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Coronavirus in der Schweiz: BAG meldet 4241 neue Fälle und 142 Tote, mehrere Infizierte im Kloster Engelberg

Die neusten Entwicklungen

Seit Beginn der Pandemie sind in der Schweiz und in Liechtenstein laut Angaben des Bundesamts für Gesundheit 304 593 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, 3930 Infizierte sind gestorben.

Die neusten Entwicklungen

  • In der Schweiz und Liechtenstein sind seit Montagmorgen 4241 weitere Personen positiv getestet worden. Es wurden 20 794 Tests ausgewertet, wie das Bundesamt für Gesundheit am Dienstag (24.11.) bekannt gab. 238 Patientinnen und Patienten mussten neu ins Spital und 142 starben im Zusammenhang mit der Infektion. Rund 33 000 positiv Getestete befinden sich aktuell in Isolation und gut 32 000 sind in Quarantäne, weil sie Kontakt hatten mit Infizierten.
  • Im Benediktinerkloster in Engelberg sind mehrere Corona-Fälle aufgetreten. Über das Wochenende sind im Benediktinerkloster in Engelberg zu zwei bereits bekannten positiven Coronafällen vier weitere Fälle dazu gekommen. Darunter befinden sich der Rektor der Stiftsschule sowie der Pfarrer von Engelberg. Sie alle befinden sich in Isolation. Alle am Coronavirus Erkrankten gehe es gut, schreibt das Kloster am Montag auf seiner Internetseite.
  • Im Jahr 2020 sind bisher rund ein Drittel weniger HIV-Infektionen gemeldet worden als in der Vorjahresperiode. Dies meldete Radio SRF am Montagmorgen (23. 11.) basierend auf den neusten Zahlen des Bundesamts für Gesundheit. Demnach sind in der Schweiz im zu Ende gehenden Jahr 236 Ansteckungen mit dem HI-Virus gemeldet worden. Die Aidshilfe Schweiz führt diesen Rückgang auch auf die Corona-Pandemie zurück. «Entweder die Leute haben sich in dieser Corona-Zeit weniger auf HIV testen lassen oder sie haben weniger ungeschützte Sexualkontakte gehabt», sagte Nathan Schocher von der Aidshilfe Schweiz gegenüber Radio SRF. Auch die Massnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus haben gemäss Schocher einen Einfluss auf das Sexualverhalten gehabt. Zum Beispiel weil Begegnungsorte weggefallen seien. So hätten etwa geschlossene Klubs und Bars sowie die Sperrstunde das Sexualverhalten der Menschen verändert.
  • Derzeit sieht es in der Schweiz nach einer Trendwende aus. Sie bleibt allerdings fragil. Jedenfalls hat der Bund einen Plan B, falls die Zahlen wieder steigen sollten. Dies zeigt ein vertrauliches Aussprachepapier des Bundesrats von Ende Oktober. Verschärfende Kernpunkte des Papiers, das dem Blick vorliegt, sind die Schliessung von Restaurants und Freizeitbetrieben, eine Limite von 15-Personen für alle Veranstaltungen, Sperrstunden oder Schulschliessungen. Im Papier sind aber auch Lockerungsschritte angedacht, falls sich die Trendwende stabilisiert. Dazu gehören vor allem höhere Teilnehmerzahlen für Veranstaltungen.
  • Die Covid-19-Pandemie beschleunigt den Strukturwandel in den Spitälern. Das zeigt eine am Montag (23. 11.) veröffentlichte Studie des Unternehmensberatungs-Netzwerks PwC. Demnach kostet die Pandemie die Schweizer Spitäler 1,7 bis 2,6 Milliarden Franken. Drei Viertel der 44 untersuchten Akutspitäler sind nicht profitabel genug für ausgeglichene Resultate in den nächsten fünf bis zehn Jahren. Weil bereits vor der Pandemie viele Institutionen keine ausreichende Marge zur nachhaltigen Finanzierung ihrer Investitionen erwirtschaften konnten, beschleunigt der Coronavirus-Einbruch den Strukturwandel. Leistungen mehrerer Spitäler wurden bereits in zukunftsträchtigere Strukturen überführt, stationäre Leistungen an weniger Standorten konzentriert.
  • In einem Pflegeheim im Obwaldner Hauptort Sarnen sind über 60 Personen positiv getestet worden. Gemäss Homepage des Pflegeheims «am Schärme» waren am Samstag 35 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach einem positiven Testresultat in Isolation. Über die Ansteckungswelle berichtete am Montag (23. 11.) der «Blick». Die Fälle konzentrieren sich auf ein Haus. In diesem habe es eine starke Ausbreitung der Fälle gegeben, teilte das Pflegeheim auf seiner Homepage mit. Es seien darauf sämtliche Bewohnerinnen und Bewohner getestet worden. Der Grossteil der angesteckten Personen hat nach Angaben des Pflegeheims einen milden Krankheitsverlauf. Es habe aber auch sechs Todesfälle gegeben
  • Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat eine neue Strategie zur Bekämpfung der Pandemie entwickelt. Wird bei einer bestimmten Gruppe ein positiver Fall festgestellt, soll künftig die gesamte Gruppe mit Schnelltests getestet werden. Die neue Strategie werde «in den kommenden Wochen umgesetzt», sagte BAG-Sprecher Daniel Dauwalder am Sonntag (22. 11.) gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er nannte als Beispiele Schulen oder Heime, sagte aber nichts über weitere potenzielle Zielgruppen. Laut Dauwalder wird damit die Suche nach Infektionsherden verbessert. Die Strategie könne erst jetzt umgesetzt werden, da zuvor die Schnelltests eingeführt werden mussten.

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Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen in der Schweiz und in Liechtenstein lag bis zum 24. November bei 304 593 Fällen. Seit Beginn der Pandemie wurden 12 129 Personen hospitalisiert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion beläuft sich auf 3930.

Handschuhe in Reserve: Ein Eindruck von der Corona-Isolierstation im Triemli-Spital in Zürich.

Handschuhe in Reserve: Ein Eindruck von der Corona-Isolierstation im Triemli-Spital in Zürich.

Annick Ramp / NZZ

In der Schweiz und Liechtenstein sind seit Montagmorgen 4241 weitere Personen positiv getestet worden. Es wurden 20 794 Tests ausgewertet, wie das Bundesamt für Gesundheit am Dienstag (24. 11.) bekannt gab. 238 Patientinnen und Patienten mussten neu ins Spital und 142 starben im Zusammenhang mit der Infektion.

Der 7-Tage-Schnitt der Neuinfektionen geht zurück

Bestätigte neue Coronavirus-Fälle pro Tag in der Schweiz und in Liechtenstein, nach Testdatum

Der 7-Tage-Schnitt der Neuinfektionen geht zurück - Bestätigte neue Coronavirus-Fälle pro Tag in der Schweiz und in Liechtenstein, nach Testdatum

Die meisten Patienten auf den Intensivstationen sind an Covid-19 erkrankt

Anzahl der Patienten und der freien Betten auf Schweizer Intensivstationen

Der Bundesrat hat aufgrund der zweiten Ansteckungswelle die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus Ende Oktober verschärft. Grundsätzlich gilt der vorgeschlagene Sicherheitsabstand von 1 Meter 50. Zudem gilt:

Maskenpflicht

Wieder aktiviert hat der Bundesrat am 18. November die Ordnungsbussen bei Verstössen gegen die Maskenpflicht. Wer sich nicht an die Maskentragepflicht hält, soll wie im Frühling mit einer Busse von 100 Franken bestraft werden werden können. Die Maskenpflicht gilt in folgenden Bereichen:

  • Öffentlicher Verkehr: In Zügen, Trams, Bussen, Bergbahnen, Seilbahnen und auf Schiffen, auf Perrons, an Bahnhöfen und an Flughäfen.
  • Öffentlich zugängliche Gebäude: In Geschäften, Einkaufszentren, Banken, Poststellen, Bibliotheken, Kinos, Theatern, Konzertlokalen, Hotels (mit Ausnahme von Gästezimmern), Restaurants, Bars, Arztpraxen, Spitälern, Innenräumen von Parlamenten (sofern für Besucher zugänglich), Kirchen und religiösen Einrichtungen. Auch das Personal – beispielsweise an einer Kasse – muss eine Maske tragen.
  • Urbane Zentren und Dorfkerne: Vor öffentlich zugänglichen Gebäuden, an Wochen- und Weihnachtsmärkten und überall dort, wo der erforderliche Abstand im öffentlichen Raum nicht eingehalten werden kann.
  • Arbeitsplatz: Überall dort, wo der Abstand zwischen den Arbeitsplätzen nicht eingehalten werden kann.
  • Schulen: Lehrpersonen und Schüler in Mittelschulen und an Berufsschulen (Sekundarstufe II) müssen eine Maske tragen – es sei denn, das Tragen einer Maske erschwert den Unterricht wesentlich. Ausgenommen von der Maskenpflicht sind obligatorische Schulen. Vorlesungen und Seminare an Hochschulen dürfen nicht mehr vor Ort durchgeführt werden.
  • Ausnahmen: Kinder unter 12 Jahren und Personen, die medizinische Gründe geltend machen können, müssen keine Maske tragen. 

Gastronomie und Nachtleben

Private Veranstaltungen

Öffentliche Veranstaltungen

Freizeit

Auslandsreisen

Grundsätzlich gelten die Regeln des Bundes für alle Kantone. Diese sind für die Umsetzung und allfällige Verschärfungen der Massnahmen zuständig. Daher können in einzelnen Kantonen unterschiedliche Vorschriften gelten. Dies sind die Bestimmungen in den einzelnen Kantonen, die von denjenigen des Bundes abweichen oder darüber hinausgehen:

Aargau: Bei privaten Veranstaltungen müssen Kontaktdaten erhoben werden und diese auf Verlangen dem Contact-Tracing-Center des Kantons Aargau zur Verfügung gestellt werden. An der Sekundarschule sowie an Mittel- und Berufsfachschulen gilt eine umfassende Maskenpflicht für Jugendliche über zwölf Jahre. Klassen- und Schullager sind verboten.

Appenzell Ausserrhoden: Es gilt in obligatorischen Schulen ab Sekundarstufe I eine Maskenpflicht.

Basel-Stadt: Die Maskenpflicht an Schulen gilt auf für Volksschulen. Ab Montag, 23. November, werden Restaurants, Bars und Cafés sowie Fitnesscenter, Kunsteisbahnen, Hallenbäder und Casinos geschlossen. Für Veranstaltungen gilt eine Obergrenze von 15 Personen. Die Massnahmen gelten vorerst bis 13. Dezember.

Bern: Kinos, Fitnesscenter und Museen müssen geschlossen bleiben. Die Regierung hat diese Regeln bis zum 7. Dezember verlängert.

Freiburg: Es gilt ein Versammlungsverbot für mehr als 10 Personen im öffentlichen Raum. Restaurants, Bars, Theater, Kinos, Museen, Freizeit- und Fitnesszentren sowie Schwimmbäder sind geschlossen. Die Massnahme gilt bis 6. Dezember. Gottesdienste und Beerdigungen können nur noch mit maximal 30 Personen stattfinden, Priester nicht inbegriffen. Auch Kundgebungen dürfen nur noch mit maximal dieser Zahl von Personen über die Bühne gehen – sofern sie die Oberamtmänner bewilligen. Die Schulen bleiben weiterhin geöffnet.

Genf: Es gilt der Ausnahmezustand: Restaurants und Bars bleiben geschlossen. Viele Läden, die keine Lebensmittel verkaufen, sowie Kinos, Theater, Fitnesszentren und Kunsteisbahnen sind dann ebenfalls geschlossen. Betroffen sind auch Coiffeur- und Schönheitssalons. Schulen und Krippen bleiben offen, allerdings sind Schul- und Studienreisen verboten. Öffentliche und private Veranstaltungen, an denen mehr als fünf Personen teilnehmen, sind sowohl in Innenräumen wie auch draussen verboten (das gilt auch für Hochzeiten und Beerdigungen). Dies gilt auch im Familienkreis, ausser bei Haushalten mit mehr als fünf Personen.

Jura verhängt den kantonalen Ausnahmezustand. Seit dem 2. November müssen Bars und Restaurants sowie öffentliche Einrichtungen geschlossen bleiben. Ansammlungen von mehr als fünf Personen sind untersagt. Als Ausnahme gelten unter anderem gesetzgebende Versammlungen sowie Gottesdienste. Für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen der Sekundarstufe 1 wurde eine Maskentragpflicht verfügt.

Luzern: Wer im Auto nicht allein ist, muss eine Maske tragen. In Spitälern und Altersheimen gilt ein Besuchsverbot. Bordelle bleiben zu. In der Stadt Luzern wird es 2021 kein Fasnachtstreiben geben.

Neuenburg: Seit dem 2. November sind Ansammlungen von mehr als fünf Personen untersagt, auch im privaten Rahmen. Ausgenommen sind Kinder unter zwölf Jahren. Bereits jetzt sind Versammlungen von mehr als 10 Personen im öffentlichen Raum sind verboten. Freizeiteinrichtungen wie Kasinos oder Spiel- und Billardsäle sind geschlossen. Für die Oberstufe der obligatorischen Schule gilt zudem eine Maskenpflicht. Alle Bars, Restaurants und Museen sind zu. Die Massnahme sollten zunächst bis mindestens 22. November dauern, und wurden nun um zwei Wochen bis zum 6. Dezember verlängert.

Nidwalden: Bei Veranstaltungen sind maximal 30 Teilnehmer erlaubt.

Obwalden beschränkt öffentliche Veranstaltungen auf 30 Personen. Nicht unter die Grenze fallen in Obwalden Personen, die bei der Durchführung der Veranstaltung mitarbeiten. Auch für Gemeindeversammlungen oder Kundgebungen gilt die Begrenzung der Teilnehmerzahl nicht. Gastrobetriebe sind verpflichtet, die Kontaktdaten aller Gästegruppen pro Tisch zu erheben.

Schaffhausen: Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I müssen eine Maske tragen. Für den Musik- und den Sportunterricht gibt es Einschränkungen. Auf Klassenlager soll möglichst verzichtet werden.

Schwyz: Private Veranstaltungen mit mehr als 10 Personen und öffentliche Veranstaltungen mit mehr als 30 Personen sind verboten. An Sekundarschulen gilt eine Maskenpflicht. Sie betrifft Lehrpersonen, Mitarbeitende, Schülerinnen und Schüler sowie allfällige Besucher. Im Kindergarten und in der Primarschule müssen Erwachsene eine Maske tragen, wenn die Abstände nicht eingehalten werden können.

Solothurn: Menschenansammlungen von mehr als fünf Personen im öffentlichen Raum sind verboten. Untersagt sind auch Veranstaltungen mit mehr als 30 Personen. Für Gemeindeversammlungen, für Sitzungen der kantonalen und kommunalen Parlamente sowie für politische und zivilgesellschaftliche und Unterschriftensammlungen gibt es Ausnahmen.

St. Gallen: An den Oberstufenschulen gilt seit dem 2. November eine Maskenpflicht für alle Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen – auch im Unterricht. Bereits ab Samstag sind Besuche in Spitälern und Kliniken nur noch in Ausnahmefällen möglich.

Tessin: Versammlungen von mehr als fünf Personen im öffentlichen Raum sind verboten. Von dieser Regelung ausgenommen sind Kinos, Theater, Konzerte und Sportveranstaltungen: An solchen Anlässen dürfen bis 30 Personen zugegen sein. Hingegen sind auch an privaten Nachtessen und Festen sowohl drinnen als auch draussen maximal fünf Personen erlaubt. Auch hier gibt es Ausnahmen, bei denen bis zu 30 Personen zugelassen sind. Dazu gehören religiöse Veranstaltungen wie Begräbnisse oder Hochzeiten. Erotikbetriebe müssen seit dem 19. Oktober geschlossen sein.

Uri: Bei Veranstaltungen ist eine maximale Teilnehmerzahl von 30 Personen erlaubt. In Schulhäusern der Volksschule gilt eine Maskentragpflicht für Erwachsene. Wenn der Sicherheitsabstand von 1 Meter 50 eingehalten werden kann oder andere Schutzvorkehrungen wie Plexiglasscheiben vorhanden sind, dürfen Lehrpersonen die Maske abnehmen.

Waadt: Restaurants, Bars, Kinos und Museen sind geschlossen. Schulen und Krippen bleiben offen.

Wallis: Restaurants, Cafés, Pubs und Bars – auch solche in Bäckereien und Hotels sowie an Tankstellen, in Bahnhöfen oder auf Campingplätzen – sind geschlossen. Lebensmittel- und Mahlzeiten-Hauslieferungen sind nur noch bis 22 Uhr erlaubt.

Zug: In Bars sind im Innern nur noch 30 Gäste erlaubt.

Zürich: Seit dem 2. November müssen auf dem Areal der Volksschulen alle erwachsenen Personen eine Maske tragen. Neu gilt diese generelle Pflicht auch für Jugendliche in der Sekundarschule und der Sekundarstufe II – auch im Unterricht. Nach wie vor von der Regel ausgenommen sind Kinder im Kindergarten und in der Primarschule. Zudem gilt im Zürcher Kantonsrat eine Maskenpflicht für alle Ratsmitglieder, die nicht an ihrem Platz sitzen oder am Rednerpult stehen.

Und für Liechtenstein gilt: Restaurants und Bars sind seit dem 24. Oktober geschlossen. Ebenfalls ist die Konsumation an Veranstaltungen nicht mehr gestattet. Die Massnahmen sind auf drei Wochen befristet.

Seit dem 15. Juni sind die Grenzen für EU- und Efta-Staaten sowie das Vereinigte Königreich grundsätzlich wieder offen. Allerdings ist die Einreise aus der Schweiz nach Deutschland stark eingeschränkt. Die gesamte Schweiz gilt seit dem 22. Oktober als Risikogebiet in Deutschland. Wer aus der Schweiz einreisen will, muss einen negativen Corona-Test vorlegen oder 14 Tage in Quarantäne. Grenzgänger und Einkaufstouristen aus grenznahen Kantonen sind nicht betroffen.

Die Schweiz hat ihre seit dem 2. Juli monatlich angepasste Liste der Risikogebiete am 28. Oktober drastisch gekürzt, weil die ausschlaggebende Zahl der täglichen Neuansteckungen pro 100 000 Personen in den letzten 14 Tagen in der Schweiz höher ist als in den meisten anderen Ländern. Auf der Liste dieser Staaten und Gebiete, die ab dem kommenden Montag (23.11.) gilt, stehen neu Oberösterreich, Salzburg, Luxemburg und Montenegro, weiterhin auch Andorra, Armenien und Tschechien. Nicht mehr auf der Liste stehen unter anderem Belgien sowie die Regionen Haut-de-France und Île de France. Einreisende aus diesen Gebieten müssen für 10 Tage in Quarantäne. Wer aus einem Risikoland einreist, muss sich innert zweier Tage bei den kantonalen Behörden melden. Unterlässt ein Reisender dies, muss er mit einer Busse rechnen.

Die wichtigsten Antworten zu Auslandreisen finden Sie hier.

Alle Kantone sollen die Übertragungsketten flächendeckend zurückverfolgen (Contact-Tracing). Alle Personen mit Symptomen sollen sich testen lassen können – der Bund übernimmt alle Kosten der Corona-Tests inklusive Selbstbehalten und Franchisen. Positiv getestete Personen werden isoliert und Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt.

Der Bevölkerung wird eine App zur Verfügung gestellt, die ihre Nutzer informiert, wenn sie zu lange in der Nähe von Infizierten waren: Die SwissCovid-App ist im Apple Store und im Google Play Store verfügbar.

Was Sie zur Tracing-App wissen müssen, finden Sie hier.

Der Wettlauf um die Entwicklung, Zulassung und Herstellung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus ist in vollem Gang. Russland hat bereits einen ersten Impfstoff zugelassen. Auch der Bund ist von sich aus aktiv geworden. Er setzt dabei auf eine Strategie mit mehreren Herstellern. Mit zwei Impfstoffproduzenten hat er inzwischen einen Vertrag abgeschlossen, bei einem Hersteller besteht eine bindende Reservation.

Mit der amerikanischen Firma Moderna Therapeutics hat der Bund einen Vertrag für 4,5 Millionen Impfdosen abgeschlossen. Mit dem britischen Pharmaunternehmen AstraZeneca und der schwedischen Regierung vereinbarte er die Lieferung von bis zu 5,3 Millionen Impfdosen. Und mit Pfizer/Biontech besteht für rund 3 Millionen Impfdosen eine bindende Reservation. Derzeit werden die Details für einen definitiven Vertragsabschluss ausgehandelt. Der Bundesrat geht davon aus, dass eine Impfung 2021 erhältlich sein wird.

Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus – hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten.

Am 6. Oktober wurde in der Schweiz erstmals ein Zulassungsgesuch für einen Impfstoff gegen Sars-CoV-2 eingereicht. Die Arzneimittelbehörde Swissmedic hat mit der wissenschaftlichen Begutachtung des «Covid-19 Vaccine AstraZeneca» begonnen. Die Begutachtung erfolgt in einem speziellen Verfahren, das es Pharmafirmen erlaubt, Gesuche für Covid-19-Arzneimittel einzureichen, noch bevor die Entwicklung abgeschlossen und die Gesuchsdokumentation vollständig ist. Ein Zulassungsentscheid kann erst gefällt werden, wenn alle notwendigen Daten zur Prüfung der Sicherheit, der Qualität und der Wirksamkeit eines Impfstoffs vorliegen.

Am 11. November entschied der Bundesrat, den Kredit für die Beschaffung eines Impfstoff um 100 Millionen Franken zu erhöhen. Insgesamt will er damit 400 Millionen Franken bereitstellen, um ausreichend Spielraum für weitere Beschaffungen zu haben.

Der Bund hat schon mehrere Millionen von möglichen Corona-Impfstoffen reservieren lassen: AstraZeneca-Labor in Sydney.

Der Bund hat schon mehrere Millionen von möglichen Corona-Impfstoffen reservieren lassen: AstraZeneca-Labor in Sydney.

Dan Himbrechts / Imago

Das Coronavirus hat in der Schweiz zum gravierendsten Einbruch der Wirtschaftstätigkeit seit mehreren Jahrzehnten geführt. Der achtwöchige Lockdown vom Frühjahr lähmte ganze Wirtschaftszweige. Da sich die Lage ab Mai stabilisierte, konnten die harten Massnahmen gelockert werden. Dies hat zu einer konjunkturellen Wiederbelebung geführt. Deshalb ist die Schweiz ökonomisch bisher vergleichsweise glimpflich davongekommen. Die meisten Wirtschaftsinstitute haben denn auch ihre Prognosen bis vor wenigen Wochen wieder nach oben korrigiert. Doch der am 28. Oktober verfügte Slowdown dürfte die Wirtschaftsentwicklung nochmals bremsen. Zuverlässige Voraussagen sind daher derzeit praktisch unmöglich, weil niemand weiss, wie sich die Pandemie entwickelt. Die Ökonomen der ETH-Forschungsstelle KOF gingen vor dem neuerlichen Slowdown davon aus, dass die Schweizer Wirtschaft seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie rund 40 Milliarden Franken an Wertschöpfung verloren hat. Die Einbussen dürften jetzt noch grösser werden. Allein schon die momentane Unsicherheit hat Folgen, denn sie führt dazu, dass Firmen Investitionen aufschieben oder sogar stoppen.

In einem optimistischen Szenario rechnet die KOF für 2020 mit einem BIP-Rückgang um 3,6 Prozent und für 2021 dann wieder mit einem Wachstum von 3,2 Prozent. Das Vorkrisenniveau würde so frühestens 2022 erreicht. Gemäss dem – möglicherweise jetzt realistischeren –pessimistischen Szenario (dabei wird angenommen, dass sich die Pandemie verschlimmert und bis ins Frühjahr anhält) rechnen die ETH-Forscher mit einem BIP-Rückgang von 4,9 Prozent im laufenden Jahr und mit einem schwachen Wachstum von 1,5 Prozent im nächsten Jahr. Das Vorkrisenniveau dürfte frühestens 2023 erreicht werden.

Bisher hat auf dem Schweizer Arbeitsmarkt trotz dem starken Einbruch in der Schweiz – anders als in den USA – noch keine grosse Entlassungswelle eingesetzt. Das Land steht dank seinen Absicherungsmechanismen wie der Kurzarbeit und Sofortkrediten gut da. Beim Seco sieht man noch keine Anzeichen für «Massenentlassungen auf breiter Front». Anders als während der Finanzkrise handle es sich bei solchen Meldungen noch um vereinzelte spektakuläre Ankündigungen und nicht um ein Massenphänomen.

Die Eidgenossenschaft hat für dieses bisher einigermassen positive Resultat allerdings tief in die Tasche gegriffen. Die ausserordentlichen Corona-Ausgaben des Bundes dürften sich 2020 auf 18 Milliarden Franken belaufen. Dies ist aber deutlich weniger als die im Frühjahr budgetierten 31 Milliarden Franken. Auf dem Höhepunkt der Krise war die Rede von deutlich grösseren Verlusten. Dies deutet darauf hin, dass das Defizit nicht grösser ausfallen wird, als es die Schuldenbremse zulässt. Allerdings hat auch der Bundesrat am 28. Oktober eingeräumt, dass der Anstieg der Corona-Fallzahlen bis Ende Jahr noch grössere Auswirkungen auf den Bundeshaushalt haben könnte. Für 2021 hat der Bundesrat ein Minus von 1,1 Milliarden Franken budgetiert.

Im November sprach der Bundesrat zudem 63 zusätzliche Millionen Franken für den Erhalt der Innovationskraft. Die Regierung will zudem die Unterstützung für Härtefälle auf eine Milliarde Franken aufstocken und gleichzeitig den Anteil des Bundes daran erhöhen. Einen entsprechenden Vorschlag hat der Bundesrat ans Parlament verabschiedet. Zudem sollen auch Sportvereine unterstützt werden, die besonders stark unter den Corona-Massnahmen zu leiden haben.

In der Corona-Krise verändert sich die Wirtschaftslage fast im Wochenrhythmus. Wir zeigen mit neuartigen Daten den Verlauf der Krise.

Das BAG hat Hygieneempfehlungen zum Schutz vor dem Coronavirus herausgegeben und ergänzt diese laufend. Ende September startete das BAG eine Kampagne gegen den sogenannten «Fist Bump»: Die Begrüssung mit «Ghettofaust» sei aus hygienischer Sicht keine Alternative zum Händedruck. «Hand ist Hand», lautet der Slogan des BAG.

Weiterhin sollte man unter anderem regelmässig die Hände mit Wasser und Seife oder einer alkoholbasierten Lösung reinigen. Händeschütteln oder Begrüssungsküsschen sollen vermieden werden, weil sich ansteckende Tröpfchen aufgrund von Husten oder Niesen an den Händen befinden könnten.

Muss man husten oder niesen, sollte man Mund und Nase mit einem Taschentuch oder der Armbeuge bedecken, das Taschentuch hinterher in einem geschlossenen Behälter entsorgen und die Hände waschen. Zudem darf man nur nach telefonischer Anmeldung in einer Arztpraxis oder auf einer Notfallstation erscheinen.

Ausserdem rät das BAG, Abstand zu halten. Dies gilt zum Beispiel für das Anstehen in einer Schlange. Um die besonders gefährdeten älteren Menschen zu schützen, soll das Abstandhalten vor allem für sie und ihnen gegenüber gelten. Auch Teilnehmende von Sitzungen sollen körperlich auf Distanz gehen.

Während es anfangs lange seitens des BAG hiess, Masken böten keinen wirklichen Schutz vor Viren, ist die Maskentragepflicht seit Juli immer weiter ausgedehnt worden. Die aktuellen Regeln finden Sie hier.

Welche Maske ist die richtige?

Sehen Sie im Video, wie Sie sich und andere schützen können.

Coronavirus: Coronaviren sind eine Virusfamilie, zu der auch das derzeit weltweit grassierende Virus Sars-CoV-2 gehört. Da es anfangs keinen Namen trug, sprach man in den ersten Wochen vom «neuartigen Coronavirus».

Sars-CoV-2: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab dem neuartigen Coronavirus den Namen Sars-CoV-2 («Severe Acute Respiratory Syndrome»-Coronavirus 2). Mit der Bezeichnung ist das Virus gemeint, das Symptome verursachen kann, aber nicht muss.

Covid-19: Die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Atemwegserkrankung wurde Covid-19 (Coronavirus Disease 2019) genannt. Covid-19-Patienten sind dementsprechend Menschen, die das Virus Sars-CoV-2 in sich tragen und Symptome zeigen.

Ein ausführliches Glossar mit den 20 wichtigsten Begriffen im Zusammenhang mit der Pandemie finden Sie hier.

Der Bund setzt grosse Hoffnungen auf Covid-19-Schutzimpfungen.

Der Bund setzt grosse Hoffnungen auf Covid-19-Schutzimpfungen.

Thomas Imo /Imago

Mitarbeit: wej., len., gam., cts., cb., ase., alg., toc., eru., ran., med., nil., ni., amü., wde., bso. ela.; mit Agenturmaterial.

Football news:

Brunou erzielte in der Saison 2020/21 ein Tor und machte in 6 spielen mit den Big-sechs-Teams keine Assists
Wenn der Ausschuss für den Wettbewerb das Verhalten des Argentiniers anerkennt, der den Angreifer von Athletic Bilbao, Asier Villalibre, am Hinterkopf getroffen hat, aggressiv ist, beträgt die Mindeststrafe für einen Barça-Spieler 4 Spiele.Und das Maximum beträgt 12 Spiele (gemäß paragraf 98 der Regeln)
Ich würde ihn nicht kritisieren
Ich legte Messi das Gehäuse, und er war wütend und gab mir ein Gesicht. Offensichtliche Aggression. Minute des Spiels für den spanischen Supercup
Messi kann für 2 Spiele disqualifizieren. Der Schiedsrichter gab nicht an, dass der Stürmer von Barça aggressiv war, indem er einen Gegner auf den Kopf traf
Pirlo über das 0:2 von Inter: der Trainer muss zuerst die Schuld übernehmen. Wir waren zu vorhersehbar
Sulscher über das 0:0 gegen Liverpool: wir haben den Sieg nicht verdient. Wir haben den Sieg nicht verdient, weil wir nicht gut genug gespielt haben, sagte Trainer Ole-Gunnar sulscher nach der Partie am 19.Spieltag gegen den FC Liverpool. Wir haben unser Spiel vor allem in der ersten Halbzeit nicht aufgegeben. Die Qualität unseres Spiels hat sich im Laufe des Spiels verbessert, so dass wir dachten, wir sollten gewinnen. Wir haben zwei unglaubliche Momente geschaffen