Switzerland

Böötler lassen Allmend links liegen – mehr Schatten und Glacés sollen die Wende bringen

Mit dem wärmeren Wetter steigt auch der Verkehr auf der Limmat wieder rasant. Die Anzahl Gummiböötler, die sich von Zürich nach Dietikon die Limmat runtertreiben lassen, hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. In den letzten Wochen sei die Frequenz wieder stark angestiegen, sagt Heinz Illi (EVP), Dietiker Sicherheits- und Gesundheitsvorstand. Und die meisten seien wie gehabt bis zur Nötzliwiese direkt vor dem EKZ-Kraftwerk durchgefahren, statt bereits bei der Allmend Glanzenberg auszusteigen. Dies führte wegen Lärm und Littering immer wieder zu Konflikten mit dem angrenzenden Altberg-­Quartier. Weil ein grosser Teil der Wiese seit letztem September als Installationsplatz für den Limmattalbahnbau benutzt wird, sind die Platzverhältnisse noch viel enger geworden.

Mit ihrer weitläufigen Liegewiese, dem Zugang zum Bahnhof Glanzenberg und den einfachen Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten wäre die im Juni 2019 eröffnete Allmend Glanzenberg prädestiniert als Gummiboot­hafen. Doch bisher hat es die Stadt Dietikon nicht geschafft, Gummibootfahrer dazu zu bringen, schon vor der Limmatkurve auszusteigen.

Das soll sich diesen Sommer ändern. Die grossen Banner über der Limmat an der Eisenbahnbrücke und der Autobahnbrücke, die beide vorletzte Woche von Mitarbeitern der Stadt Dietikon aufgehängt wurden, verweisen nur noch auf den Ausstieg Glanzenberg. Auch werde die Nötzliwiese im diesjährigen Böötli­guide nicht mehr als Möglichkeit zum Auswassern genannt, sagt Michael Weber, Leiter der Sicherheits- und Gesundheitsabteilung. Das soll auch den vielen Wasservögeln zu Gute kommen, die den Uferbereich bei der Nötzliwiese den Grossteil des Jahres für sich beanspruchen, sagt Illi.

Die Stadt will aber keine Verbote erlassen, sondern an die Vernunft der Menschen appellieren, sagt er. Deshalb soll die Allmend Glanzenberg für diesen Sommer aufgewertet werden und zum längeren und gemütlicheren Verweilen einladen. Ein klares Bedürfnis seien mehr Schattenplätze, sagt Illi. So wird die Liegewiese um einen Teil der angrenzenden Blumenwiese erweitert, damit die Menschen stärker vom Schatten der grossen Pappeln profitieren können. Auch ein mobiles Angebot für Getränke, Süsses oder Grilladen peilt die Stadt auf der Allmend ab Juli an. «Wir sind auf gutem Weg, das aufzugleisen. Die Gespräche mit möglichen Betreibern laufen», sagt Weber.

Die beiden Wehre sind besonders gefährlich

Seit Jahren fährt die Stadtpolizei Zürich eine aufwendige Kampagne, um auf die tückischen Gefahren beim Gummibööteln hinzuweisen. Dabei steht besonders das Höngger Wehr im Fokus. Am Donnerstag lancierte sie ein neues Video mit Sicherheitstipps und erinnerte daran, dass ab diesem Jahr auf Fliessgewässern neue Bestimmungen gelten.

Wer beim Höngger Wehr losfahre, lande zwangs­läufig in Dietikon, sagt Illi. Und auch hier verhindert ein Kraftwerk die Weiterfahrt. Auch deshalb bedauert Illi den Zürcher Alleingang und findet, dass die Gemeinden an der Limmat bei der Prävention stärker zusammenarbeiten sollten. Beim Thema Sicherheit auf der Limmat erhofft er sich auch mehr Unterstützung von kantonaler Seite. «Wir sind offen für eine engere Zusammenarbeit. Gemeinsam geht vieles einfacher», sagt Illi.

Wegen dem gestauten Wasser fliesst die Limmat vor dem Dietiker Wehr sehr langsam. Dennoch sei es nicht ungefährlich: Unter Wasser könne die Strömung wegen der Kraftwerk­turbinen unerwartet und stark sein. So mussten Polizei und Feuerwehr dieses Jahr bereits Menschen von einem gekenterten Kanu retten, die sich wegen der Strömung nicht mehr aus dem Rechen des Wehrs befreien konnten. Und auch einem Schwan sei das gleiche passiert, weil sich die Strömung mit dem Ausbau des Kraftwerks deutlich verändert habe.

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