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Switzerland

Börsenliebling Lonza weckt unter Anlegern hohe Erwartungen

Der Marktwert der Chemiefirma hat auch am Dienstag kräftig zugelegt. Investoren trauen ihr zu, dank boomenden Geschäften mit Kunden aus dem Pharma- und Biotechsektor weiterhin deutlich zu wachsen.

Der Aktienkurs des Basler Pharmazulieferers Lonza kennt seit beinahe acht Jahren nur eine Richtung – nach oben. Auch am Dienstag ist er wieder kräftig gestiegen. Bis 13 Uhr verzeichneten die Titel ein Plus von 6% gegenüber dem Vortag und schnitten damit in einem verhaltenen Gesamtmarkt von allen Vertretern im Swiss Market Index (SMI) mit Abstand am besten ab. 

Geschäftsausbau hat Priorität

Analytiker hatten am Morgen vor dem Handelsstart mit Blick auf die letztjährigen Geschäftszahlen sowie den Ausblick für das laufende Jahr eher mit einer negativen Kursreaktion gerechnet. Als enttäuschend wurde der Antrag des Verwaltungsrats aufgefasst, die Gewinnausschüttung für 2019 erneut auf Fr. 2.75 pro Aktie zu belassen. Auf diesem Niveau bewegt sich die Dividende bereits seit 2016 – die Lonza-Gruppe scheint ihre Überschüsse lieber in den Geschäftsausbau zu investieren.

Mehr hatten sich die meisten Marktbeobachter auch bei der Prognose der Firma für die um Sondereffekte bereinigte Umsatzrendite auf Stufe Betriebs-Cashflow (Ebitda) erhofft. Anstelle der nun vom Konzern in Aussicht gestellten stabilen Entwicklung hatten sie mit einem Zielwert von 28% (verglichen mit 27,4% im vergangenen Jahr) gerechnet.

Auf dem angestrebten Niveau verspricht Lonza aber weiterhin hochprofitabel zu arbeiten. Erst recht margenstark ist die Firma in ihrem Kerngeschäft der Herstellung von Wirkstoffen für Kunden aus der Pharma- und Biotechnologiebranche. In diesem Bereich sank die sogenannte Kern-Ebitda-Marge trotz der anhaltend hohen Investitionen in neue Produktionskapazitäten sowie zusätzliche Mitarbeiter nur geringfügig von 33,2 auf 32,9%. Das weitgehend aus eigener Kraft bewerkstelligte Umsatzwachstum erreichte ebenfalls eindrückliche 11%.

Viel Arbeit für neuen CEO

Die Strategie des Konzerns, sich zunehmend als «Volldienstleister» bei der Produktion von Pharma- und Biotechprodukten der unterschiedlichsten Art zu positionieren, scheint bei Anlegern auf grossen Gefallen zu stossen. An der Bilanzmedienkonferenz unterstrich Verwaltungsratspräsident Albert Baehny, der seit dem überraschenden Rücktritt von Marc Funk im vergangenen November interimistisch auch der Konzernführung vorsteht, dass die Breite des Angebots von Lonza in der Branche ihresgleichen suche.

Ein neuer CEO soll laut der Zielsetzung des Unternehmens bis Ende nächsten Mais ernannt werden. In der engeren Auswahl befinden sich zurzeit offenbar noch sechs Kandidaten. Der neue Konzernchef wird nicht nur Ruhe ins Management bringen müssen, dessen Spitzenposten innert nur einem Jahr nun schon zum dritten Mal neu besetzt werden muss. Auch gilt es ehrgeizige mittelfristige Finanzziele zu erreichen. Wie Lonza eben bestätigt hat, soll die Kern-Ebitda-Marge bis 2022 auf 30,5% gesteigert werden. Zudem hat sich der Konzern bis dann einen Umsatz von 7,1 Mrd. Fr. vorgenommen, was einer Zunahme von immerhin 1,2 Mrd. Fr. bzw. von 20% gegenüber dem letztjährigen Niveau entspricht. Es darf also kaum etwas schiefgehen bei Lonza. Grössere Abweichungen von den Zielwerten würden angesichts der hohen Erwartungen, welche die Anleger seit längerem verfolgen, wohl unweigerlich mit Kursabgaben bestraft.

Lonza im Höhenflug

Aktienkurs in Fr.

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