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Coronavirus weltweit: Zwei Corona-Fälle auf Charterflug zu Australian Open, Biden will mehr Tempo bei Corona-Impfaktion in den USA machen

Die neusten Entwicklungen

Über 93,7 Millionen Menschen sind laut der Johns-Hopkins-Universität weltweit positiv auf das Virus getestet worden. Über zwei Millionen Infizierte sind verstorben, über 51,6 Millionen genesen.

Dreizehn internationale WHO-Experten sind zur Untersuchung des Ursprungs des Coronavirus am Donnerstag (14. 1.) in der chinesischen Stadt Wuhan eingetroffen. Zwei weitere Wissenschafter stecken in Singapur fest.

Dreizehn internationale WHO-Experten sind zur Untersuchung des Ursprungs des Coronavirus am Donnerstag (14. 1.) in der chinesischen Stadt Wuhan eingetroffen. Zwei weitere Wissenschafter stecken in Singapur fest.

Wu Hong / EPA

Die neusten Entwicklungen

  • Bei zwei Personen, die mit Turnierteilnehmern und weiteren Beteiligten auf einem Charterflug von Los Angeles nach Melbourne zum Australian Open waren, ist am Samstag (16. 1.) das Coronavirus nachgewiesen worden. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Verweis auf die Posts von zwei Spielern auf sozialen Medien. In ganz Australien wurde am Samstag lediglich eine im Land übertragene Neuinfektion bekannt. Die Entdeckung der Fälle bedeutet nun für die Spieler, dass sie nicht wie geplant fünf Stunden pro Tag auf dem Platz spielen können, sondern stattdessen zwei Wochen in Hotel-Quarantäne verbringen und in ihren Zimmern trainieren müssen. Australien hatte trotz strikter Einreisebestimmungen 1200 Personen – Spieler, ihr Personal und andere Tennis-Vertreter – unter bestimmten Bedingungen die Einreise gestattet. Von offizieller Seite gab es zunächst keine Stellungnahme. 
  • Der künftige amerikanische Präsident Joe Biden will das Tempo der Corona-Impfaktion im Land deutlich beschleunigen. Biden kündigte am Freitag (15. 1.) ein Bündel an Massnahmen an. Unter anderem soll die Katastrophenschutzbehörde Fema beim Aufbau von Impfzentren helfen. Mobile Impfstationen sollen in entlegene Gebiete geschickt werden. Ausserdem sollen die Apotheken eingespannt werden, um Impfungen zu verabreichen. Biden plädierte dafür, nicht nur Mitarbeitern aus dem Gesundheitswesen sowie Bewohnern und Angestellten in Pflegeheimen Vorrang zu geben, sondern Impfungen schon jetzt auch für andere risikobehaftete Berufsgruppen und Bürger ab 65 Jahren anzubieten. Biden kündigte am Freitag ausserdem an, dass er Dr. Francis Collins an der Spitze der National Institutes of Health (NIH) beibehalten werde. Dies geht aus einer Pressemeldung von Bidens Übergangsteam hervor. Collins wurde unter dem früheren Präsidenten Barack Obama 2009 in das Amt an der Spitze der wichtigsten Institute zur gesundheitspolitischen Forschung berufen.
  • Die Corona-Krise und die mit ihr verbundenen weltweiten Reisebeschränkungen haben laut den Vereinten Nationen auch die Migrationsbewegungen gebremst. Vorläufige Schätzungen deuteten darauf hin, dass die Pandemie das Wachstum der Anzahl internationaler Migranten bis Mitte 2020 um rund zwei Millionen verlangsamt haben könnte, teilten die Vereinten Nationen am Freitag (15. 1.) mit.
  • Hunderttausende von Menschen haben Grossbritannien wegen der Pandemie verlassen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Economic Statistics Centre of Excellence in London. Wirtschaftliche Probleme infolge der Pandemie führten zu einer Rückwanderung ausländischer Arbeitskräfte, die von Arbeitsplatzverlust überproportional betroffen seien. Landesweit könnten im vergangenen Jahr mehr als 1,3 Millionen Menschen das Land verlassen haben. Für London schätzt die Studie einen Rückgang um 700 000 Einwohner. Dies wäre laut den Forschern der grösste Rückgang der britischen Einwohnerzahl seit dem Zweiten Weltkrieg.
  • Spanien hat erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 40 000 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Wegen der bereits seit Wochen anziehenden Zahlen beschlossen am Freitag (15. 1.) mehrere Regionen, darunter die Hauptstadt Madrid, eine Verschärfung der Massnahmen. Zudem wird die Zahl der in Madrid abgesperrten Gebiete, die man nur mit triftigem Grund verlassen oder betreten werden darf, auf insgesamt 19 Gemeinden und 47 kleinere Bezirke erhöht. Die Zahl der innert 24 Stunden gemeldeten Todesfälle war am Freitag mit 235 relativ gering. Wegen der hohen Fallzahlen wurde die vorgezogene Neuwahl des Parlaments der spanischen Konfliktregion Katalonien, wo es anhaltende Bestrebungen nach Unabhängigkeit gibt, am Freitag vom 14. Februar auf den 30. Mai verschoben worden. 
  • Die italienische Regierung hat zahlreiche Beschränkungen für die Bürger und Reiseverbote im gesamten Land verlängert. Ab Sonntag könnten die Lombardei, Sizilien und die autonome Provinz Bozen wieder zur Roten Zone erklärt werden, was einem Lockdown entspricht. Zudem bleiben die nächtliche Ausgangssperre und die Maskenpflicht im Alltag bestehen. Schüler der höheren Jahrgangsstufen sollen jedoch ab Montag wieder in die Schule gehen können. Der in einer Regierungskrise steckende Ministerpräsident Giuseppe Conte unterschrieb dazu am Freitag (15. 1.) ein Dekret. Ausserdem beschloss der Ministerrat ein Corona-Hilfspaket in Höhe von 32 Milliarden Euro.  
  • Der designierte amerikanische Präsident Joe Biden hat am Donnerstag (14. 1.) Pläne für ein neues Corona-Hilfspaket im Umfang von 1,9 Billionen Dollar vorgestellt. Neben Direktzahlungen an Bürger beinhaltet das Paket eine Ausweitung der Arbeitslosenhilfe, Hilfen für kleine Betriebe und erweiterte Krankengeldregelungen. Auch Impfungen und Corona-Tests will Biden weiter vorantreiben. Zudem verkündete der demokratische Politiker, dass der ehemalige Chef der Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) David Kessler wissenschaftlicher Leiter des Corona-Teams im Weissen Haus werden soll. Zum Bericht
  • Das amerikanische Pharmaunternehmen Pfizer hat laut Angaben der norwegischen Behörden vor anstehenden Lieferkürzungen bei dem gemeinsam mit dem Mainzer Unternehmen Biontech entwickelten Impfstoff gegen das Coronavirus gewarnt. Die vorübergehende Kürzung werde alle europäischen Länder betreffen, erklärte am Freitag (15. 1.) das staatliche Gesundheitsinstitut in Oslo. Die Kürzungen würden ab kommender Woche erfolgen, Pfizer wolle in der Zeit seine Produktionskapazitäten verbessern.
  • Russland erachtet den Höhepunkt der zweiten Welle als überwunden und öffnet die Schulen wieder. Ab nächster Woche sollen Jugendliche in ganz Russland zurück in ihre Klassenzimmer, das teilten die Behörden am Freitag (15. 1.) mit. Schüler im Teenageralter mussten seit Oktober im Fernunterricht lernen. Nun öffnen alle Schulen, mit Ausnahme von zehn Instituten, die unter Quarantäne stehen, wie der Bildungsminister Sergei Krawtsow gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax sagte. Russland weist die vierthöchste Anzahl von Covid-19-Fällen weltweit auf.
  • In China ist die Zahl der Infektionen so hoch wie seit über zehn Monaten nicht mehr. Das zeigten Zahlen vom Freitag (15. 1.) nach einem Ausbruch in der Provinz Hebei im Nordosten des Landes. Über 28 Millionen Menschen befinden sich derzeit in einem Lockdown. Regionale Regierungen sowie Unternehmen fordern die Bevölkerung auf, für die chinesischen Neujahrsfeierlichkeiten vom Februar, nicht zu ihren Familien zu reisen und bieten sogar finanzielle Anreize dafür an. Am Donnerstag hatte China den ersten Covid-19-Toten seit April 2020 gemeldet. Laut der Nachrichtenagentur Reuters wurden in China bereits rund 10 Millionen Impfdosen verabreicht.
  • In Israel wurden zum vierten Mal in Folge über 9000 Infektionen innerhalb von 24 Stunden registriert. Das Gesundheitsministerium teilte am Freitag (15. 1.) 9172 neue Fälle mit. Israel steckt mitten in einer dritten Corona-Welle. Seit einer Woche gilt ein zweiwöchiger harter Lockdown mit Massnahmen wie der Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Der Corona-Beauftragte Nachman Asch hat bereits eine Lockdown-Verlängerung um eine Woche in den Raum gestellt. Experten rechnen mit baldigen Effekten der vor knapp einem Monat angelaufenen Impfkampagne. Etwas mehr als zwei Millionen Menschen erhielten in Israel bisher eine erste Dosis. 

In Irland gab es in den letzten zwei Wochen die meisten Neuinfektionen pro Kopf

Neu bestätigte Infektionen und Todesfälle in den letzten 14 Tagen, pro 100 000 Einwohner, nach Land

Land Tote
Irland 1468,6 5,2
Tschechien 1391,5 21,4
Israel 1199,4 6,1
Grossbritannien 1163,4 18,9
Slowenien 1128 19,2
Panama 1065,3 15,1
Portugal 1012,7 14,4
USA 1002,9 13
Litauen 854,4 31,8
Libanon 812,2 4,6

Die Entwicklungen in der Schweiz finden Sie hier.

Die Entwicklungen in Deutschland finden Sie hier.

Die wichtigsten Antworten zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus finden Sie hier.

Die zweite Welle hat Europa fest im Griff. In vielen Ländern wurden die Massnahmen wieder verschärft. Frankreich und Grossbritannien gingen zum zweiten Mal in den Lockdown.

Wo Covid-19 in Europa am stärksten verbreitet ist

Coronavirus-Fälle pro 100 000 Einwohner in der letzten Woche, nach Region

In Deutschland steigen die Zahlen der Neuinfektionen stark. Bund und Länder haben am 5. Januar eine Verlängerung des zweiten Lockdowns und eine Verschärfung der bestehenden Massnahmen beschlossen. Private Treffen sollen künftig nur noch mit einer Person, die nicht zum eigenen Haushalt gehört, möglich sein. Die bisher geltenden Ausnahmen für Kinder im Alter bis zu 14 Jahren gibt es nicht mehr. Die Länder sollen zudem für Kreise, in denen sich binnen sieben Tagen mehr als 200 Menschen pro 100 000 Einwohner neu infiziert haben, den Bewegungsradius der Bürger auf 15 Kilometer um den Wohnort begrenzen. Präsenzunterricht ist bis Ende Januar nicht möglich, auch Kitas bleiben zu. Abgesehen von Lebensmittelläden und anderen Geschäften für den täglichen Bedarf bleibt der Einzelhandel weiter geschlossen. Am 27. Dezember wurde mit flächendeckenden Impfungen begonnen.

Die Zahl der Infizierten in Deutschland bleibt auf hohem Niveau

Bestätigte Coronavirus-Fälle in Deutschland, nach Status der Patienten (in Millionen)

Genaueres zur Situation in Deutschland erfahren Sie hier.

In Frankreich gilt seit Ende Oktober ein neuer Lockdown. Bars und Gaststätten bleiben bis am 20. Januar geschlossen. Der Detailhandel ist allerdings seit Ende November wieder geöffnet. Allgemein soll von zu Hause aus gearbeitet werden. Spazieren darf man nur im Umkreis von 20 Kilometern zur eigenen Wohnung während dreier Stunden pro Tag. Seit Dezember 2020 gilt landesweit eine Ausgangssperre. Im Januar wurde sie um zwei weitere Stunden verlängert und muss nun von 18 bis 6 Uhr eingehalten werden. Am 25. Dezember wurde die in Grossbritannien entdeckte Mutation des Coronavirus auch in Frankreich bestätigt.

In Österreich wurde der bis zum 18. Januar geplante Lockdown bis zum 24. Januar verlängert. Schulen mussten auf Online-Unterricht umstellen, Geschäfte und Gastronomiebetriebe müssen geschlossen bleiben, das Verlassen des privaten Wohnraums ist nur aus triftigen Gründen erlaubt. Lockerungen soll es für Bürger geben, die sich an den Mitte Januar geplanten Corona-Massentests beteiligen. Auch die Einreisebeschränkungen aus weltweit fast allen Staaten bleiben in Kraft. Fast jeder, der aus einem Corona-Risikogebiet wie Deutschland einreist, muss in eine bis zu zehn Tage dauernde Quarantäne.

In Italien hat die Regierung den Notstand bis zum 30. April verlängert. Das Land überschritt im November 2020 die Schwelle von einer Million registrierter Corona-Fälle, im Januar 2021 hatte sich die Zahl bereits auf über 2 Millionen verdoppelt. Seit dem 24. Dezember gelten verschärfte Massnahmen, quasi ein Lockdown. Läden, Bars und Restaurants müssen an den meisten Tagen geschlossen bleiben. Offen haben Geschäfte für den täglichen Bedarf wie Supermärkte und Apotheken. Das Haus dürfen die Menschen nur unter bestimmten Bedingungen verlassen. Bis 15. Februar dürfen sich Menschen weiterhin nicht frei zwischen den Regionen bewegen. Die Regierung hat Italien in drei Gefahrenzonen eingeteilt, mit je nach Zone unterschiedlich strengen Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Ende Dezember wurde mit Corona-Impfungen begonnen.

In Spanien hat das Parlament den Notstand bis Mai 2021 verlängert. Damit kündigten mehrere Regionen eine Abriegelung ihres Territoriums an, unter anderem Katalonien mit der Metropole Barcelona, Madrid sowie Kantabrien. In Madrid wird am Montag (18. 1.) die nächtliche Ausgehsperre um eine Stunde auf 23 Uhr vorgezogen. Nach einem regionalen Infektionsrekord auf den Balearen sind auf Mallorca seit dem 12. Januar alle Restaurants, Bars und Cafés sowie auch alle Kaufhäuser, Einkaufs- und Fitnesszentren für zwei Wochen geschlossen. Seit Ende Juli gilt eine umfassende Maskentragpflicht, nicht nur in geschlossenen öffentlichen Räumen, sondern auch im Freien – ausser auf den Kanarischen Inseln. Nach dem Einsetzen der Impfkampagne am 27. Dezember kündigte der Gesundheitsminister Salvador Illa an, dass alle Bürger, die sich nicht gegen Corona impfen lassen wollen, in einem Register erfasst würden. Dieses sei nicht öffentlich, und der Datenschutz werde rigoros sein, aber die Daten würden «europäischen Partnern» zur Verfügung gestellt.

Das Vereinigte Königreich hat durch die Corona-Pandemie eine der höchsten Todesraten in Europa zu beklagen. Seit einigen Wochen breitet sich im Südosten Englands ausserdem eine neue Virus-Variante aus, die laut ersten Erkenntnissen ansteckender ist als bisherige Varianten. Nach zunächst stufenweisen Verschärfungen hat die britische Regierung deshalb für England einen erneuten Lockdown verhängt. Das Haus darf nur noch für notwendige Aktivitäten wie Arztbesuche oder die Arbeit verlassen werden. Schulen müssen schliessen. Die Massnahmen sollen voraussichtlich bis Ende März in Kraft bleiben. Kurz zuvor wurde bereits in Schottland ein weitgehender Lockdown angeordnet. Ähnliche rigorose Einschränkungen des öffentlichen Lebens gelten ausserdem auch in Wales und Nordirland.

Am 8. Dezember begann Grossbritannien mit der Impfung von Risikogruppen. Breitere Bevölkerungsschichten werden seit dem 4. Januar geimpft, neuerdings auch in Apotheken. Als erstes westliches Land hatte das Vereinigte Königreich Anfang Dezember die Notfallzulassung für den Impfstoff von Pfizer/Biontech erteilt, auch der Moderna-Impfstoff findet seit dem 8. Januar Verwendung.

Bestätigte Coronavirus-Fälle seit Beginn der Pandemie in europäischen Ländern, absolut, nach Status der Patienten (in Millionen)

0123RusslandGrossbritannienFrankreichItalienSpanienDeutschlandPolenUkraineNiederlandeTschechienRumänienBelgienSchwedenPortugalSchweizÖsterreichSerbienUngarnGeorgienKroatien

Belgien hat eine der höchsten Todesraten weltweit. Wegen der dramatisch gestiegenen Fallzahlen traten Anfang November neue Massnahmen in Kraft. Personen dürfen ausserhalb des eigenen Haushalts nur noch zu einer anderer Person engeren Kontakt pflegen. Ausgenommen sind Alleinstehende, die zwei sogenannte «Kuschelkontakte» haben dürfen. Die Massnahmen wurden bis am 15. Januar verlängert.

Schweden wird wegen hoher Fallzahlen von den meisten Nachbarn und EU-Ländern weitgehend isoliert, mit Ausnahme von Dänemark. Der im internationalen Vergleich sehr lockere Sonderweg Schwedens führte bisher zu viermal mehr Todesfällen als im restlichen Skandinavien. Im November hat das Land jedoch mehrmals schärfere Regeln eingeführt. Bei Treffen in der Öffentlichkeit gilt eine Höchstgrenze von acht Personen.

Die Niederlande haben Mitte Dezember angesichts dramatisch steigender Infektionszahlen den bisher härtesten Lockdown für ihr Land seit Beginn der Pandemie verhängt. Die strengen Massnahmen sollen bis zum 19. Januar dauern. Erstmals müssen auch Geschäfte – ausser jene für den täglichen Bedarf – schliessen. Kinos, Theater und Museen sowie Friseure, Fitnessstudios und Schwimmbäder sind ebenfalls zu. Bürger dürfen sich pro Tag nur noch mit zwei anderen Personen treffen.

In Dänemark dürfen sich seit Ende Oktober nicht mehr als zehn Personen an einem Ort versammeln. Zudem hat das Land mitten im Weihnachtsgeschäft alle Einkaufszentren, Restaurants, Bars und Geschäfte mit nicht lebensnotwendigen Gütern geschlossen. Die Bevölkerung ist aufgefordert, ihre persönlichen Kontakte auf zehn Personen zu beschränken. Zudem kann man nur noch aus triftigen Gründen aus allen Ländern der Welt einreisen. Die Massnahmen gelten bis am 17. Januar.

Die Norweger dürfen seit Ende Oktober nicht mehr als fünf Gäste in ihren eigenen vier Wänden begrüssen. Reisende aus Ländern mit hohen Infektionsraten müssen einen negativen Corona-Test vorweisen und zehn Tage in Quarantäne gehen. Ausgenommen sind Berufspendler aus Schweden und Finnland.

Die Todesfälle in ausgewählten europäischen Ländern

Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), Schweiz, Österreich, Deutschland sowie fünf europäische Länder mit den meisten Todesfällen

Die Todesfälle in ausgewählten europäischen Ländern - Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), Schweiz, Österreich, Deutschland sowie fünf europäische Länder mit den meisten Todesfällen

Russland hat Mitte August den weltweit ersten Corona-Impfstoff zugelassen. Anfang September wurden im Rahmen der Phase-III-Studie für den Corona-Impfstoff «Sputnik V» Freiwillige geimpft. Bis Ende Jahr sollen zwei Millionen Impfdosen bereitstehen. In der Hauptstadt Moskau wurde als erster Metropole Anfang Dezember mit grossangelegten Impfungen begonnen. In Russland gilt eine allgemeine Maskenpflicht, einen nationalen Lockdown sieht Präsident Wladimir Putin jedoch nicht vor. In Moskau dürfen Senioren über 65 Jahre ihr Haus allerdings bis am 15. Januar nicht verlassen. Mehr als 800 000 Menschen sind bis Anfang Januar in Russland gegen das Coronavirus geimpft worden.

In Ungarn gilt zwischen 20 und 5 Uhr eine Ausgangssperre. Die Massnahmen sollen bis 1. Februar gelten. Ungarn hat am 28. Dezember 6000 Dosen des russischen Coronavirus-Impfstoffs erhalten, um über dessen Verwendung zu entscheiden. Laut der Regierung in Budapest könnte die Massenproduktion von Sputnik V in Ungarn im kommenden Jahr beginnen, falls sich der Impfstoff als sicher und effektiv herausstellt. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat den russischen Impfstoff noch nicht analysiert. Ungarn hat begonnen, erste Menschen mit dem Biontech/Pfizer-Vakzin zu impfen.

Tschechien ist stark betroffen von einer zweiten Welle. Nachdem die strengen Massnahmen wegen sinkender Fallzahlen Anfang Dezember gelockert worden sind, hat die Regierung diese bereits Mitte Dezember wegen erneut steigender Infektionszahlen wieder verschärft.

Polen hat das öffentliche Leben stark eingeschränkt. Ab dem 28. Dezember sind in Einkaufszentren und Einrichtungen von über 2000 Quadratmetern Einzelhandel und Dienstleistungen geschlossen. Ausnahmen gelten hauptsächlich für Lebensmittel, Drogerien, Apotheken, Friseure und Banken. Es gilt eine landesweite Maskenpflicht, auch im Freien.

Die Slowakei startet in das neue Jahr mit verschärften Corona-Massnahmen. Die Menschen dürfen sich vom Neujahrstag an nicht mehr mit Leuten aus fremden Haushalten treffen. Zudem dürfen die Slowaken ihren jeweiligen Landkreis nur noch in Ausnahmefällen verlassen. Dies gilt zunächst bis zum 24. Januar.

In Serbien stiegen die Infektionszahlen ab Anfang Oktober zu einer dritten Welle an, die sehr viel heftiger war als die ersten beiden. Es gilt eine Maskenpflicht, wenn in der Öffentlichkeit Mindestabstände nicht eingehalten werden können. Private Treffen sind auf fünf Personen beschränkt.

Die Regierung Kosovos hat Anfang November einen teilweisen Lockdown verfügt. Öffentliche Veranstaltungen sind untersagt.

Griechenland zählt durchschnittlich eher weniger Corona-Fälle als andere EU-Länder, verfügt aber nicht über viele Intensivbetten – und die meisten sind belegt. Aus diesem Grund hat die Regierung am 7. Dezember den seit Anfang November geltenden Lockdown bis zum 18. Januar verlängert. Gastronomie, Bars und Nachtlokale sowie die Gerichte bleiben geschlossen, die Schulen öffneten am 11. Januar wieder. Zudem sind Reisen von einer Region des Landes in eine andere ohne wichtigen Grund verboten. Wer ohne triftigen Grund ausser Haus oder ohne Maske erwischt wird, muss eine saftige Busse zahlen. Auch die Ausgangssperre zwischen 21 Uhr und 5 Uhr bleibt bestehen. Wer per Flugzeug in das Land einreist muss seit dem 8. Januar in eine siebentägige Quarantäne, die Regelung gilt bis mindestens 21. Januar.

Die USA sind das Land mit den weltweit am meisten bestätigten Corona-Fällen, rund einem Viertel aller weltweit verzeichneten Ansteckungen. Am 1. Januar wurde die Schwelle von 20 Millionen Infektionsfällen überschritten. Der amtierende Präsident Donald Trump verlängerte am 31. Dezember die Aussetzung der Vergabe bestimmter Arbeitsvisa und Green Cards in den USA. Sein Nachfolger Joe Biden und dessen Vizepräsidentin Kamala Harris haben einen 7-Punkte-Plan aufgestellt, um die Pandemie auf nationaler Ebene zu bekämpfen. Biden strebt unter anderem eine landesweite Maskenpflicht an. Er liess sich am 21. Dezember vor laufenden Kameras mit dem Impfstoff von Pfizer/Biontech impfen. Die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC hat landesweit bis Anfang Januar rund 4,2 Millionen Coronavirus-Impfdosen verabreicht.

Die USA haben weltweit absolut die meisten Coronavirus-Infektionen

Bestätigte Coronavirus-Fälle in den USA, nach Status der Patienten (in Millionen)

Für Kanada besteht derzeit eine Einreisesperre. Je nach Region ist das Tragen einer Maske in öffentlichen Innenräumen und Verkehrsmitteln Pflicht.

Die Todesfälle in Nordamerika

Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), nordamerikanische Länder

Die Todesfälle in Nordamerika - Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), nordamerikanische Länder

In Lateinamerika haben trotz monatelanger Quarantäne viele Länder den Höhepunkt der Pandemie noch nicht erreicht. Regionale Charakteristiken geben Erklärungen dafür: Mehr als die Hälfte der Beschäftigten arbeitet in Lateinamerika im informellen Sektor. Es handelt sich um Hausangestellte oder Strassenhändler. Ausgangssperren sind für sie keine Option. Sie müssen das Haus verlassen, um Geld zu verdienen. Viele Menschen leben in den Armenvierteln von Ballungszentren auf engem Raum, was die Verbreitung des Virus begünstigt.

Diese fünf lateinamerikanischen Länder verzeichnen die meisten Toten

Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), fünf mittel- und südamerikanische Länder mit den meisten Todesfällen

Diese fünf lateinamerikanischen Länder verzeichnen die meisten Toten - Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), fünf mittel- und südamerikanische Länder mit den meisten Todesfällen

Die Ausbreitung des Coronavirus in Mexiko, Peru, Chile, Argentinien und Ecuador hat lange wenig internationale Aufmerksamkeit erhalten.

Argentinien hatte Mitte März Ausgangssperren verhängt, womit die Ausbreitung des Virus gebremst werden konnte. Die Anzahl Infektionen stieg im Herbst aber wieder an. Trotzdem erlaubt Argentinien seit Ende Oktober erstmals seit April wieder internationale Flüge und öffnet die Grenzen zu Brasilien.

Brasilien ist nach den USA und Indien das Land mit den drittmeisten Infizierten und verzeichnet am zweitmeisten Corona-Tote (Stand 8. Januar). Brasilien testet wenig, weshalb von einer höheren Dunkelziffer auszugehen ist. Besonders betroffen von Infektionen sind indigene Volksgruppen. Trotz den hohen Ansteckungszahlen sind die Grenzen für Flugreisende aus dem Ausland wieder geöffnet, die Einreise auf dem Landweg ist beschränkt. Veranstaltungen zu Silvester, wie an der Copacabana, und der Karneval in Rio wurden abgesagt. Am 28. Dezember wurden zusätzlich die Strände für Silvester gesperrt. Betroffen von den neuen Einschränkungen sind 30 Kilometer Küstenlinie.

Aus Brasilien wurde zudem eine neue Mutation entdeckt. Sie zeigt Ähnlichkeiten mit jenen aus Grossbritannien und Südafrika, die besonders ansteckend sind. Wie der britische Transportminister Grant Shapps mitteilte, gehen Forscher davon aus, dass die entwickelten Impfstoffe auch gegen die Variante aus Brasilien wirksam sind.

Neben den Ländern mit dramatischem Verlauf gibt es in Lateinamerika einen Staat, der die Pandemie bisher erstaunlich gut überstanden hat: Uruguay. Die Grenzen sind geschlossen. Es ist das erste Mal überhaupt, dass keine Touristen und Gäste in das Land einreisen dürfen.

Diese fünf asiatischen Länder verzeichnen die meisten Toten

Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), fünf asiatische Länder mit den meisten Todesfällen

Diese fünf asiatischen Länder verzeichnen die meisten Toten - Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), fünf asiatische Länder mit den meisten Todesfällen

China war Anfang des Jahres das Zentrum der Pandemie. Durch einschneidende Massnahmen hat das Land das Virus unter Kontrolle bekommen – wie viele andere asiatische Länder auch. Allerdings steigen in vielen Regionen Asiens die Infektionszahlen wieder. Auch in China kommt es immer wieder zu lokalen Ausbrüchen. Mitte Januar meldete das Land den ersten Covid-19-Toten seit April 2020. China reagiert auf lokale Infektionen mit Massentests, lokalen Lockdowns und rigider Nachverfolgung der Infektionsketten.

Indien liegt bezüglich Infektionszahlen weltweit auf Platz zwei der meistbetroffenen Länder. Am 19. Dezember überschritt das Land die Grenze von 10 Millionen Infizierten. Trotzdem lockert das Land die Einschränkungen, da Millionen von Menschen arbeitslos geworden sind. Laut einer Erhebung im Auftrag der indischen Regierung hat fast jede dritte Person in der Hauptstadt Delhi Antikörper gegen das Coronavirus im Blut. Die Todesrate ist trotz der hohen Infektionsrate niedriger als in vielen anderen Ländern. Das könnte mit der relativ jungen Bevölkerung Indiens zusammenhängen. Allerdings ist hierbei auch zu beachten, dass in Indien viele Tote nie erfasst werden und die Testrate tief ist. Derzeit trifft die indische Regierung Vorbereitungen für die Impfung von etwa 300 Millionen Menschen, die noch im Januar beginnen soll.

Südkorea gilt wegen seiner Test- und Quarantänemassnahmen als Vorbild. Das Land hat die Pandemie trotz gelegentlichen Ausbrüchen insgesamt gut unter Kontrolle und musste nie einen landesweiten Lockdown durchführen. Wegen steigender Fallzahlen hat das Land im November jedoch erneut Beschränkungsmassnahmen angeordnet.

Nordkorea zählt zu den wenigen Ländern weltweit, die bisher keine Corona-Infektionen bestätigt haben. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) führt Nordkorea Tests durch, die Schulen sind geschlossen, im öffentlichen Leben gilt eine Maskenpflicht.

Japan verzeichnet seit Dezember steigende Infektionszahlen, vor allem im Grossraum Tokio. Für vier Präfekturen im Grossraum Tokio wurde erneut der Ausnahmezustand ausgerufen. Er soll einen Monat dauern. Japan hatte diesen zuletzt im April 2020 ausgerufen. Einen harten Lockdown hat es zu keinem Zeitpunkt gegeben. Rechtlich bindend waren die Aufforderungen der Behörden bisher nicht, stattdessen setzt man auf Freiwilligkeit. Derweil laufen die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele, die im Sommer stattfinden sollen.

In Australien wurden Mitte Dezember die ersten Fälle eines neuen Ausbruchs in Sydney bekannt. Das führte zu neuen Grenzschliessungen zwischen den Gliedstaaten. Zudem befinden sich seit dem 20. Dezember wieder Hunderttausende von Einwohnern aus Vororten von Sydney in einem harten Lockdown. Der Ursprung des dortigen Ausbruchs mit bisher rund 150 Fällen ist noch nicht bekannt. Eine genetische Analyse des Virus hat aber ergeben, dass es sich um eine bisher in Australien noch nicht gefundene Variante aus dem Ausland, wahrscheinlich aus den USA, handelt. Auch in Brisbane gilt seit dem 8. 1. ein dreitägiger strenger Lockdown, um die Verbreitung der neuen Virusvariante aus Grossbritannien zu stoppen. Die australischen Behörden testen regelmässig die Abwassersysteme in den Städten, um mögliche Hotspots schon früh zu entdecken. Neuseeländer aus Corona-freien Landesteilen dürfen quarantänefrei einreisen. Für andere Touristen aus dem Ausland bleiben die australischen Grenzen bis mindestens Mitte 2021 geschlossen.

Neuseeland konnte das Coronavirus bereits zweimal unter Kontrolle bringen. Zurzeit werden nur sehr wenige Neuinfektionen verzeichnet. Mittlerweile sind die meisten Massnahmen im Land aufgehoben. Trotzdem gelten für Ausländer, die das Land besuchen wollen, nach wie vor Beschränkungen. Nur Neuseeländer und Australier sowie Personen mit einer permanenten Aufenthaltsgenehmigung dürfen einreisen. Für andere können Sondergenehmigungen erteilt werden. Alle Einreisenden müssen sich für zwei Wochen in Hotel-Quarantäne begeben.

Fidschi und andere Inselstaaten im Südpazifik haben internationale Flüge gestrichen und weisen Kreuzfahrtschiffe ab. Es gibt vereinzelte Fälle.

Über Monate war die Antarktis einer der letzten Coronavirus-freien Kontinente gewesen. Doch Mitte Dezember wurden auf Chiles Forschungsstation «Bernardo O’Higgins Riquelme» mindestens drei Dutzend Infizierte registriert, nämlich 26 Mitglieder des Militärs und 10 zivile Personen einer Wartungsfirma. Strenge Massnahmen hatten zuvor dazu beigetragen, einen Corona-Ausbruch zu vermeiden.

Diese fünf Länder im Nahen Osten verzeichnen die meisten Toten

Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), fünf Länder aus dem Nahen Osten mit den meisten Todesfällen

Diese fünf Länder im Nahen Osten verzeichnen die meisten Toten - Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), fünf Länder aus dem Nahen Osten mit den meisten Todesfällen

Die Corona-Krise trifft die Länder im Nahen Osten unterschiedlich stark. Einige wohlhabende Länder, vor allem Israel und die Golfstaaten, können ihre Gesundheitssysteme der Lage anpassen.

Iran hatte sich kurz nach Beginn der Pandemie zu einem der am stärksten betroffenen Länder weltweit entwickelt. Die Regierung erliess Reisebeschränkung innerhalb und ausserhalb der Landesgrenzen. Schulen, Moscheen, Geschäfte und Restaurants sind seit Anfang Oktober geschlossen. Weil die Fallzahlen im November wieder stark anstiegen, verhängte die Regierung in der Hauptstadt Teheran und 160 anderen Städten einen strengen Lockdown. Schulen, Universitäten und Basare wurden geschlossen.

Israel befindet sich seit dem 27. Dezember in einem dritten Lockdown und steckt mitten in einer dritten Corona-Welle. Die Zahl der Neuansteckungen befindet sich auf anhaltend hohem Niveau. Angesichts der Ausbreitung der mutierten Variante hatte Israel seine Einreisebeschränkungen verschärft. Kein Land der Welt impft derzeit ausserdem schneller als Israel. Bisher wurden in Israel mehr als 2 Millionen Menschen geimpft.

In der Türkei wird ein bereits seit dem 22. November bestehender Teil-Lockdown weiter verschärft. Es gelten Ausgangssperren für das gesamte Wochenende. Die Schulen sind seit Monaten geschlossen.

In Afrika ist die Todesrate relativ niedrig, was mit den frühen Beschränkungen sowie der mehrheitlich jungen Bevölkerung (60 Prozent sind weniger als 25 Jahre alt) zu tun haben könnte. Wegen der schwachen Gesundheitssysteme und mangelnder Testkapazitäten wird jedoch eine Dunkelziffer bei der offiziellen Zahl der Infektionen vermutet.

Zahlreiche Länder haben Reisebeschränkungen oder Ausgangssperren erlassen. Viele Regierungen in Afrika sind autoritär. Beschränkungen wurden zum Teil unreflektiert verhängt, obwohl viele Menschen von der Hand in den Mund leben. Versicherungen gibt es kaum, versprochene Staatshilfen kommen – wenn überhaupt – zu spät an. Dies führte zu Revolten wie in Kamerun, Simbabwe oder Niger. Die Sicherheitskräfte haben diese bisher gewaltsam niedergeschlagen.

Am stärksten betroffen ist Südafrika. Seit dem 1. Oktober sind die Grenzen wieder geöffnet. Reisende müssen einen negativen Test vorweisen. Ende November stiegen die Zahlen jedoch wieder auf über 4000 Neuinfektionen pro Tag an. Besonders stark betroffen ist die ärmliche Provinz Eastern Cape. Die in Grossbritannien entdeckte Variante des Coronavirus ist auch in Südafrika aufgetreten, weshalb seit dem 21. Dezember viele Staaten den Flugverkehr nach Südafrika eingestellt bzw. eingeschränkt haben. Als erstes Land des Kontinents hat Südafrika Ende Dezember die Marke von einer Million nachgewiesener Corona-Fälle überschritten. Präsident Cyril Ramaphosa kündigte daraufhin Ende Dezember schärfere Restriktionen an, unter anderem für öffentliche Versammlungen. Eine Ausgangssperre gilt nun von 21 bis 6 Uhr. In Südafrika kursiert eine neue Variante von Sars-CoV-2, die als Treiber für die neue Infektionswelle gilt.

In der Europäischen Union und der Schweiz wurde Mitte Dezember der erste von drei Impfstoffen gegen Sars-CoV-2 zugelassen, für die EU durch die EU-Kommission, in der Schweiz durch die Heilmittelbehörde Swissmedic. Die Behörden erteilten der Entwicklung des Mainzer Unternehmens Biontech und seines amerikanischen Partners Pfizer die Marktzulassung. Im Januar wurde in den meisten EU-Staaten und der Schweiz mit dem Impfen begonnen, die Impfkampagnen laufen. Anfang Januar gab die EU und wenige Tage später die Schweiz zudem grünes Licht für den amerikanischen Moderna-Impfstoff. Mit der Zulassung eines weiteren Impfstoffs wird in den kommenden Wochen gerechnet. So hat die britisch-schwedische Firma AstraZeneca die Zulassung für den europäischen Markt für ihren Corona-Impfstoff Mitte Januar beantragt.

Grossbritannien hatte bereits Anfang Dezember mit dem Pfizer-Biontech-Impfstoff zu impfen begonnen und liess am 8. Januar auch Moderna zu. Auch in anderen Ländern weltweit sind die Impfkampagnen inzwischen gestartet: In den USA liess sich der designierte Präsident Joe Biden am 20. Dezember vor laufenden Kameras impfen, in Israel – mittlerweile «Weltmeister» im Impfen - wurde Ministerpräsident Benjamin Netanyahu medienwirksam als Erster geimpft.

Die WHO hat am 31. Dezember dem Impfstoff von Pfizer/Biontech eine Notfallzulassung erteilt. Das Vakzin ist somit das erste in der Geschichte der WHO, das eine Notfallzulassung erhält. Mit der WHO-Zulassung können Uno-Organisationen den Impfstoff einkaufen und verteilen. Ebenso können Länder, die keine eigenen Kapazitäten für solche wissenschaftlichen Prüfungen haben, aufgrund der Vorarbeit der WHO eine Zulassung in ihrem Land erteilen.

Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Corona-Impfung finden Sie hier.

Die Pandemie hat 2020 zu einem Weltwirtschaftseinbruch von historischem Ausmass geführt. Das Wirtschaftsleben rund um den Globus kam zeitweise fast zum Erliegen. War die Weltwirtschaft in den vergangenen Jahren durchschnittlich um 1,2 bis 1,5 Prozent gewachsen, so ist sie im zweiten Quartal 2020 um 7 Prozent eingebrochen. Laut einer Prognose des Internationalen Währungsfonds (IMF) wird die Wirtschaft dieses Jahr in keinem grossen Staat wachsen – ausser in China. Es wird Jahre dauern, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht sein wird.

Der Währungsfonds rechnet mit gigantischen Schäden für die Weltwirtschaft. 28 Billionen Dollar könnten durch die Corona-Pandemie bis zum Jahr 2025 global an Wertschöpfung verloren gehen, schätzte die Chefökonomin Gita Gopinath Ende Oktober. Sie befürchtet, dass 90 Millionen Menschen im laufenden Jahr wieder in extreme Armut zurückfallen könnten.

Laut dem IMF ergriffen die Regierungen weltweit zur Abmilderung der Corona-Folgen allein bis im Oktober 2020 fiskalpolitische Massnahmen in der Höhe von 12 Billionen Dollar. Die Staatsverschuldung dürfte deshalb stark zunehmen. Da die Verzinsung von Anleihen grosser Industrieländer um die null Prozent beträgt und die Notenbanken mit dem Kauf von Staatsanleihen die Märkte erheblich unterstützen, scheint das Risiko von Staatspleiten aber gering.

Die Ökonomen des IMF weisen warnend darauf hin, dass die Sekundäreffekte eines Lockdowns langfristig negative Folgen haben können. Das gilt vor allem für den Rückgang von Investitionen, eine zunehmende Arbeitslosigkeit oder die verlorene Schulbildung. Der IMF warnt deshalb die Länder davor, die milliardenschweren Konjunkturhilfen zu rasch zurückzufahren.

In der Corona-Krise verändert sich die Wirtschaftslage fast im Wochenrhythmus. Wir zeigen mit neuartigen Daten den Verlauf der Krise.

Anfang Januar 2020 teilte die WHO mit, dass eine mysteriöse Lungenerkrankung in der zentralchinesischen Metropole Wuhan durch ein neuartiges Coronavirus verursacht werde. Die chinesischen Behörden meldeten die Krankheit der WHO erstmals am 31. Dezember 2019. Laut verschiedenen Studien sind die ersten Fälle von Covid-19 in Wuhan Ende November oder Anfang Dezember 2019 aufgetreten. Gleichzeitig gibt es auch Hinweise darauf, dass das neue Coronavirus schon Wochen oder Monate früher in Südchina zirkuliert haben könnte, möglicherweise sogar im August. Der Stammbaum des Virus lässt sich über die Veränderungen in seinem Genom nachvollziehen (Details hier).

Seinen Ursprung soll das Virus auf einem Tiermarkt in Wuhan haben. Dort soll es von einer noch nicht identifizierten Tierart auf den Menschen übergesprungen sein. Die am engsten mit ihm verwandten Viren sind Fledermausviren, was darauf hindeuten könnte, dass Fledermäuse an der Infektionskette beteiligt sind.

Anfang Mai hat die WHO alle Länder dazu aufgefordert, Fälle von Lungenentzündungen von Ende 2019 zu überprüfen. Damit reagierte die WHO auf einen Bericht aus Frankreich, wonach Covid-19 bereits am 27. Dezember 2019 bei einem Mann in einem französischen Spital behandelt worden ist, fast einen Monat bevor die französische Regierung die ersten Fälle bestätigte.

Sars-CoV-2: Die WHO gab dem neuartigen Coronavirus den Namen Sars-CoV-2 («severe acute respiratory syndrome coronavirus 2»). Mit der Bezeichnung ist das Virus gemeint, das Symptome verursachen kann, aber nicht muss.

Covid-19: Die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Atemwegskrankheit wurde Covid-19 («coronavirus disease 2019») genannt. Covid-19-Patienten sind dementsprechend Menschen, die den Erreger Sars-CoV-2 in sich tragen und Symptome zeigen.

Ein ausführliches Glossar mit den zwanzig wichtigsten Begriffen in Zusammenhang mit der Pandemie finden Sie hier.

Mitarbeit: toc., wej., ran., kus., ni., slz., koe., gam., nyf., bso., esb., kkl., nbe., tsm., lat., ela., koa., nth., joe., cke. jum. ful., nad., ebl., lat., wde., fma., med., vmo., bet., ann., win., naw., mit Agenturmaterial

Football news:

Alaba will bei seinem neuen Verein im Mittelfeld spielen. Diese Bedingung stellte er Real Madrid und PSG vor.Es ist noch nicht bekannt, in welchem Verein Verteidiger David Alaba, der vor einiger Zeit angekündigt hatte, den FC Bayern in diesem Sommer zu verlassen, seine Karriere fortsetzen wird
Leonardo: Eine Entscheidung über Mbappés Vertrag wird es bald geben. Auch mit Neymar ist man im Gespräch, mit ihm hat PSG-Sportdirektor Leonardo über den Verlauf der Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung mit den Stürmern Kilian Mbappé und Neymar gesprochen
Eric Bai und: Wenn man mich fragt: Messi oder Ronaldo? ich werde sagen: Ramos. Der Verteidiger von Manchester United, Eric Bailly, lobte das Niveau von Real-Kapitän Sergio Ramos
Kopf Kick It Out: Giftige Männlichkeit im Fußball ist ein Problem. Einige halten es für normal, die Familie nach der Niederlage seines Teams anzugreifen
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