Switzerland

Biden telefoniert erstmals mit Putin – das kam dabei raus

Biden traf sich als Vizepräsident von Obama bereits mit Putin. Bild: keystone

Biden telefoniert erstmals mit Putin – das kam dabei raus

Russland und die USA haben sich nach Kremlangaben über die Verlängerung des atomaren Abrüstungsvertrags New Start geeinigt. Entsprechende diplomatische Noten seien am Dienstag ausgetauscht worden, teilte der Kreml am Abend nach einem Telefonat von Präsident Wladimir Putin mit seinem US-Kollegen Joe Biden mit. Biden hat im Gespräch laut AP auch die Freilassung des russischen Oppositionellen Nawalny gefordert.

Zuvor hatten beide Seiten ihre Bereitschaft zur Verlängerung des Anfang Februar auslaufenden letzten Abrüstungsabkommens um fünf Jahre erklärt. Der New-Start-Vertrag über die Begrenzung von Atomwaffen wäre in wenigen Tagen ausgelaufen. Das am 5. Februar 2011 in Kraft getretene Abkommen begrenzt die Nukleararsenale Russlands und der USA auf je 800 Trägersysteme und 1550 einsatzbereite Atomsprengköpfe. Es war für eine Laufzeit von zehn Jahren geschlossen worden und sah die Möglichkeit einer Verlängerung vor.

Zähe Verhandlungen

Im Falle einer Nichtverlängerung hätte es erstmals seit Jahrzehnten kein Abkommen mehr gegeben, das dem Bestand an strategischen Atomwaffen Grenzen setzt. Russland und die USA besitzen zusammen rund 90 Prozent der weltweiten Atomwaffen. Die Regierung von Bidens Vorgänger Donald Trump hatte sich mit Moskau in zähen monatelangen Verhandlungen nicht auf eine Verlängerung verständigen können. Unmittelbar nach Bidens Vereidigung hatte das russische Aussenministerium am Mittwoch vergangener Woche eine Verlängerung des Vertrags um fünf Jahre ohne Vorbedingungen vorgeschlagen. Kurz darauf wurde bekannt, dass auch Biden bereit für eine solche Verlängerung sei.

Biden hatte vor seinem Amtsantritt erklärt, dass der Vertrag ein «Anker der strategischen Stabilität» zwischen den USA und Russland sei und Grundlage für neue Vereinbarungen zur Rüstungskontrolle sein könne. Das Pentagon betonte vergangene Woche, eine Verlängerung diene der Verteidigung der USA. Die Amerikaner seien dann deutlich sicherer.

Man könne es sich nicht leisten, die Instrumente für Inspektionen und Meldepflichten zu verlieren. Eine Verlängerung bis 2026 gäbe beiden Seiten auch genug Zeit, neue Vereinbarungen zur Rüstungskontrolle zu sondierenRussland hatte sich früh für eine Verlängerung des derzeit gültigen Vertrags ausgesprochen und im Falle eines Scheiterns vor einem Wettrüsten gewarnt. Russland sei bereit für eine Zusammenarbeit nach den Grundsätzen der Gleichheit und der gegenseitigen Berücksichtigung von Interessen, hiess es am vergangenen Mittwoch.

Atomsprengknöpfe sollen begrenzt werden

Die Trump-Regierung hatte laut US-Medien darauf bestanden, dass das «Einfrieren» der Zahl aller nuklearer Sprengköpfe beider Länder in den Vertrag aufgenommen wird. Die ursprüngliche Fassung legt nur die Begrenzung der Zahl der einsatzbereiten Atomsprengköpfe fest. Zudem hatte die US-Vorgängerregierung ein multilaterales Abkommen mit Beteiligung Chinas angestrebt. Peking weigert sich bisher aber, über sein wachsendes Atomwaffenarsenal zu verhandeln.

Die Gefahr eines auch mit Atomwaffen geführten Krieges galt während der Amtszeit von Trump als deutlich höher als in den vergangen drei Jahrzehnten. Grund war unter anderem das Ende des INF-Vertrags zum Verzicht auf landgestützte atomwaffenfähige Mittelstreckensysteme.Die USA hatten das Abkommen im Sommer 2019 mit Rückendeckung der Nato-Partner aufgelöst, weil sie davon ausgehen, dass Russland es seit Jahren mit einem Mittelstreckensystem namens 9M729 (Nato-Code: SSC-8) verletzt. Der INF-Vertrag untersagte beiden Seiten Produktion, Tests und Besitz von bodengestützten ballistischen Raketen und Marschflugkörpern mit Reichweiten zwischen 500 und 5500 Kilometern. (sda/dpa)

(sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren

(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

5 CHF

15 CHF

25 CHF

Anderer

Die Amtseinführung von Joe Biden

Lady Gaga singt die Nationalhymne

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Sie sind ein Paar und eine Band. Er stirbt, weil er kein neues Herz kriegt

NAKED in ENGLISH CLASS heisst die Band von Taranja Wu und Olifr M. Guz. Jetzt ist das neue Album da. Wie geht das, Musik mit einem Verstorbenen zu machen?

Dies ist eine Liebesgeschichte. Und ein Stück Schweizer Musikgeschichte. Von einem, der gehen musste, und einer, die blieb. Und beschloss, den gemeinsamen Weg noch etwas weiter zu gehen. Um ein Stück Arbeit zu retten und sich selbst. Um sich vor dem Einschlag der Trauer in Sicherheit zu bringen und das zwischenmenschlich so dumpfe Corona-Jahr 2020 zu überleben.

Dies ist die Geschichte von Taranja Wu und Olifr M. Guz. Sie waren ein Paar in Leben und Arbeit. Wobei sie eigentlich Linda heisst und …

Link zum Artikel

Football news:

Mit diesem Ergebnis stieg José Mourinho vom 8.Auf den 6. Platz in der Meisterschaft und überholte West Ham und Liverpool. Der FC Liverpool rutschte in der Tabelle auf den 8.Tabellenplatz ab. In 28 Spielen holten die Roten 43 Punkte. Nach verlorenen Punkten geht das Team von Jürgen Klopp auf Platz 9-sie können vor Aston Villa, erzielte 40 Punkte in 26 Spielen
Xavi gewann die 6. Trophäe in seiner Trainerkarriere. Sein Al-Sadd wurde der Champion von Katar
Laporte liegt vor der Stiftung und entscheide nach den Ergebnissen der Wahl des Barça-Präsidenten Ab 22:00 Uhr insgesamt 35013 Mitglieder, weitere 20663 Personen stimmten per Post ab
Sulscher gewann mit Manchester United alle 3 Auswärtsspiele bei Man City. Für Trainer Ole-Gunnar Sulscher ist es das dritte Spiel mit den Citizens zu Gast und in allen drei Spielen hat er gewonnen. Zuvor hatte Manchester United City im Etihad Stadium geschlagen
Liverpool nur schlechter: wieder verloren zu Hause (6. Spiel in Folge!Auch der Antirekord von APL auf Schlägen ohne Tore
Simeone über das 1:1 bei Real: Alle dachten, Atletico würde La Liga mit einem Vorsprung von 20 Punkten gewinnen. Ich weiß nicht, was sie sich vorgestellt haben
Ole-Gunnar Sulscher: City ist so weit in der Tabelle, dass Manchester United einfach höher sein will als vor einem Jahr