Switzerland

Coronavirus in der Schweiz: Epidemiologe Tanner empfiehlt Fernunterricht für ältere Schüler

Die neusten Entwicklungen

Seit Beginn der Pandemie sind in der Schweiz und in Liechtenstein laut Angaben des Bundesamts für Gesundheit 492 832 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, 7904 Infizierte sind gestorben.

Am 13. Januar 2020 verkündet der Bundesrat den zweiten Shutdown für die Schweiz. Damit solle eine dritte Corona-Welle verhindert werden.

Am 13. Januar 2020 verkündet der Bundesrat den zweiten Shutdown für die Schweiz. Damit solle eine dritte Corona-Welle verhindert werden.

Peter Klaunzer / Keystone

Die neusten Entwicklungen

  • Der Epidemiologe Marcel Tanner von der Covid-Taskforce des Bundes fordert Fernunterricht für ältere Schüler. Zudem solle an Primarschulen mehr getestet werden, sagte Tanner in einem Interview mit der «Sonntagszeitung». Die neue Situation mit dem mutierten Virus erfordere zwingend ein Überdenken der bisherigen Teststrategie. Zwar gebe es bisher kaum grössere Ausbrüche an Schulen und es sei auch unklar, inwiefern die Schulen Treiber der Pandemie seien. Allerdings sei gesichert, dass sich Jugendliche genau so infizieren würden wie Erwachsene. Zudem zeige eine neue Untersuchung in Genf, dass auch jüngere Kinder eine etwa gleich hohe Infektionsrate hätten wie die Erwachsenen in ihrer Umgebung. Eine Schliessung der Primarschulen empfiehlt Tanner hingegen vorerst nicht.
  • Bundesrätin Viola Amherd hält erstmals auch die Schliessung der Skigebiete für möglich. Das sagte die Sportministerin am Samstag (16. 1.) in einem Interview mit der «Schweiz am Wochenende». Derzeit liegt die Entscheidungshoheit bezüglich der Skigebieten bei den Kantonen. Im Moment sei es darum richtig, dass die Skipisten offen seien, sagt Amhard, aber man müsse flexibel bleiben. Wo die Skigebiete offen sind
  • Wegen der sich ausbreitenden britischen Mutation des Virus gelten im Kanton Zürich per sofort strengere Quarantäne-Vorschriften. So sollen nicht nur die engen Kontakte einer auf die britische Variante positiv getesteten Person eine zehntägige Quarantäne antreten müssen, sondern auch die engen Kontakte der engen Kontakte. Nach fünf Tagen muss ein PCR-Test gemacht werden.
  • Der Kanton Bern vermeldet einen Rekord: Über 1000 Personen sind am Donnerstag gegen Corona geimpft worden. Seit Anfang Woche sind es damit über 3200 Personen. Dies teilte die Regierung am Freitag (15. 1.) an einer Pressekonferenz mit. Zudem hat der Kanton weitere 15 000 Impftermine im Internet aufgeschaltet. Die Lage bleibe dennoch angespannt, sagte Regierungspräsident Pierre Alain Schnegg. Wegen der Mutation des Virus drohten die Fallzahlen in den kommenden Wochen zu explodieren. Auch über das Härtefall-Programm informierte der Kanton. Es werden über 6000 Gesuche erwartet.
  • Die ersten Mitglieder des Bundesrats haben sich im Stillen gegen das Coronavirus impfen lassen. Regierungssprecher André Simonazzi bestätigte am Samstag (16. 1.) entsprechende Medienberichte. Demnach hat die Impfaktion der Mitglieder des Bundesrats am Freitag begonnen. Wer sich bereits hat impfen lassen, wird allerdings nicht bekannt gegeben.
  • Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat am Freitag (15. 1.) für die Schweiz innert 24 Stunden 2396 neue Covid-19-Fälle gezählt. Die Positivitätsrate liegt bei 9,5 Prozent. 66 Personen sind verstorben. 139 Personen wurden neu hospitalisiert. Wegen eines positiven Tests in Quarantäne sind 23 974 Personen. Insgesamt mussten 33 100 Personen in Quarantäne, weil sie Kontakt mit positiv Getesteten hatten. Wegen einer Einreise aus Risikoländern mussten 4762 Personen in Quarantäne. Wegen technischer Probleme wurden die Zahlen erst gegen 15 Uhr veröffentlicht.
  • Derzeit wird von der Corona-Task-Force untersucht, ob das Tragen von FFP2-Masken angeordnet werden sollte. Der Bund verfügt über 3,2 Millionen Masken, weitere 4 Millionen würden beschafft. Die Kantone müssen Vorräte für 40 Tage bereithalten. Die FFP2-Masken könnten nach Bedarf auch vermehrt im Detailhandel bereitgestellt werden.

Die Impfstrategie der Schweiz – hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten.

Alle Nachrichten zu den Entwicklungen ausserhalb der Schweiz finden Sie hier.

Die Entwicklungen in Deutschland finden Sie hier.

Der Bundesrat hat am 13. Januar die Massnahmen nochmals verschärft, weil die Entwicklung in Grossbritannien zeigt, dass mit der hochansteckenden mutierten Variante des Virus eine starke dritte Welle droht. Abstand halten, Handhygiene und die Vermeidung von Kontakten sind also weiterhin sehr wichtig. Hier unsere detaillierte Übersicht über die aktuell geltenden Regeln. Und hier das Wichtigste in Kürze:

Maskenpflicht

In öffentlichen Innenräumen muss in der Schweiz eine Maske getragen werden. Das gilt beispielsweise für den öffentlichen Verkehr, Geschäfte, Banken und Poststellen. Ausserdem sind Masken auch draussen Pflicht, wenn sich dort viele Leute aufhalten und der Abstand nicht eingehalten werden kann. Am Arbeitsplatz gilt dort eine Maskenpflicht, wo sich mehr als nur eine Person in einem Raum aufhält. Ausgenommen sind obligatorische Schulen.

Beruf

Es gilt eine Home-Office-Pflicht. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, Home-Office überall dort anzuordnen, wo dies aufgrund der Art der Aktivität möglich und mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbar ist. Der Arbeitgeber schuldet den Arbeitnehmenden keine Auslagenentschädigung etwa für Strom- oder Mietkosten, da die Anordnung nur vorübergehend ist.

Besonders gefährdete Personen werden spezifisch geschützt. Dazu wird das Recht auf Home-Office oder ein gleichwertiger Schutz am Arbeitsplatz oder eine Beurlaubung für besonders gefährdete Personen eingeführt. Für gefährdete Personen in Berufen, in denen die Schutzbestimmungen nicht umgesetzt werden können, muss der Arbeitgeber die betroffenen Arbeitnehmenden unter voller Lohnzahlung von der Arbeitspflicht befreien.

Freizeit

Restaurants und Bars bleiben bis Ende Februar geschlossen. Take-away-Angebote und Lieferdienste können weiterhin bis um 23 Uhr offen bleiben. Auch Freizeit-, Sport- und Kultureinrichtungen bleiben zu, ebenso wie Läden ohne Güter des täglichen Bedarfs.

Für die Skigebiete bleiben weiterhin die Kantone zuständig. Allerdings gelten für den Betrieb strenge Voraussetzungen: Die epidemiologische Lage muss den Betrieb erlauben, und in den Spitälern, beim Contact-Tracing sowie beim Testen müssen ausreichende Kapazitäten sichergestellt sein. Auch müssen die Schutzkonzepte eingehalten werden. Wo die Skigebiete offen sind

Veranstaltungen

An privaten Veranstaltungen dürfen maximal fünf Personen teilnehmen. Kinder werden auch dazu gezählt. Menschenansammlungen im öffentlichen Raum sind ebenfalls auf fünf Personen beschränkt.

Auslandreisen

Reisende aus Risikoländern müssen in eine zehntägige Quarantäne, wenn ihr Reisedomizil am Tag der Rückkehr in die Schweiz auf der Liste der Corona-Risikoländer steht. Auf der Liste stehen Länder, deren 14-Tage-Inzidenz um 60 höher ist als in der Schweiz. Ausnahmen gelten für Grenzregionen. Die Flug- und Reisecargesellschaften werden angewiesen, kranke Passagiere nicht zu transportieren. Wer sich nicht an die Quarantäne hält, riskiert eine Busse von bis zu 10 000 Franken. Ein negatives Testresultat hebt weder die Quarantänepflicht auf, noch verkürzt es die Dauer der Quarantäne. Die wichtigsten Antworten zu Reisen ins Ausland

Der Oxford-Stringency-Index zeigt, wie hart die Einschränkungen in der Schweiz sind

Am Freitag (15. 1.) meldete das BAG 2396 Neuinfektionen innerhalb der letzten 24 Stunden. 139 Patientinnen und Patienten mussten neu ins Spital, und 66 starben in Zusammenhang mit der Infektion. Die Positivitätsrate bei den Tests lag im Schnitt der vergangenen zwei Wochen bei den PCR-Tests bei 14,6 Prozent und bei den Antigen-Schnelltests bei 12,7 Prozent. Wegen einer Infektion befinden sich derzeit mindestens 23 974 Personen in Isolation. 33 100 Personen sind in Quarantäne, weil sie Kontakt mit infizierten Personen hatten. Zusätzlich befanden sich mindestens 4762 Personen in Quarantäne, da sie aus einem Risikoland heimgekehrt waren. Die Zahlen sind derzeit unvollständig, da die kantonalen Stellen laut BAG durch den starken Anstieg der Fallzahlen überlastet sind.

Seit Beginn der Pandemie wurden in der Schweiz und in Liechtenstein 3 953 594 Tests auf Sars-CoV-2 durchgeführt, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19. Insgesamt gab es 492 832 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus. 20 436 Personen mussten bisher wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung belief sich auf 7904.

Die Zahl der neuen Fälle sinkt

Bestätigte neue Coronavirus-Fälle pro Tag in der Schweiz und in Liechtenstein, nach Testdatum

Die Zahl der neuen Fälle sinkt - Bestätigte neue Coronavirus-Fälle pro Tag in der Schweiz und in Liechtenstein, nach Testdatum

Die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen geht langsam zurück

Anzahl der Patienten und der freien Betten auf Schweizer Intensivstationen

Auch in der Schweiz findet sich die neue, deutlich stärker ansteckende Variante des Coronavirus. Die zuerst in Grossbritannien entdeckte Virusvariante war in der Weihnachtswoche erstmals in der Schweiz nachgewiesen worden.

Das Wichtigste zur Mutation des Coronavirus finden Sie hier.

Grundsätzlich gelten die Regeln des Bundes für alle Kantone. Diese sind für die Umsetzung und allfällige Verschärfungen der Massnahmen zuständig. Daher können in einzelnen Kantonen unterschiedliche Vorschriften gelten. Dies sind die Bestimmungen in den einzelnen Kantonen, die von denjenigen des Bundes abweichen oder darüber hinausgehen:

Appenzell Ausserrhoden: Es gilt in obligatorischen Schulen ab Sekundarstufe I eine Maskenpflicht.

Basel-Stadt: Sportanlagen sind auch für Kinder und Jugendliche unter 16 geschlossen. Die Maskenpflicht an Schulen gilt ab der Sekundarstufe I.

Basel-Landschaft: In Innenräumen von Betrieben, auf Arealen und in Innenräumen von Bildungseinrichtungen sowie in Innenräumen der Kinderbetreuung gilt eine Maskenpflicht. In Spitälern gilt ein generelles Besuchsverbot.

Bern: Ab der Sekundarstufe I gilt eine Maskenpflicht auch für Schülerinnen und Schüler. Kundgebungen sind auf 15 Personen beschränkt und es dürfen keine Unterschriften für nationale und kommunale Vorlagen gesammelt werden.

Jura: Das Tragen einer Maske ist ab Sekundarstufe I im gesamten Schulbereich obligatorisch, auch wenn die Schüler auf ihren Plätzen sitzen.

Luzern: Schon vor den Bundesratsmassnahmen vom 13. Januar galt in Privat- und Transportfahrzeugen eine Maskenpflicht, wenn Personen transportiert werden, die nicht im gleichen Haushalt wohnen. In Spitälern und Altersheimen ist pro Tag und Patient oder Bewohner der Besuch von maximal zwei engsten Verwandten oder engsten Bezugspersonen zulässig. Das Nachtnetz ist eingestellt. Die Skigebiete dürfen seit dem 8. Januar und bis 7. Februar 2021 unter Wahrung der Schutzkonzepte jeweils nur zwischen Donnerstagmorgen und Sonntagabend geöffnet sein.

Neuenburg: Für die Oberstufe der obligatorischen Schule gilt eine Maskenpflicht. Bei privaten Treffen gilt eine Obergrenze von fünf Personen. Davon ausgenommen sind Kinder unter 12 Jahren.

Nidwalden: Es gilt eine Maskenpflicht für die Oberstufe der obligatorischen Schule sowie Lehrpersonen in Kindergärten. Religiöse Feiern sind auf 30 Personen beschränkt. Am 30. Dezember durften die Skigebiete wieder öffnen.

Obwalden: Es gilt eine Obergrenze von 30 Personen bei religiösen Feiern.

Schwyz: An Sekundarschulen gilt eine Maskenpflicht.

Solothurn: In den Schulen gilt ab Sekundarstufe I eine Maskenpflicht. In den Spitälern gilt ein kontrolliertes Besuchsrecht: eine Besucherin oder Besucher pro Patientin oder Patient pro Tag.

St. Gallen: Die Mittel- und Berufsfachschulen müssen nach den Weihnachtsferien für zwei Wochen Fernunterricht betreiben. Besuche in Alterszentren sind nur in öffentlichen Räumen möglich.

Tessin: Im Tessin gilt ab Samstag (16. 1.) ein Besuchsverbot in Alten- und Pflegeheimen.

Uri: Take-away-Betriebe in Skigebieten dürfen seit Silvester in ihren Aussenbereichen wieder Sitzplätze anbieten. Pro Tisch dürfen maximal vier Personen Platz nehmen. Zwischen den Gästegruppen muss der Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden. In Schulhäusern der Volksschule gilt eine Maskentragpflicht für Erwachsene. Wenn der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann oder andere Schutzvorkehrungen wie Plexiglasscheiben vorhanden sind, dürfen Lehrpersonen die Maske abnehmen.

Zürich: Wegen der sich ausbreitenden britischen Mutation des Virus gelten im Kanton Zürich seit Mitte Januar strengere Quarantäne-Vorschriften. So sollen nicht nur die engen Kontakte einer auf die britische Variante positiv getesteten Person eine zehntägige Quarantäne antreten müssen, sondern auch die engen Kontakte der engen Kontakte. Nach fünf Tagen muss ein PCR-Test gemacht werden.

Die Schweiz hat ihre seit dem 2. Juli monatlich angepasste Liste der Risikogebiete am 28. Oktober drastisch gekürzt, weil die ausschlaggebende Zahl der täglichen Neuansteckungen pro 100 000 Personen in den letzten 14 Tagen in der Schweiz höher ist als in den meisten anderen Ländern. Auf der Liste dieser Staaten und Gebiete figurieren derzeit unter anderem das deutsche Bundesland Sachsen, das italienische Gebiet Venetien, Irland, Serbien, aber auch Schweden oder die USA. Einreisende aus diesen Gebieten müssen für zehn Tage in Quarantäne. Wer aus einem Risikoland einreist, muss sich innert zweier Tage bei den kantonalen Behörden melden. Unterlässt ein Reisender dies, muss er mit einer Busse rechnen.

Die wichtigsten Antworten zu Auslandreisen finden Sie hier.

Die Zulassungsbehörde Swissmedic hat Mitte Dezember 2020 in der Schweiz den ersten Covid-19-Impfstoff zugelassen. Am 12.1. erteilte Swissmedic die Zulassung für das Vakzin des Herstellers Moderna.

Personen ab 16 Jahren können gegen das Coronavirus geimpft werden, unter Beachtung der offiziellen Impfempfehlungen des Bundes. Für einen optimalen Impfschutz werden zwei intramuskulär verabreichte Impfungen im Abstand von mindestens 21 Tagen empfohlen. Wie bei allen Arzneimitteln, die neu auf dem Markt sind, überwache Swissmedic die Sicherheit des Impfstoffs genau und werde, wenn nötig, sofort Massnahmen ergreifen, sollten Sicherheitsbedenken auftreten. Die häufigsten in den Zulassungsstudien dokumentierten Nebenwirkungen seien vergleichbar mit jenen nach einer Grippeimpfung. Die anderen Zulassungsgesuche für Covid-19-Impfstoffe würden unter Einsatz aller Ressourcen mit hoher Priorität weiter behandelt.

Die Kantone begannen Ende Dezember mit den ersten Covid-19-Impfungen. Am 4. Januar 2021 konnte schweizweit in allen Kantonen mit den Impfungen der Risikogruppen begonnen werden, wie das Bundesamt für Gesundheit mitteilte. In einigen Kantonen dürfte sich der Impfstart allerdings verzögern.

Die Impfstrategie der Schweiz – hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten.

Prioritär sollen besonders gefährdete Gruppen, also ältere Personen und solche mit Vorerkrankungen, geimpft werden. Danach sind das Gesundheitspersonal und Menschen, die mit besonders gefährdeten Personen zusammenleben, an der Reihe. Nach den priorisierten Gruppen sollen die Impfstoffe dann allen anderen Erwachsenen zur Verfügung stehen, die sich impfen lassen möchten. Eine Impfpflicht ist seitens des Bundes nicht vorgesehen.

Der Bund setzt auf eine Strategie mit mehreren Herstellern. Der Impfstoff von Pfizer/Biontech wird etappenweise in die Schweiz geliefert. Die erste Lieferung umfasst rund hunderttausend Impfdosen. Weitere grössere Lieferungen sind geplant. Insgesamt hat der Bund von Pfizer/Biontech rund 3 Millionen Impfdosen bestellt. Seit dem 12.1. ist auch ein zweiter Impfstoff vom amerikanischen Hersteller Moderna zugelassen. Der Bund hat 7,5 Millionen Impfdosen bestellt.

Mit dem britischen Pharmaunternehmen AstraZeneca und der schwedischen Regierung vereinbarte der Bund die Lieferung von bis zu 5,3 Millionen Impfdosen.

Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus – hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten.

Auf dem möglichst raschen Impfen ruhen derzeit die grössten Hoffnungen, die Pandemie in den Griff zu bekommen.

Auf dem möglichst raschen Impfen ruhen derzeit die grössten Hoffnungen, die Pandemie in den Griff zu bekommen.

Pablo Gianinazzi / Keystone

Alle Kantone sollen die Übertragungsketten flächendeckend zurückverfolgen (Contact-Tracing). Alle Personen mit Symptomen sollen sich testen lassen können – der Bund übernimmt alle Kosten der Corona-Tests inklusive Selbstbehalten und Franchisen. Positiv getestete Personen werden isoliert und Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt.

Der Bundesrat hat am 18. Dezember den Einsatz von Schnelltests erweitert. Damit dürfen in Apotheken, Spitälern, Arztpraxen und Testzentren alle Arten von Schnelltests durchgeführt werden, die den Kriterien des BAG entsprechen. Bisher waren ausschliesslich Antigen-Schnelltests mittels Nasen-Rachen-Abstrich anerkannt. Neu können sich auch Personen ohne Symptome testen lassen.

Der Bevölkerung wird eine App zur Verfügung gestellt, die ihre Nutzer informiert, wenn sie zu lange in der Nähe von Infizierten waren: Die SwissCovid-App ist im Apple Store und im Google Play Store verfügbar.

Was Sie zur Tracing-App wissen müssen, finden Sie hier.

Das Coronavirus hat in der Schweiz zum gravierendsten Einbruch der Wirtschaftstätigkeit seit mehreren Jahrzehnten geführt. Der achtwöchige Lockdown vom Frühjahr 2020 lähmte ganze Wirtschaftszweige. Da sich die Lage ab Mai stabilisierte, konnten die harten Massnahmen gelockert werden. Dies hat zu einer konjunkturellen Wiederbelebung geführt. Deshalb ist die Schweiz ökonomisch bisher vergleichsweise glimpflich davongekommen. Die meisten Wirtschaftsinstitute haben ihre Prognosen bis vor wenigen Wochen wieder nach oben korrigiert. Doch die Massnahmen für die Eindämmung der zweiten Welle dürften die Wirtschaftsentwicklung nochmals bremsen. Zuverlässige Voraussagen sind derzeit praktisch unmöglich, weil niemand weiss, wie sich die Pandemie entwickelt. Die Ökonomen der ETH-Forschungsstelle KOF gingen vor dem neuerlichen Slowdown davon aus, dass die Schweizer Wirtschaft seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie rund 40 Milliarden Franken an Wertschöpfung verloren hat. Die Einbussen dürften aber noch grösser werden. Die momentane Unsicherheit führt dazu, dass Firmen Investitionen aufschieben oder sogar stoppen.

In einem optimistischen Szenario rechnet die KOF für 2020 mit einem BIP-Rückgang um 3,6 Prozent und für 2021 dann wieder mit einem Wachstum von 3,2 Prozent. Das Vorkrisenniveau würde so frühestens 2022 erreicht. Gemäss dem – möglicherweise jetzt realistischeren –pessimistischen Szenario (dabei wird angenommen, dass sich die Pandemie verschlimmert und bis ins Frühjahr anhält) rechnen die ETH-Forscher mit einem BIP-Rückgang von 4,9 Prozent im laufenden Jahr und mit einem schwachen Wachstum von 1,5 Prozent im nächsten Jahr. Das Vorkrisenniveau dürfte frühestens 2023 erreicht werden.

Bisher hat auf dem Schweizer Arbeitsmarkt trotz dem starken Einbruch in der Schweiz – anders als in den USA – noch keine grosse Entlassungswelle eingesetzt. Das Land steht dank seinen Absicherungsmechanismen wie der Kurzarbeit und den Sofortkrediten gut da. Beim Seco sieht man noch keine Anzeichen für «Massenentlassungen auf breiter Front». Anders als während der Finanzkrise handle es sich bei solchen Meldungen noch um vereinzelte spektakuläre Ankündigungen und nicht um ein Massenphänomen.

Die Eidgenossenschaft hat für dieses bisher einigermassen positive Resultat tief in die Tasche gegriffen. Die ausserordentlichen Corona-Ausgaben des Bundes dürften sich 2020 auf 18 Milliarden Franken belaufen. Dies ist aber deutlich weniger als die im Frühjahr budgetierten 31 Milliarden Franken. Dies deutet darauf hin, dass das Defizit nicht grösser ausfallen wird, als es die Schuldenbremse zulässt. Allerdings hat auch der Bundesrat am 28. Oktober eingeräumt, dass der Anstieg der Corona-Fallzahlen bis Ende Jahr noch grössere Auswirkungen auf den Bundeshaushalt haben könnte. Für 2021 hat der Bundesrat ein Minus von 1,1 Milliarden Franken budgetiert.

Im November sprach der Bundesrat 63 zusätzliche Millionen Franken für den Erhalt der Innovationskraft. Die Regierung will zudem die Unterstützung für Härtefälle auf eine Milliarde Franken aufstocken und gleichzeitig den Anteil des Bundes daran erhöhen. Zudem sollen auch Sportvereine unterstützt werden, die besonders stark unter den Corona-Massnahmen zu leiden haben.

Das Parlament hat in der Wintersession im Dezember unter Zeitdruck die letzten Anpassungen am Covid-19-Gesetz geregelt. Damit stehen Unternehmen in Härtefällen neu insgesamt 2,5 Milliarden Franken zur Verfügung statt 600 Millionen. Neu sollen auch wieder Kulturschaffende und nicht nur Kulturunternehmen unterstützt werden. Zudem wurden die Hürden für den Bezug der Gelder gesenkt. Auch verlängerte der Bundesrat das summarische Verfahren für Kurzarbeitsentschädigungen nochmals bis 31. März.

Das Coronavirus wird die Krankenkassen gemäss einer konservativen Schätzung mindestens 550 Millionen Franken kosten. In der Corona-Krise verändert sich die Wirtschaftslage fast im Wochenrhythmus. Wir zeigen mit neuartigen Daten den Verlauf der Krise.

Das BAG hat Hygiene-Empfehlungen zum Schutz vor dem Coronavirus herausgegeben und ergänzt diese laufend. Ende September startete das BAG eine Kampagne gegen den sogenannten «fist bump»: Die Begrüssung mit «Ghettofaust» sei aus hygienischer Sicht keine Alternative zum Händedruck. «Hand ist Hand», lautet der Slogan des BAG.

Weiterhin sollte man unter anderem regelmässig die Hände mit Wasser und Seife oder einer alkoholbasierten Lösung reinigen. Händeschütteln oder Begrüssungsküsschen sollen vermieden werden, weil sich ansteckende Tröpfchen aufgrund von Husten oder Niesen an den Händen befinden könnten.

Muss man husten oder niesen, sollte man Mund und Nase mit einem Taschentuch oder der Armbeuge bedecken, das Taschentuch hinterher in einem geschlossenen Behälter entsorgen und die Hände waschen. Zudem darf man nur nach telefonischer Anmeldung in einer Arztpraxis oder auf einer Notfallstation erscheinen.

Für Innenräume empfiehlt das BAG regelmässiges Lüften bei weit geöffneten Fenstern. Räume, in denen sich mehrere Personen längere Zeit aufhalten (z. B. Arbeitsräume, Aufenthaltsräume, Homeoffice-Räume) sollten alle 1 bis 2 Stunden für 5 bis 10 Minuten gelüftet werden. Klassenräume sollten nach jeder Lektion gelüftet werden.

Ausserdem rät das BAG, Abstand zu halten. Dies gilt zum Beispiel für das Anstehen in einer Schlange. Um die besonders gefährdeten älteren Menschen zu schützen, soll das Abstandhalten vor allem für sie und ihnen gegenüber gelten. Auch Teilnehmende von Sitzungen sollen körperlich auf Distanz gehen.

Welche Maske ist die richtige?

Sehen Sie im Video, wie Sie sich und andere schützen können.

Coronavirus: Coronaviren sind eine Virusfamilie, zu der auch das derzeit weltweit grassierende Sars-CoV-2 gehört. Da es anfangs keinen Namen trug, sprach man in den ersten Wochen vom «neuartigen Coronavirus».

Sars-CoV-2: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab dem neuartigen Coronavirus den Namen Sars-CoV-2 («Severe Acute Respiratory Syndrome»-Coronavirus 2). Mit der Bezeichnung ist das Virus gemeint, das Symptome verursachen kann, aber nicht muss.

Covid-19: Die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Atemwegserkrankung wurde Covid-19 (Coronavirus Disease 2019) genannt. Covid-19-Patienten sind dementsprechend Menschen, die das Sars-CoV-2 in sich tragen und Symptome zeigen.

Ein ausführliches Glossar mit den 20 wichtigsten Begriffen im Zusammenhang mit der Pandemie finden Sie hier.

Mitarbeit: wej., len., gam., cts., cb., ase., alg., toc., eru., ran., med., nil., ni., amü., wde., bso., ela., gds.; naw.; mit Agenturmaterial.

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