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Corona-Krawallen in Holland: Lage bleibt angespannt ++ Polizei nimmt Randalierer fest

Die Polizei ist in den Strassen von Rotterdam mit einem massiven Aufgebot präsent. Bild: keystone

Corona-Krawallen in Holland: Lage bleibt angespannt ++ Polizei nimmt Randalierer fest

Nach den im Zuge von Corona-Massnahmen ausgelösten schweren Krawallen der vergangenen Tagen ist es am Dienstagabend in den Niederlanden zunächst weitgehend ruhig geblieben. Zum Beginn der Ausgangssperre um 21.00 Uhr registrierte die Polizei nur vereinzelt kleine Zusammenstösse mit Randalierern. In Rotterdam wurden am Abend 17 Menschen vorsorglich festgenommen, auch aus Breda wurden Festnahmen gemeldet. In Amsterdam versammelte sich im Westen nach Angaben der Polizei eine grosse Gruppe junger Männer. Die Lage sei wie auch in Hilversum angespannt, meldete die Polizei.

In den zwei Nächten zuvor hatte es schwere Krawalle in zahlreichen Städten gegeben. Auslöser der Unruhen war die Ausgangssperre, die als bisher schwerste Corona-Massnahme am Samstag erstmals in kraft getreten war. Hunderte junger Männer waren daraufhin plündernd und randalierend durch die Strassen gelaufen und hatten Polizisten mit Feuerwerk und Steinen angegriffen.

Wie die Anti-Lockdown-Proteste in Holland eskalierten

Video: watson/leb

Fussball-«Fans» verteidigten Stadien

Städte und Polizei hatten sich nun massiv auf mögliche Unruhen vorbereitet. Bürgermeister erliessen Notmassnahmen und schränkten den Aufenthalt in den Zentren stark ein. Schaufenster waren mit Sperrholz verbarrikadiert. Die Polizei patrouillierte.

Mehrere Personen sind festgenommen worden. Bild: keystone

In mehreren Städten hatten sich Fans der Profi-Fussballvereine versammelt, um ihre Stadien zu verteidigen. In Maastricht versammelten sich mehrere hundert Fans nach Medienberichten im Zentrum, um die Stadt zu schützen, wie sie sagten. Fan-Proteste gab es auch in Eindhoven, Tilburg und 's Hertogenbosch. (sda/dpa)

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