Switzerland

CSL Behring prüft Bau einer neuen Fabrik in Bern

Berns grösster industrieller Arbeitgeber erwägt, im Raum Wankdorf eine neue Fabrik zu bauen: Im Visier hat der australische Pharmakonzern CSL Behring dafür das Familiengartenareal beim Schermenwald. Entschieden ist noch nichts, da Bern im konzerninternen Standortwettbewerb steht. Trotzdem legen die Stadt Bern und die Burgergemeinde als Landbesitzerin dem Konzern schon den roten Teppich aus: Die Burger haben ihren Mietvertrag mit der Stadt für das Areal gekündigt, die Stadt hat die Verträge mit den Pächtern von 130 Parzellen vorsorglich auf Ende 2020 aufgelöst.

Neues Herz-Kreislauf-Medikament

Laut einer Konzernsprecherin hat CSL Behring zurzeit zwar «keine konkreten Pläne» für das Familiengartenareal. Man sei aber im Gespräch mit der Burgergemeinde, «da wir jede Möglichkeit prüfen, die sich uns in der Umgebung zum Wankdorf bietet.» Klar ist, dass die CSL-Produktepipeline derzeit mit rund drei Dutzend neuen Medikamenten gefüllt ist – und dass CSL-Standortleiter Martin Schären die Produktion eines oder mehrerer dieser neuen Präparate gerne nach Bern holen möchte. Hier getestet und zur Marktreife gebracht werden könnte etwa bald ein neues Herz-Kreislauf-Medikament mit dem Projektnamen CSL112. Wegen der Platznot der CSL-Fabrik im Wankdorf benötigt Schären dafür Bauland wie jenes am Schermenweg.

Hochqualifizierte Arbeitsplätze

Für die neue Fabrik würde der Konzern wohl einen dreistelligen Millionenbetrag aufwerfen. Stadt und Kanton Bern brächte sie neue hoch qualifizierte Arbeitsplätze und Steuereinnahmen. CSL Behring betreibt heute Fabriken in Australien, den USA, China Deutschland und jene in Bern. Zudem befindet sich derzeit ein 1-Milliarden Werk im bernischen Lengnau im Bau.

Schonfrist für Familiengärten

Sollten sich die Pläne des Konzerns am Schermenweg nicht konkretisieren, könnte das Areal aus Sicht der Stadt weiter für Familiengärten genutzt werden. Aber auch wenn der Konzern in Bern baut, bleibt den Familiengärtnern noch eine Schonfrist: Bei Stadtgrün Bern geht man davon aus, dass die Gärten trotz der vorsorglichen Kündigung auf Ende 2020 «sicher bis Ende 2022 bewirtschaftet werden können».

Morgen auf derbund.ch und in der Printausgabe: weitere Hintergründe und Reaktionen der Schrebergärtner auf dem Schermenareal.

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