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BVB-Kantersieg in Paderborn – auch Sancho protestiert gegen Rassismus

BVB-Torschütze Jadon Sancho forderte Gerechtigkeit für den von einem Polizisten getöteten George Floyd. Bild: keystone

BVB-Kantersieg in Paderborn – auch Sancho protestiert gegen Rassismus

Borussia Dortmund wird auch nach dieser Runde auf Tabellenplatz 2 stehen. Das ist vor dem Montagsspiel (1. FC Köln – RB Leipzig) klar, weil der BVB bei Schlusslicht Paderborn zum erwarteten Auswärtssieg kam. Thorgan Hazard und Jadon Sancho mit einem Doppelschlag zehn Minuten nach der Pause sorgten für die Vorentscheidung. Durch einen umstrittenen Handspenalty kam Paderborn zum Anschlusstor, doch Sancho sorgte postwendend wieder für eine Zwei-Tore-Führung. Der junge Engländer zeigte bei seinem ersten Treffer eine Botschaft auf dem Unterleibchen; er forderte Gerechtigkeit für den in den USA von einem Polizisten getöteten George Floyd.

Sancho sah für diesen Torjubel reglementskonform die Gelbe Karte. Und ihm könnte weiteres Ungemach drohen. «Der Kontrollausschuss des DFB wird sich im Laufe der nächsten Tage dieser Angelegenheit annehmen und den Sachverhalt prüfen», sagte der Vorsitzende des Gremiums, Anton Nachreiner, zur Deutschen Presse-Agentur zum ähnlich gelagerten Fall von Weston McKennie. Der Schalker hatte gestern die Worte «Justice for George» auf eine Armbinde geschrieben, die er beim 0:1 gegen Werder Bremen trug. Ob die Fussballer allerdings tatsächlich bestraft werden, ist zu bezweifeln.

Für den SC Paderborn ist der Klassenerhalt schon fast unerreichbar fern. Der Aufsteiger hat fünf Runden vor dem Ende einen Rückstand von acht Punkten auf den Relegationsplatz. Zuletzt hatten zwar drei Unentschieden in Folge die Hoffnung genährt, dass vielleicht doch noch etwas möglich ist. Doch der letzte Sieg liegt nun zehn Spiele zurück. Und einfacher wird die Aufgabe nicht: Am kommenden Samstag geht es nach Leipzig.

Die Tabelle

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