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Corona-Krise: «Die Beleidigungen haben abgenommen»

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Auch für Randständige, Obdachlose oder Drogensüchtige hat sich das Leben seit der Corona-Krise verändert. Viele von ihnen können Unterstützung gebrauchen.

Seit der Corona-Krise ist das Leben für Obdachlose und Drogensüchtige härter geworden. So auch für den 40-jährigen Juri, der in Luzern auf der Strasse lebt und in einem Interview einen Einblick in sein Leben gewährt hat.

Der erschwerte Alltag von Juri hat die Community von 20 Minuten berührt. Mehrere Leser haben sich gemeldet, die dem Obdachlosen Hilfe zukommen lassen wollen. «Ich finde es tragisch und auch traurig, dass bei uns immer noch so viele Menschen auf der Strasse leben müssen», schreibt ein Leser. Dass die Situation angesichts der Corona-Krise noch härter geworden ist, sei nachvollziehbar. «Man sollte ihm die Möglichkeit geben, dass er nicht kriminell werden muss, um seine täglichen Bedürfnisse zu stillen», findet der Leser weiter.

Für Juri hätten sich Begegnungen mit Leuten auf der Strasse seit dem Interview verändert. Die Reaktionen der Passanten seien generell freundlicher geworden «Auch die Beleidigungen haben abgenommen, das ist schön», sagt Juri.

Briefe werden weitergeleitet

Der Verein Kirchliche Gassenarbeit Luzern hat sich bereit erklärt, Post an Juri weiterzuleiten. Die Geschäftsleiterin Franziska Reist verweist jedoch darauf, dass die Gassenarbeit zahlreiche Klienten betreut. So werde in der Gassenküche derzeit gratis Essen abgegeben. Der Verein nimmt auch Spenden entgegen. «Wir sind natürlich froh um jede Unterstützung. Diese kommt dann allen Klienten zugute», sagt Reist.

Die Spenden kommen unter anderem den Klienten der Gassenküche zugute. Unterstützt werde aber auch die Anlaufstelle Paradiesgässli, ein Angebot für Familien, die von Sucht und Armut betroffen sind. Zudem biete der Verein auch eine Seelsorge oder eine Sozialberatung an.

In diversen Städten in der Schweiz gibt es soziale Institutionen, die Randständigen und Süchtigen unter die Arme greifen. Um diese Arbeit erledigen zu können, sind viele dieser Vereine auf Spenden angewiesen – so etwa die Franziskanische Gassenarbeit in Zürich oder die Kirchliche Gassenarbeit in Bern. In St. Gallen nimmt sich der Verein Endlesslife der Betroffenen an oder in Basel der Verein für Gassenarbeit Schwarzer Peter.

(gwa)

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