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Corona-Taskforce-Mitglied packt in emotionalem Video über Trump aus: Olivia Troye konnte nicht mehr in den Spiegel blicken

Donald Trumps (74) Corona-Politik gerät immer mehr unter Beschuss. Eine Woche nach den Enthüllungen von Watergate-Journalist Bob Woodward (77) hat sich eine frühere Top-Beraterin von Vizepräsident Mike Pence (61) zu Wort gemeldet. Olivia Troye, die bis im August im Weissen Haus gearbeitet hatte, packt in einem Wahlkampfvideo von Republikanern, die zur Wahl des Demokraten Joe Biden (77) aufrufen, aus.

«Donald Trumps Reaktion auf die Krise hat seine völlige Missachtung menschlichen Lebens gezeigt», sagt sie im Video. Olivia Troye war als Beraterin von Pence Mitglied der Coronavirus-Taskforce der US-Regierung. Sie nahm an den Sitzungen teil und konnte mitanhören, was Trump hinter verschlossenen Türen gesagt hat. «Es ist ihm vor allem um die Wirtschaft und um seine Wiederwahl gegangen», sagt Troye.

Gegen Mitte Februar habe man im Weissen Haus gewusst, dass die Frage nicht war, ob Covid eine grosse Pandemie in den Vereinigten Staaten werden würde, sondern «wann». «Aber der Präsident wollte das nicht hören, weil seine grösste Sorge war, dass wir in einem Wahljahr sind», so Troye. Hätte Trump das Virus ernstgenommen, hätte er dessen Ausbreitung verlangsamt und «Menschenleben retten können».

Troye fragte sich: «Machst du wirklich einen Unterschied»

In dem Video zitiert Troye Trump aus einem Task-Force-Treffen mit den Worten: «Vielleicht ist diese Covid-Sache eine gute Sache. Ich mag es nicht, anderer Menschen Hände zu schütteln. Ich muss die Hände dieser abscheulichen Menschen nicht schütteln.» Troye dazu: «Diese ‹widerlichen› Menschen sind die gleichen Menschen, um die er sich angeblich kümmert. Das sind die Menschen, die auch heute noch zu seinen Wahlkampfveranstaltungen gehen und die volles Vertrauen in ihn haben.»

Troye beschreibt es als die «Gelegenheit und die Ehre ihres Lebens», im Weissen Haus gedient zu haben. «Aber dann kam ich abends nach Hause, schaute mich im Spiegel an und sagte: ‹Machst du wirklich einen Unterschied? Spielt das eine Rolle, denn egal, wie hart ich arbeite und was ich tue, der Präsident wird etwas tun, das der Sicherheit der Amerikaner schaden wird.›»

Mike Pence reagiert

Olivia Troye sagt über sich selbst, dass sie «ihr Leben lang» eine Anhängerin der Republikaner gewesen sei. Sie werde nun aber den Kandidaten der US-Demokraten, Joe Biden, wählen – «weil ich wirklich glaube, dass wir uns in einer Zeit der Verfassungskrise befinden. Unter diesen Umständen steht das Land über der Partei».

Mike Pence, ihr ehemaliger Chef, wies die Vorwürfe am Donnerstag umgehend zurück. Troyes Äusserungen wirkten wie die einer verärgerten Mitarbeiterin, «die sich entschlossen hat, im Wahljahr Politik zu machen», sagte er bei einer Veranstaltung im Weissen Haus nach Angaben anwesender Reporter. «Ich könnte nicht stolzer sein auf die Arbeit, die wir geleistet haben.» (nim/SDA)

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