Switzerland

Biobauer Thomas Anliker geniesst die Vielfalt: «Ich dachte immer: ‹bloss nie Bauer werden›!»

Dies ist ein bezahlter Beitrag, präsentiert von Coop

Die Fahrt auf die Anhöhe führt vorbei an Birken und Apfelbäumen, an mit Gänseblümchen gesprenkelten Wiesen. Oben, mit Sicht in die Weite des Suhrentals, liegt der Lottenhof. Im offenen Stall schnauben Islandpferde, links davon blüht der Raps. Wildes Bellen ertönt, als das Auto hält: Hofhund Bailey bekundet Misstrauen. «Schon gut», beruhigt Lottenhof-Bauer Thomas Anliker den Appenzeller Mischling. «Er regt sich manchmal schnell auf.»

Unaufgeregt, um nicht zu sagen idyllisch, wirkt dagegen der Biobauernhof im aargauischen Muhen. «Heute ist aber auch ein super Tag», sagt Anliker und blickt über den sonnenbeschienenen Platz. Er lebt hier, seit er zwei Monate alt war. Damals übernahmen seine Eltern die Verwaltung, später wurden sie Pächter. Nicht immer war klar, dass er, der erst Bäcker lernte, den Hof mit seinen 32 Hektaren Land übernehmen würde. «Als Kind musste ich viel mithelfen. Ich dachte immer, ‹bloss nie Bauer werden›.» Doch nun führt er seit sechzehn Jahren den Hof mit seiner Frau Nicole. Als er die Pacht antrat, stellte er den konventionell geführten Betrieb auf Bio um. «Ich war nie Fan von viel Kraftfutter, Kunstdünger oder chemisch-synthetischen Pestiziden.» Er wolle einfach, dass es Natur und Tieren gut gehe.

Ein Quietschen kommt aus dem Schweinestall. Ihn hatte Anliker schon vor längerem mit seinem Vater umgebaut. Seither haben die hundert Mastschweine nicht nur mehr Platz, sondern auch Auslauf. Eine Schweinenase reckt sich über das Gehege. Der Biobauer lacht: «Sie sind neugierig.» Die Tiere kommen mit rund 20 Kilo und bleiben, bis sie 120 Kilo wiegen. Drei bis vier Monate dauert das. «Eher vier, weil sie sich gut bewegen können.» 200 Schweine liefert er pro Jahr an das Coop Naturaplan Label. Ihnen ein schönes Leben ermöglichen, solange sie hier sind: Das versteht er als seine Aufgabe.

Natürlich. Richtig. Gut.

Die strengen Knospe-Richtlinien von Bio Suisse gelten für den gesamten Bauernhof. Die Tiere erhalten Bio-Futter und werden in kleinen Herden gehalten. Sie haben einen besonders tierfreundlichen Stall und regelmässigen Auslauf. Ab 2022 dürfen Wiederkäuer (Kühe, Schafe, Ziegen) nur noch Futter fressen, das zu 100 Prozent aus Schweizer Knospe-Betrieben stammt. Unabhängige Institutionen kontrollieren mindestens einmal pro Jahr die Bio-Bauernhöfe.

Anliker spricht lauter, das Muhen der Kühe hat ein Crescendo erreicht. Ihr Stall auf der Hof-Nordseite besteht aus einem grosszügigen, an zwei Seiten offenen Gebäude mit Schrägdach. Er wurde neu gebaut, als der Lottenhof von Milchvieh- auf Mutterkuhhaltung umstellte: Die Kälber der 23 Kühe bleiben ab Geburt rund zehn Monate bei der Mutter. Die Hälfte der Kälber wird dann zu Fleisch für Coop verarbeitet. Die andere Hälfte des Bio-Fleischs geht in den Direktverkauf. Die Mutterkühe bleiben neun bis zehn Jahre auf dem Hof.

«Das hier ist Brenda», stellt Anliker eine vor. Brenda liegt auf Stroh, neben einem Muni von imposanter Grösse. «Ramses, ein ganz Lieber.» Gerade zu den Kühen baue man eine Beziehung auf. «Hat eine Kuh eine schwere Geburt oder ist ein Kalb nicht ‹zwäg›, geht das nahe.» Doch auch ein Schwein, dem es schlecht geht, lässt ihn nicht unberührt. Oder wenn eines der Tiere plötzlich stirbt. Zwar gehöre er nicht zu denen, die dauernd Säuli streicheln oder Kühe «chüderled», gerne habe er seine Tiere aber auf jeden Fall.

Dazu fehlt auch schlicht die Zeit. Denn auch ein Biobetrieb müsse wirtschaftlich sein. Und da sei kein Moment, in dem nichts anfalle. Misten, füttern, heuen, silieren, zäunen, Maschinen reparieren, Bäume schneiden und nicht zuletzt Administration. «Bei Kontrollen muss ich nachweisen, dass die Tiere gut gehalten sind. Dazu sind Auslauf- und Weidezeiten und Nährstoffbilanzen genau zu dokumentieren.»

Das Metier seiner Frau Nicole sind die Pferde und der Reitunterricht. «Ansonsten helfen wir uns, wo nötig.» Anders würde es gar nicht gehen, ergänzt sie. Auch ihre drei Kinder müssen manchmal einspringen. Neben Kühen, Pferden, Schweinen und Hühnern haben Anlikers auch Ziegen, Kaninchen, Katzen, ja gar Bienenvölker, die hofeigenen Honig liefern. Doch lebt der Lottenhof nicht nur von tierischer Vielfalt. Im Hofladen gibt es auch Dinkelmehl, Konfitüre, Sirup, Most und Spargeln – alles aus eigener Produktion. «Wenn mich jemand fragt, was wir machen, bin ich selbst erstaunt, was ich alles aufzählen kann», so der Biobauer.

Dank dieser Vielfalt gebe es immer Grund zur Freude. Hofhund Bailey nähert sich wieder, nun ganz entspannt. «Vielfalt und Biodiversität gehören auch zu meinem Verständnis von biologischer Vieh- und Landwirtschaft», fährt Anliker fort. «Neben dem Tierwohl, natürlich.» Und wie zur Bestätigung lässt sich Bailey nun genüsslich streicheln.

Fünf Fragen an Cesare Sciarra, Leiter des Kontrolldiensts Schweizer Tierschutz STS

Wie arbeitet der Kontrolldienst des Schweizer Tierschutzess STS mit Coop zusammen?

Wir beraten Coop bei Tierschutz-Fragen. Gemeinsam entwickeln wir Tierhaltungsrichtlinien oder liefern STS-eigene Vorgaben. Auch führen wir Kontrollen durch.

Welche Arten von Kontrollen sind dies?

Mindestens einmal jährlich -prüfen wir unangemeldet Landwirtschaftsbetriebe, die Tiere für das Coop-Label Naturafarm liefern. Zudem machen wir pro Jahr bis zu 300 Stichproben bei Tiertransporten und auditieren die Schlachtbetriebe.

Wie läuft so eine Kontrolle?

Auf den Höfen prüfen wir Zustand und Zahl der Tiere, Futter, Auslauf usw. Tiertransporte kontrollieren wir meist nachts und beurteilen z. B. den Platz im Lastwagen. Auch auf Schlachthöfen suchen unsere Fachleute regelmässig Verbesserungsmöglichkeiten.

Was passiert, wenn Sie Mängel feststellen?

Sie sind umgehend zu beheben. Je nach Schwere resultiert zudem eine Busse von einigen Hundert bis mehreren Zehntausend Franken. Die Bell-Schlachtbetriebe gehen jeweils vorbildlich auf unsere Anforderungen ein.

Was muss ein gutes Label für Sie leisten?

Die Richtlinien eines guten Labels müssen Tieren ein artgerechtes Leben ermöglichen und streng kontrolliert werden. Abweichungen sind zu sanktionieren. Wichtig ist zudem, dass klar kommuniziert wird, warum sich der Kauf lohnt.

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