (krank), Biel ohne Lindgren und Lüthi (beide verletzt). Lugano von 57:34 bis 57:43 ohne Torhüter.

Damien Brunner landet unsanft im Lugano-Tor. Bild: keystone

Lausanne zahlt Tribut für das stressige Pensum. Die Waadtländer bestritten in den letzten 14 Tagen 8 Spiele und holten dabei lediglich einen Sieg in der regulären Spielzeit. In der Malley-Halle bedeutete das 4:5 nach Penaltyschiessen gegen Fribourg-Gottéron bereits die vierte Niederlagen hintereinander. Und noch immer muss Lausanne im Durchschnitt fünf Partien auf die Konkurrenz aufholen.

Lausanne führte gegen Gottéron 1:0 und holte im zweiten Abschnitt einen 1:3-Rückstand auf. Insgesamt rannten die Waadtländer aber 39 Minuten lang Rückständen hinterher. Christoph Bertschy glich acht Minuten vor Schluss zum 4:4 aus. Lausanne vermochte sich indes nicht zu belohnen, weil sich der LHC in der Defensive zu viele Aussetzer leistete.

Die wichtigsten Goals gelangen Chris DiDomenico und Yannick Herren für Freiburg im Penaltyschiessen. Beide hatten schon in der regulären Spielzeit für Gottéron getroffen.


1 Zuschauer. - SR Stricker/Stolc, Altmann/Wolf.
Tore: 2. (1:05) Malgin (Hudacek, Heldner) 1:0. 3. (2:42) Walser (Jörg) 1:1. 10. Herren (Bykow) 1:2. 27. Bougro 1:3. 29. Bertschy (Emmerton) 2:3. 36. Kenins (Bozon/Powerplaytor) 3:3. 40. (39:06) DiDomenico (Sprunger, Desharnais/Powerplaytor) 3:4. 52. Bertschy 4:4.
Penaltyschiessen: Hudacek 1:0, DiDomenico 1:1; Bertschy -, Mottet -; Malgin -, Herren 1:2; Almond -, Desharnais -; Emmerton -.
Strafen: 3mal 2 plus 5 Minuten (Kenins) plus Spieldauer (Kenins) gegen Lausanne, 5mal 2 plus 10 Minuten (DiDomenico) gegen Fribourg-Gottéron.
PostFinance-Topskorer: Malgin; Mottet.
Lausanne: Stephan; Krueger, Barberio; Heldner, Frick; Grossmann, Marti; Vouardoux, Mémeteau; Hudacek, Malgin, Gibbons; Bertschy, Emmerton, Kenins; Bozon, Almond, Douay; Krakauskas, Froidevaux, Schneeberger.
Fribourg-Gottéron: Berra; Gunderson, Chavaillaz; Sutter, Jecker; Kamerzin, Abplanalp; Aebischer, Schaller; Bykow, Desharnais, Mottet; Rossi, Walser, Herren; Sprunger, Schmid, DiDomenico; Jörg, Bougro, Jobin.
Bemerkungen: Lausanne ohne Genazzi (gesperrt), Antonietti, Hudon, Jooris, Jäger, Maillard (alle verletzt) und Roth (überzähliger Ausländer), Fribourg-Gottéron ohne Brodin, Furrer, Marchon und Stalberg (alle verletzt). (pre/sda)

Fribourg darf in Lausanne jubeln. Bild: keystone

Die Tabelle:

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