Switzerland

Corona-Dauerstress - viele Kantone kommen ihren Verpflichtungen nur schleppend nach

Am Sonntag hat das Bundesamt für Gesundheit 152 neue Coronafälle vermeldet. Bei einem Grossteil davon dürfte offen bleiben, wo die Ansteckung passiert ist.

Er wurden bereits erste Verzeigungen gegen Personen ausgesprochen, welche die Quarantänepflicht nach der Einreise aus einem Risikogebiet missachteten.

Er wurden bereits erste Verzeigungen gegen Personen ausgesprochen, welche die Quarantänepflicht nach der Einreise aus einem Risikogebiet missachteten.

Alexandra Wey / KEYSTONE

Die konsequente und möglichst lückenlose Nachverfolgung der Covid-19-Ansteckungsketten soll in der Schweiz eine zweite Corona-Welle verhindern. Die neusten Zahlen aus den Kantonen zeigen aber, dass die Behörden in vielen Fällen im Blindflug-Modus unterwegs sind. Wie die «Sonntagszeitung» schreibt, wissen gewisse kantonale Gesundheitsämter in bis zu Zweidritteln der Fälle nicht, wo die Ansteckungen bei den registrierten Infizierten passiert sind.

Im Kanton Zürich haben von den 304 in der zweiten Julihälfte bestätigten Coronafällen 65.13 Prozent das Prädikat Ansteckungsort «unbekannt». Im Kanton Bern liegt die Dunkelziffer bei 39.04 Prozent, im Aargau bei 42.94. Besser sieht es in Freiburg und Baselland aus. Dort konnten im besagten Zeitraum fast Dreiviertel der Infektionsketten aufgedeckt werden.

Wie die Berner Epidemiologin Nicola Low von der Covid-Taskforce des Bundes sagt, seien die allgemein hohen Dunkelziffern problematisch. In Kombination mit der gleichzeitig rückläufigen Anzahl der Tests seien sie ein Indiz, dass es inzwischen wieder viele Ansteckungen gäbe, die nicht diagnostiziert und somit auch nicht gemeldet werden: «Personen mit leichten Symptomen lassen sich wahrscheinlich weniger testen als noch Anfang Juli», sagt Low in der «Sonntagszeitung».

Dass mit dem Contact-Tracing allein auch im besten Fall eine Dunkelziffer bleiben wird, weiss auch Low. Deshalb fordert sie zusätzliche Massnahmen. So sollen Personengruppen, die ein hohes Infektionsrisiko haben, präventiv getestet werden. Darunter fallen beispielsweise das Gesundheitspersonal, Altersheimbewohner oder Einreisende aus Risikogebieten.

Erste Verzeigungen wegen Missachtung der Quarantäne

Wie die Zahlen aus den Kantonen zeigen, sind Einreisen aus dem Ausland ein wesentlicher Treiber der Epidemie. Im Kanton Baselland haben sich beispielsweise gut 24 Prozent der registrierten Fälle im Ausland angesteckt. Die Quarantänepflicht nach Einreise aus gewissen Risiko-Staaten ist im Dispositiv des Bundesamtes für Gesundheit denn auch ein wichtiger Pfeiler. Entscheidend für die Wirksamkeit der Massnahme ist jedoch, dass sich die Einreisenden auch wirklich an die staatlich verordnete, 10-tägige Quarantäne halten.

Wie der «Sonntagsblick» schreibt, ist dies nicht immer der Fall. So seien bereits «Quarantänesünder» aufgeflogen. In Glarus, Graubünden, Obwalden, Solothurn, Zug und Zürich seinen erste Anzeigen erfolgt. Die Zahlen der Erwischten würden sich jeweils im einstelligen Bereich bewegen. Die Höhe der Busse steht noch nicht fest, die Verfahren würden noch laufen. Kontrolliert werde per Telefon und per Email. Wie konsequent diese Überprüfungen stattfinden, ist allerdings von Kanton zu Kanton verschieden.

Ähnlich sieht es auch bei den Kontrollen von Betrieben aus. Seit Mitte Juli müssen die Kantone verstärkt prüfen, ob beispielsweise Restaurants die Kontaktdaten ihrer Gäste erheben oder in Schlachthöfen Schutzmasken getragen werden. Die Kantone sind verpflichtet, dem Bund wöchentlich über ihre Kontrolltätigkeiten zu rapportieren. Wie der «Sonntagsblick» schreibt, kommen die Kantone ihren Kontrollpflichten jedoch nur schleppend nach. So zeigt ein erstes Fazit des Bundes, dass in der dritten Juliwoche nur vier Kantone mehr als 100 Mal kontrollierten. Die grosse Mehrheit der Kantone liefere entweder nur sehr tiefe Zahlen oder gar keine.

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