Switzerland

Biathlon-WM: Die Schweizer Mixed-Staffel vergibt die Medaille erst in der Schlussphase

Die Schweizer Mixed-Staffel belegte zum Auftakt der Weltmeisterschaften in Antholz Platz zehn mit 1:50 Minuten Rückstand.

Lena Häcki hält die Schweizer Staffel im Rennen, auch wenn sie mit fünf Nachladern im Schiessen nicht brilliert hat.

Lena Häcki hält die Schweizer Staffel im Rennen, auch wenn sie mit fünf Nachladern im Schiessen nicht brilliert hat. 

Antonio Bat / EPA

(sda) Auf den Schultern von Schlussläufer Serafin Wiestner lastete ein grosser Druck. Dem Bündner, gemessen an den Resultaten dieser Saison das schwächste Glied im Schweizer Quartett, bot sich die Chance, in den Kampf um die Medaillen einzugreifen. Dazu hätte aus dem Spitzentrio einer patzen und Wiestner über sich hinauswachsen müssen.

Beides traf nicht ein: Norwegen, Italien sowie Tschechien kamen durch, und Wiestner drehte nach dem Stehend-Anschlag zwei Strafrunden. Er hatte sich in der Loipe zu stark verausgabt, um den Anschluss zu halten.

Der Wettkampf begann aus Schweizer Sicht hingegen erfreulich. Selina Gasparin hatte als Startläuferin an dritter Position mit bloss 12 Sekunden Rückstand auf Norwegen übergeben. Lena Häcki hielt danach die Schweiz im Rennen, obwohl sie mit fünf Nachladern nicht brillierte – in den Staffel-Wettkämpfen stehen pro Schiessen zum Treffen der fünf Scheiben drei Nachlader zur Verfügung (Zeitverlust pro Schuss ca. 10 Sekunden), bevor die Strafrunde (ca. 25 Sekunden) fällig wird.

Häcki übergab auf Platz vier. Der Rückstand aufs Podest betrug 20 Sekunden. Auch Benjamin Weger hielt die Medaillen-Hoffnung am Leben. Er kam nach zwei Nachladern mit einer halben Minuten Rückstand an Position vier zur Übergabe. Der Walliser führte somit das Feld der Verfolger auf das Führung-Trio Norwegen, Italien und Tschechien an.

Der Favorit Norwegen liess sich den Sieg nicht nehmen. Marte Olsbu Röiseland, Tiril Eckhoff sowie Tarjei und Johannes Thingnes Bö gaben sich keine Blösse. Platz zwei ging an den Gastgeber Italien, Bronze überraschend an Tschechien.