Switzerland

Corona-Entschädigungen: Auch Ständerat gibt grünes Licht für Sport-Millionen

Dass maximal 115 Millionen Franken an den durch Corona-bedingte Geisterspiele gebeutelten Profi-Sport fliessen sollen, ist in den Räten nahezu unbestritten. Diskutiert wird die über Details. Und in denen liegt bekanntlich der Teufel.

Bei den Entschädigungen für den Sport steht vor allem ein Punkt im Zentrum der Diskussion. Der Bundesrat hatte vorgeschlagen, dass bei den Klubs, die das Geld (zwei Drittel der durchschnittlichen Zuschauer-Einnahmen der Saison 2018/19 pro Geisterspiel) annehmen, bei jedem Angestellten mit einem Jahreslohn von über 148'200 Franken das Salär um 20 Prozent gekürzt werden muss.

«Eine einfach zu praktizierende und transparente Lösung»

Da dies aber in der Umsetzung wegen rechtsgültigen (befristeten) Verträgen zu grossen Problemen führen würde, haben nun erst der National- und dann der Ständerat Korrekturen vorgenommen: Der Schnitt der Löhne über 148'200 muss um 20 Prozent gekürzt werden. «Damit nicht ein einzelner Spieler, der vielleicht ein Grossverdiener oder ein Querulant ist, das Ganze zum Einstürzen bringen kann», argumentierte der Schaffhauser SVP-Ständerat Hannes Germann.

Damit war auch Bundesrat Ueli Maurer einverstanden. «Es ist eine einfach zu praktizierende und transparente Lösung. Damit können auch die Klubs leben», sagt der Finanzminister.

Kürzung nur für die «direkt am Spielbetrieb Beteiligten»?

Germanns Minderheitsantrag wurde mit 34:2 bei 3 Enthaltungen angenommen. Davor hatte der Solothurner CVP-Ständerat Pirmin Bischof noch Zahlen auf den Tisch gelegt: Die Swiss Football League (10 Vereine) habe ein Lohnvolumen von 48 Millionen Franken und einen Durchschnittslohn von 155'000 Franken pro Jahr, die zwölf Hockey-Klubs der National League kämen auf 112 Mio. und Saläre von 215'000 Franken im Schnitt.

Noch sind sich der National- und Ständerat noch nicht ganz einig bei einigen Details. So gilt es zu klären, ob nur die Löhne über 148'200 Franken der «direkt am Spielbetrieb beteiligten Angestellten», wie es der Nationalrat will, oder auch jene des Managements gekürzt werden müssen.

Zudem hat die kleine Kammer einem expliziten Stichdatum der Löhne (12. Oktober 2020) für die Berechnung zugestimmt. Nun muss sich die Kommissionen für Wirtschaft und Abgaben (WAK) des Nationalrats zur Differenzbereinigung wieder dem Thema annehmen. Wenn dann alles im neuen Covid-19-Gesetz geregelt ist, kann der Bundesrat die Verordnung verfassen.

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