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«Bucht das Hotel für den Final in Istanbul» – die Reaktionen zum Champions-League-Final

Diese Klubs haben den Henkelpott gewonnen

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Diese Klubs haben den Henkelpott gewonnen

quelle: ullstein bild / ullstein bild

Schiri wird von Fussballerin in die

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Aufregung im Champions-League-Final kurz vor der Pause: Karim Benzema bringt Real Madrid gegen Liverpool in der 43. Minute mit 1:0 in Führung, doch bald folgt die königliche Ernüchterung: Der VAR schaltet sich ein und gibt den Treffer nach minutenlanger Überprüfung wegen Abseits nicht. Eine Fehlentscheidung? Ganz knifflig, hier eine Antwort zu finden.

Real Madrid feiert seinen 14. Sieg in der Champions League.

Real Madrid feiert seinen 14. Sieg in der Champions League.Bild: keystone

Am Samstagabend holte Real Madrid den Sieg in der Champions League – bereits seinen 14. Die «Blancos» rangen Liverpool im Final mit 1:0 nieder. Während die Spanier damit einmal mehr in der Königsklasse jubeln können, bleibt den «Reds» nur die Enttäuschung – das sind die Reaktionen der Teams und der Medien.

Real Madrid

Carlo Ancelotti, Trainer:

«Wir haben diesen schwierigen Wettbewerb verdient, mit viel Leiden und einem grossen Herz gewonnen. Vinicius hat getroffen, Courtois gehalten. Fertig. (...) Heute haben wir vielleicht nicht ein wahnsinnig attraktives Spiel gezeigt, aber es schien mir nicht schlau, mit ihrem Pressing versuchen, immer mit dem Ball am Fuss rausgekommen. Wir haben Liverpool nicht die Möglichkeit gegeben, uns in der Tiefe anzugreifen, die Verteidiger waren hervorragend. (...) Unser Geheimnis war dieses Jahr unser Mix: die Bescheidenheit der Erfahrenen plus die Begeisterung der Jungen.»

Carlo Ancelotti jubelt nach den Sieg im Final.

Carlo Ancelotti jubelt nach den Sieg im Final.Bild: keystone

Thibaut Courtois, Goalie und Mann des Spiels:

«Ich verspüre nur Liebe und Glück. Einen solchen Final gegen ein extrem starkes Team zu spielen und zu gewinnen, ist etwas Unglaubliches. Heute habe ich neun Paraden gezeigt, ich muss wohl noch Lotto spielen, so gut wie alles gegangen ist. Ancelotti hat uns gesagt, dass wir gewinnen werden, und das haben wir. Es war nicht unser bestes Spiel, aber wir haben gewusst, dass wir leiden müssen.»

Mit seinen zahlreichen Paraden war Courtois der Mann des Spiels.

Mit seinen zahlreichen Paraden war Courtois der Mann des Spiels.Bild: keystone

Marcelo, abtretender Captain:

«Real mit einem Sieg in der Champions League und als Spieler mit den meisten Titeln zu verlassen, ist für mich eine enorme Freude. Ich bin aber auch traurig, dass ich gehen werde. Es waren viele Jahre, meine Familie ist stolz. Morgen hoffe ich, die Party so richtig zu geniessen und ein Bierchen trinken, schliesslich ist es meine letzte. Man sollte immer Spass haben, in den Finals, in den Halbfinals, in den Trainings. Denn alles geht sehr schnell.»

Marcelo darf mit Real in der Champions League seinen 25. und letzten Titel bejubeln.

Marcelo darf mit Real in der Champions League seinen 25. und letzten Titel bejubeln.Bild: keystone

FC Liverpool

Jürgen Klopp, Trainer:

«Im Moment hat in der Kabine natürlich niemand mehr das Gefühl, dass wir eine grossartige Saison gespielt haben. Aber das war es eigentlich. Zwei Entscheidungen endeten mit dem knappest möglichen Resultat. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, aber kein perfektes. Das war wohl nicht möglich gegen diesen Gegner, der so tief stand und konterte. (...) Unsere Jungs haben alles versucht, was möglich war. Vor allem, als wir im Rückstand lagen. Dann haben wir so gespielt, wie wir es eigentlich immer wollten. (...) Am Ende ist es schon ein Erfolg, einen Final bestreiten zu können. Nicht derjenige, den wir wollten. Aber ich habe ein starkes Gefühl, dass wir wieder kommen werden. Wo ist der Final nächstes Jahr? Istanbul? Bucht das Hotel.»

Andy Robertson, Verteidiger:

«Es war still in der Kabine, wir sind am Boden zerstört. So ist es halt, wenn mal Finalspiele nicht gewinnt. Wir hatten unsere Chancen, aber mussten heute gegen einen unglaublichen Goalie spielen. Ehrlich gesagt hätten wir aber besser spielen können, vor allem in der zweiten Halbzeit. (...) Ein so erfahrenes Team wie Real weiss halt, wie man solche Spiele gewinnt. Und als sie mal in Führung lagen, haben sie das bewiesen. So ist es halt schwierig, zurückzukommen. Es hat heute nicht sein sollen.»

Andy Robertson bleibt nur die Enttäuschung.

Andy Robertson bleibt nur die Enttäuschung.Bild: keystone

Die Presse

Spanien

«Marca»:

«Das ist Real. Die Legende vom unbezwingbaren Madrid hat bereits sein 14. Kapitel. Erneut kämpfte es gegen einen formidablen Gegner und die Quoten, welche Liverpool in der Favoritenrolle sahen. Doch einmal mehr wehrte sich Real mit seinem Charakter, welcher in den Fasern des Wappens eingeprägt ist, um am Ende eine Trophäe in die Höhe zu stemmen, welche jeden reich machen wird, der zu Beginn der Saison ein paar Euros auf die ‹Blancos› gesetzt hat. (...) Es wurde befürchtet, dass es ohne die Ankunft eines neuen Messias wie Mbappé nicht möglich sei, diesen Pokal erneut zu gewinnen. Doch das war nicht der Fall.»

«Mundo Deportivo»:

«Real gewinnt seine 14. Champions League dank einem Treffer von Vinicius und einer wahren Show von Thibaut Courtois. (...) Courtois vergrösserte seine Figur, dominierte den Strafraum mit überwältigendem Selbstvertrauen und übertrug die Ruhe auf seine Verteidigung. Jede Parade gegen Salah war eine Bestätigung, dass Real keine Finals spielt, sondern gewinnt. Nun wird er die Hochzeit seines Bruders verpassen, weil er noch einen weiteren Titel feiern muss. Und zwar einen, für den er zuständig war.»

England

«The Guardian:»

«Es war für Liverpool ein Spiel zu viel. Nummer 63 in einer Saison, in welcher man in jedem Wettbewerb vorne mitspielte, hätte den krönenden Abschluss bringen sollen, einen Moment, der die Ära Klopp hätte prägen sollen. (...) Der Fehler von Trent Alexander-Arnold kommt Liverpool teuer zu stehlen. Dennoch bleibt er unverzichtbar. (...) Es wollte einfach nicht sein. Das Team gab alles, nur um am Ende doch am Mythos Real zu scheitern.»

«Liverpool Echo»:

«Diese Niederlage schmerzt Liverpool besonders. Vor vier Jahren überwog der Stolz, nachdem man in verwegenem, nervenaufreibendem Stil in den Final gestürmt war. Damals war man noch Aussenseiter. Diesmal ist das Gefühl ein anderes. Wegen dem Kader, das Klopp zusammengestellt hat. Eines, das einfach etwas zu nahe bei der Sonne flog in diesem Monat, als es an der Fussball-Unsterblichkeit vorbeischrammte.»