Switzerland

Callà nach Doumbias Traum-Debüt beim FCZ: «Unverständlich, dass kein Superligist ihn früher holte»

Was ist denn das für ein eindrücklicher Auftritt von Ousmane Doumbia bei seiner Super-League-Premiere. Der neue Mittelfeld-Puncher des FC Zürich ist massgeblich am 4:1 in Vaduz beteiligt. Sackstark wie er die Bälle vor den Toren zum 2:0 und 3:0 den Gegenspielern abjagt. Auch sonst ist er omnipräsent im Mittelfeld. Zweikampfstark, wuchtig, schnell.

Der Last-Minute-Zuzug des FC Winterthur hat sich eigentlich bereits nach Spiel eins ausbezahlt. Für dessen ehemaligen Mitspieler und Winti-Captain Davide Callà ist Doumbias Traumdebüt alles andere als eine Überraschung. «Der FCZ hat einen Topspieler geholt. Ousmane hat einen unglaublichen Punch, eine brutale Präsenz.»

Bestens erinnert sich Callà noch an seine erste Trainingswoche im Sommer 2018 bei Winterthur. «Ich dachte: Was ist denn das für ein Löwe? Ich fragte den Sportchef, wo er nur diesen Mittelfeldspieler ausgegraben hat.»

Zwei Jahre hat Callà dann mit Doumbia zusammengespielt. Zwei Jahre in denen sich der ehemalige GC- und FCB-Flügel nach jeder Schliessung des Transferfensters gewundert habe, weshalb der Ivorer immer noch da ist. «Ich dachte immer: Den sehen wir nicht mehr lange. Aber nichts passierte. Eigentlich unverständlich, dass kein Klub aus der Super League ihn früher geholt hat. Für uns war es ja super, dass wir ihn solange auf der Schützenwiese geniessen durften.»

Doumbia war zweifelsohne der konstanteste Spieler des FC Winterthur, für viele Experten war er der beste «Sechser» der Challenge League. Auch für Callà. «In meinen Augen ist er ein kompletter Spieler», sagt er. Auch was die Einstellung betrifft. «Ousmane ist ein super Typ. Ein Sonnenschein in der Garderobe, immer fröhlich. Er hat kein Training ausgelassen, war immer pünktlich und gab immer Vollgas. Auch in den Testspielen und Trainings.»

Callà ist längst nicht der einzige, der sich wundert, wie Doumbia nur so lange und so konstant gut spielen konnte und dennoch unter dem Radar der Sportchefs der Superligisten blieb.

Ousmane, der jüngere Bruder des ehemaligen YB- und FCB-Knipsers Seydou Doumbia, brauchte insgesamt 159 Spiele in der Challenge League für Servette und Winterthur und musste 28 werden bis er seine erste Chance in der höchsten Spielklasse bekommen hat. Er hat sie eindrücklich genutzt. Schlusswort Callà: «Wir in Winterthur vermissen ihn extrem, sportlich und auch in der Kabine. Aber andererseits gönnen wir es ihm, dass er nun in der Super League spielen kann. Ich bin mir sicher: Der FCZ wird noch viel Freude an Ousmane haben.»

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