Switzerland

Bauprojekte: Umbau von Zürcher Kongresshaus und Tonhalle abgeschlossen

Die markanteste bauliche Veränderung ist die Entfernung des Panoramasaals, wodurch aus dem Konzertfoyer und dem neuen Restaurant im ersten Stock eine freie Sicht auf den See und die Berge möglich ist, wie es am Mittwoch anlässlich eines Medienrundgangs durch das renovierte Gebäude hiess.

Die Restaurierung der Grossen Tonhalle sei eines der grössten Renovierungsvorhaben der Schweiz gewesen. Der Ort sollte an den Zustand von 1895 angenähert werden. Echtvergoldungen, Stuckmarmoroberflächen, Kronleuchter und Deckenbilder liessen den Saal heute wieder glänzen, hiess es am Mittwoch.

Neu ist auch die Orgel in der Tonhalle. Das 2,9 Millionen Franken teure Instrument besitzt 4798 Pfeifen. Die erste Pfeifenlieferung erfolgte letzten August in historischen Booten über den Seeweg von Männedorf ZH nach Zürich.

Das Kongresshaus investierte in moderne Veranstaltungstechnik und in neue, flexibel nutzbare Veranstaltungssäle im Erdgeschoss. Zudem liess es sich als klimaneutraler Veranstaltungsort zertifizieren.

Die Wiedereröffnung von Kongresshaus und Tonhalle am alten Standort war eigentlich auf Herbst 2020 geplant. Wegen schlechter Bausubstanz, der Integration eines modernen Betriebs in einen denkmalgeschützten Bau sowie Schwierigkeiten in der Detailplanung war es jedoch zu Verzögerungen gekommen.

Das führte auch zu Mehrkosten von 9,4 Millionen Franken. Der maximal zur Verfügung stehende Kredit für den Umbau erhöhte sich damit auf fast 175 Millionen Franken.

Aufgrund der Coronapandemie musste die Eröffnung schliesslich nochmals um ein halbes Jahr verschoben werden. Seit Beginn der Umbauarbeiten befindet sich das Tonhalle-Orchester in der Tonhalle Maag im Exil. (SDA)

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