Switzerland

BAG ändert Ratschlag: Mehrheit soll Stoff- statt Einwegmaske tragen, Schwangere gelten ab sofort als besonders gefährdet – die neusten Entwicklungen zum Coronavirus in der Schweiz

Bisher sind in der Schweiz und in Liechtenstein laut Angaben des Bundesamts für Gesundheit 35 927 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, 1706 Infizierte sind gestorben.

Eine Frau schaut sich Ultraschallbilder an. Laut dem BAG ist für Schwangere die Wahrscheinlichkeit eines schweren Krankheitsverlaufs im Vergleich zu anderen Frauen leicht erhöht.

Eine Frau schaut sich Ultraschallbilder an. Laut dem BAG ist für Schwangere die Wahrscheinlichkeit eines schweren Krankheitsverlaufs im Vergleich zu anderen Frauen leicht erhöht.

Christian Beutler / Keystone

Die neusten Entwicklungen

  • Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat seine Empfehlung zum Tragen von Masken angepasst. Demnach gelten neu Stoffmasken als Standard. Medizinische Wegwerfmasken werden nur noch Menschen mit Atemwegserkrankungen explizit empfohlen. Zuvor hatte die Umweltorganisation Greenpeace beim Bund eine entsprechende Forderung gestellt. Ein BAG-Sprecher bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass die auf der Internetseite abgegebene Empfehlung jüngst angepasst worden sei. Hygienemasken oder medizinische Gesichtsmasken sollen gemäss dem Rat des BAG von Menschen getragen werden, die Symptome einer akuten Atemwegserkrankung haben. Zuvor waren die Wegwerfmasken auch der Allgemeinheit empfohlen worden.
  • Schwangere Frauen gelten ab sofort als besonders gefährdete Personen. Dies sei eine Vorsichtsmassnahme, betonte Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenstab und internationale Zusammenarbeit BAG, am Point de Presse vom Mittwoch (5. 8.). Man habe im Hinblick auf schwangere Frauen neue Erkenntnisse, viele neue Studien seien kürzlich publiziert worden, erklärte Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle, BAG. Diese gingen von einer leicht erhöhten Wahrscheinlichkeit aus, dass der Krankheitsverlauf bei schwangeren Frauen schwerer sei als bei gleichaltrigen nicht schwangeren Frauen. Die erhöhte Gefahr bestehe vor allem für die Frau. Man könne aber auch nicht ausschliessen, dass es auch für den Fötus gewisse Risiken gebe, sagte Masserey.
  • Das BAG hat die Liste der Risikoländer angepasst. Neu gilt auch das spanische Festland als Risikoland, die Balearen und die Kanaren zählt das BAG hingegen nicht zu den Risikogebieten. Die neue Regelung gilt ab Samstag. Folglich müssen Spanien-Rückkehrer ab Samstag für 10 Tage in Quarantäne. Dies gilt allerdings nicht für Personen, die von den Balearen oder den Kanaren über Madrid in die Schweiz zurückfliegen. Wer sich nicht länger als 24 Stunden in einem Risikoland aufhalte, müsse nicht in Quarantäne, erklärte Mathys. Von der Liste gestrichen wurden Russland, die Vereinigten Arabischen Emirate und Aserbaidschan. Die beliebtesten Reiseländer im Check
  • Man verzeichne inzwischen 2,15 Millionen Downloads der SwissCovid-App, dies entspreche etwa 25 Prozent der Bevölkerung, sagte Sang-Il Kim, Leiter der Abteilung Digitale Transformation beim BAG. Es seien 327 Codes eingegeben worden, was 10 Prozent aller positiv getesteten Personen im entsprechenden Zeitraum entspreche.
  • In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch (5. 8.) 181 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus innert eines Tages gemeldet worden. Das sind 51 mehr als am Vortag. Am Dienstag waren es noch 130 neue Covid-19-Infizierte gewesen. Allerdings waren in der Woche davor an mehreren Tagen jeweils mehr als 200 neue Fälle vermeldet worden.
  • Die Kantone Waadt und Wallis stehen ab Mittwoch, 5. August,  nicht mehr auf der Coronavirus-Risikoliste Belgiens, Genf allerdings schon. Aussendepartements-Chef Ignazio Cassis teilte dies am Dienstagabend per Twitter mit. Zuvor war die Lockerung vom belgischen Aussenminister Philippe Goffin gegenüber der Zeitung «La Libre» mitgeteilt worden. Die Schweizer Behörden hatten gegen den belgischen Entscheid interveniert. Cassis zeigte sich hocherfreut und wünschte in seinem Tweet vom Dienstagabend allen belgischen Touristen in der Schweiz schöne Ferien. Die belgische Regierung hatte die Kantone Genf, Waadt und Wallis mit Wirkung ab dem 1. August auf die rote Liste gesetzt. 
  • Bundesrat Alain Berset hat in einem Interview mit SRF Stellung zu den Falschangaben des Bundesamts für Gesundheit (BAG) vom Freitag genommen. Es sei ein Fehler passiert, er sei aber schnell bemerkt und korrigiert worden, sagte Berset am Dienstag (4. 8.). Das BAG hatte bereits am Montag mitgeteilt, dass die internen Abläufe nach dem Vorfall geprüft würden. Das Amt hatte seine Angaben von Freitag am Sonntag korrigieren müssen, wonach die meisten nachvollziehbaren Ansteckungen mit dem Coronavirus im Ausgang geschehen würden. Es zeigte sich, dass die Daten falsch zugeordnet wurden. Gemäss den klinischen Meldeformularen, die dem BAG durch Ärztinnen und Ärzte zugestellt würden, geschehen nämlich die meisten Ansteckungen im familiären Umfeld (27,2 Prozent), gefolgt vom Arbeitsplatz (8,7 Prozent) und privaten Festen (3 Prozent). Ausgehlokale machen hingegen nur einen einstelligen Prozentsatz aus, konkret lediglich 1,9 Prozent, Bars und Restaurants nur gerade 1,6 Prozent.
  • Gesundheitsdirektoren sind besorgt und raten den Kantonen zu weitergehenden Massnahmen. Die Situation in den vergangenen Wochen gebe Anlass zur Sorge, schreibt die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) am Dienstag (4. 8.) in einer Mitteilung. Deshalb empfiehlt der GDK-Vorstand den Kantonen mit steigenden Fallzahlen zusätzliche Massnahmen wie eine Maskenpflicht in Läden oder eine Beschränkung der Anzahl Gäste bei Veranstaltungen oder Betrieben. Die Corona-Situation unterscheide sich von Kanton zu Kanton teilweise stark, lässt sich GDK-Präsident Lukas Engelberg zitieren, weshalb nicht alle gleichzeitig dieselben Massnahmen ergriffen.

Wo sich die Infizierten angesteckt haben

Anzahl der zwischen dem 16. Juli und dem 1. August in der Schweiz gemeldeten Coronavirus-Fälle, nach Ansteckungsort

FamilienmitgliedArbeitPrivatfestAls med. und Pflegepersonalspontane AnsammlungDisco/KlubBar/RestaurantSchuleDemo/VeranstaltungAndereUnbekannt/keine Daten2166924171715132199320

Alle Nachrichten zu den Entwicklungen ausserhalb der Schweiz finden Sie hier, die Entwicklungen in Deutschland finden Sie hier.

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag (5. 8.) innerhalb eines Tages 181 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Das sind 51 Fälle mehr als am Vortag. Am Sonntag waren es noch 138 neue Fälle, am Samstag 180, am Donnerstag und Freitag waren dem BAG jeweils über 200 neue Fälle von Infektionen gemeldet worden. Insgesamt gab es bisher 35 927 bestätigte Covid-19-Fälle und 1706 Tote.

Täglich bestätigte Neuinfektionen steigen wieder an

Täglich bestätigte Neuinfektionen in der Schweiz und Liechtenstein, 7-Tage-Schnitt bis vor 3 Tagen

Lineare Skala

Die Angaben zu infizierten und verstorbenen Coronavirus-Patienten variieren je nach Quelle. Laut offiziellen Angaben der Kantone und des Fürstentums sind bis Dienstag (5. 8.) 35 927 Fälle gemeldet worden. Mindestens 1706 Erkrankte sind bisher verstorben.

Der Bundesrat hatte die Situation in der Schweiz seit Mitte März als ausserordentliche Lage gemäss Epidemiengesetz eingestuft, seit dem 27. Mai gilt wieder die «besondere Lage». Es gelten folgende Massnahmen:

  • Der vorgeschlagene Sicherheitsabstand beträgt 1,5 Meter.
  • Veranstaltungen und Versammlungen mit bis zu 1000 Personen sind wieder erlaubt. Der Bundesrat hat eine Maskentragpflicht bei Kundgebungen eingeführt. In den Kantonen gelten teilweise Sonderregelungen (nächste Frage). Frühstens am 12. August wird der Bundesrat über weitere Massnahmen in Bezug auf Grossveranstaltungen entscheiden.
  • Im öffentlichen Verkehr gilt für die ganze Schweiz eine Maskentragpflicht.
  • Reisende aus Risikoländern müssen in eine zehntägige Quarantäne, wenn ihr Reisedomizil am Tag der Rückkehr in die Schweiz auf der Liste der Corona-Risikoländer steht. Die betroffenen Personen werden gezielt im Flugzeug, im Reisebus und an den Grenzübergängen informiert und müssen sich nach der Einreise bei den kantonalen Behörden melden. Die Flug- und Reisebusgesellschaften werden angewiesen, kranke Passagiere nicht zu transportieren. Wer sich nicht an die Quarantäne hält, riskiert eine Busse von bis zu 10 000 Franken. Die wichtigsten Antworten zu Reisen ins Ausland
  • Bergbahnen, Campingplätze, Zoos und touristische Angebote wie Rodelbahnen oder Seilparks können wieder öffnen. In Bergbahnen gelten die gleichen Hygiene- und Abstandsregeln wie im öffentlichen Verkehr. 
  • In Restaurants besteht keine Sitzpflicht mehr bei der Konsumation. Weiterhin gilt aber: Die Betriebe sollen die Nachverfolgung von Kontakten sicherstellen, bei Gruppen von mehr als vier Personen sind sie verpflichtet, die Kontaktdaten eines Gastes pro Tisch aufzunehmen. 
  • Präsenzunterricht in Mittel-, Berufs- und Hochschulen ist wieder erlaubt. Wie der Unterricht vor Ort wieder aufgenommen wird, entscheiden die Kantone oder die Bildungsinstitutionen. Diese können den Unterricht flexibel gestalten und die Möglichkeiten von Fernunterricht weiter nutzen.

Was die Lockerungen seit dem 22. Juni im Detail für die verschiedenen Branchen und Bereiche bedeuten, können Sie hier nachlesen.

Aargau: In Klubs, Bars und Restaurants sowie an Veranstaltungen (innen und aussen) sind bis zum 31. Dezember nur noch 100 Personen erlaubt, wenn weder Abstandsregeln eingehalten werden können noch Schutzmassnahmen wie Masken oder Abschrankungen vorgesehen sind. Gäste in Klubs müssen sich ausweisen und die Kontaktdaten verifizieren.

Basel-Landschaft: In Klubs, Bars und Restaurants sowie an Veranstaltungen (innen und aussen) sind bis zum 31. Dezember nur noch 100 Personen erlaubt, wenn weder Abstandsregeln eingehalten werden können noch Schutzmassnahmen wie Masken oder Abschrankungen vorgesehen sind. Gäste in Klubs müssen sich ausweisen und die Kontaktdaten verifizieren.

Basel-Stadt: In Klubs, Bars und Restaurants sowie an Veranstaltungen (innen und aussen) sind bis zum 31. Dezember nur noch 100 Personen erlaubt, wenn weder Abstandsregeln eingehalten werden können noch Schutzmassnahmen wie Masken oder Abschrankungen vorgesehen sind. Gäste in Klubs müssen sich ausweisen und die Kontaktdaten verifizieren.

Bern: Gäste in Klubs müssen sich ausweisen und die Kontaktdaten verifizieren.

Freiburg: An der Universität Freiburg gilt ab dem 31. August bis zum 31. Januar 2021 eine Maskentragpflicht. Betreiber von Bars und Diskotheken müssen von Besuchern einen beglaubigten Ausweis und eine Mobiltelefonnummer verlangen. Die Teilnehmerzahl an nicht politischen und nicht kommerziellen Anlässen ist auf 300 begrenzt. Ausnahmen können bei den Oberämtern beantragt werden.

Genf: In allen Geschäften sowie am Flughafen Genf gilt eine Maskentragpflicht und Kunden müssen sich vor dem Betreten die Hände desinfizieren. Zudem muss das Personal in Coiffeur- und Schönheitssalons eine Maske tragen. Klubs und Discos müssen ab Freitagabend (31. 7.) wieder schliessen. Das Öffnungsverbot gilt mindestens bis zum 23. August. Bars, in denen man sitzen kann, dürfen weiterhin offen bleiben. Die Kunden müssen aber an einem Tisch oder Tresen sitzen, während sie konsumieren. Trinken im Stehen ist nicht erlaubt. Zudem sind Bars verpflichtet, die Kontaktdaten ihrer Kunden zu erfassen. Ebenso muss das Personal in Restaurants und Bars und eine Maske tragen. Die Massnahmen sind zunächst bis 1. Oktober in Kraft.

Graubünden: Weil im Kanton die Fallzahlen steigen, empfiehlt das Gesundheitsamt dringend, Masken zu tragen (21. 7). Eine Maskentragpflicht gilt jedoch ausser im öffentlichen Verkehr nicht.

Jura: Beim Einkaufen müssen die Menschen Masken tragen. Die Regelung gilt vorerst bis 6. September und betrifft alle, die über zwölf Jahre alt sind.

Luzern: Gäste in Klubs müssen sich ausweisen und ihre Kontaktdaten verifizieren. Sowohl in Gastronomiebetrieben, in denen Gäste keinen festen Sitzplatz haben, als auch bei Veranstaltungen dürfen sich maximal 100 Gäste in einem Bereich aufhalten. Ausserhalb der Bereiche muss entweder der Mindestabstand eingehalten oder eine Schutzmaske getragen werden. An Gymnasien und Berufsschulen gilt nach den Sommerferien eine Maskentragpflicht, wenn Lehrer und Schüler den nötigen Abstand von 1,5 Metern zueinander nicht einhalten können. An der Volksschule wird die Schutzmaske nur auf Sekundarstufe und auch dort nur ausnahmsweise getragen.

Schaffhausen: Gäste in Klubs müssen sich ausweisen und die Kontaktdaten verifizieren. Die Regelung gilt vorerst bis zum 16. August.

Solothurn: In Klubs, Bars und Restaurants sowie an Veranstaltungen (innen und aussen) sind bis zum 31. Dezember nur noch 100 Personen erlaubt, wenn weder Abstandsregeln eingehalten werden können noch Schutzmassnahmen wie Masken oder Abschrankungen vorgesehen sind. Gäste in Klubs müssen sich ausweisen und die Kontaktdaten verifizieren.

Tessin: Versammlungen von mehr als 30 Personen sind verboten. In Klubs, Bars und Restaurants sind maximal 100 Personen erlaubt. Alle Gäste müssen sich ausweisen und die Kontaktdaten verifizieren. Bis zum 9. August gilt in Restaurants und Bars eine Maskentragpflicht für Mitarbeiter mit Kundenkontakt. Tessiner Lehrkräfte müssen ab dem neuen Schuljahr im Lehrerzimmer, in den Schulhausgängen sowie in anderen gemeinsam genutzten Räumen eine Maske tragen.

Waadt: In Läden, in denen sich mehr als 10 Personen aufhalten, gilt eine Maskentragpflicht.

Wallis: In Klubs und Bars dürfen nach 20 Uhr nicht mehr als 100 Personen gleichzeitig sein. Die Kontaktdaten der Besucher werden erfasst und überprüft, ebenso werden die Ankunfts- und Weggehzeiten vermerkt. Bar- und Klubbetreiber müssen zudem Verantwortliche bestimmen, die zwischen sieben Uhr morgens und zehn Uhr abends erreichbar sind.

Zug: In Klubs und Bars sind im Innern nur noch 30 Gäste erlaubt. Bei Veranstaltungen ab 300 Personen sind Masken oder der Sicherheitsabstand zwingend.

Zürich: Besucher von Klubs und Bars müssen ihren Ausweis vorzeigen und ihre Handynummer verifizieren.

Seit dem 15. Juni sind die Grenzen für die EU- und Efta-Staaten sowie Grossbritannien wieder offen. Das Justiz- und Polizeidepartement hat alle Schengen-Staaten von der Liste der Risikoländer gestrichen. Die Grenzkontrollen innerhalb des Schengen-Raums sind aufgehoben, womit wieder die volle Personenfreizügigkeit gilt. Seit dem 2. Juli veröffentlicht das BAG eine monatlich angepasste Liste von als Risikogebiete eingestuften Staaten – Einreisende aus diesen Ländern müssen in Quarantäne.

In die Schweiz einreisen können freizügigkeitsberechtigte Personen und ihre Familienangehörigen – egal welche Nationalität sie haben. Drittstaatenangehörige dürfen für bis zu neunzig Tage einreisen, wenn sie von einem Unternehmen mit Sitz in einem freizügigkeitsberechtigten Land entsandt werden.

Am 20. Juli sind die wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreisebeschränkung für 21 Drittstaaten aufgehoben worden. Dazu gehören Algerien, Andorra, Australien, Bulgarien, Irland, Kanada, Kroatien, Georgien, Japan, Marokko, Monaco, Neuseeland, Rumänien, Rwanda, San Marino, Südkorea, Thailand, Tunesien, Uruguay, der Vatikan und Zypern.

Menschen aus Drittstaaten, die einen Lebenspartner in der Schweiz haben, werden ab 3. August in die Schweiz einreisen können. Angehörige von Drittstaaten benötigen dafür eine Einladung des Schweizer Partners und eine von beiden Personen unterschriebene Bestätigung der Beziehung.

Belgien verbietet Reisen in die Kantone Waadt, Wallis und Genf. Die Kantone sind auf der roten Liste des Belgischen Aussenministeriums. Wer aus den Westschweizer Kantonen in Belgien einreisen will, wird zu Quarantäne und einem Covid-19-Test verpflichtet.

Die wichtigsten Antworten zu Auslandreisen finden Sie hier.

Italien hat seine Grenze zur Schweiz bereits am 3. Juni einseitig geöffnet. Im Bild: der Grenzübergang bei Chiasso.

Italien hat seine Grenze zur Schweiz bereits am 3. Juni einseitig geöffnet. Im Bild: der Grenzübergang bei Chiasso.

Alessandro Crinari / Keystone

Alle Kantone sollen die Übertragungsketten flächendeckend zurückverfolgen (Contact-Tracing). Alle Personen mit Symptomen sollen sich testen lassen können – der Bund übernimmt alle Kosten der Corona-Tests inklusive Selbstbehalte und Franchisen. Täglich sind rund 15 000 Tests durchführbar. Positiv getestete Personen werden isoliert und Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt.

Der Bevölkerung wird eine App zur Verfügung gestellt, die ihre Nutzer informiert, wenn sie zu lange in der Nähe zu Infizierten waren: Die SwissCovid-App ist im Apple Store und Google Play Store verfügbar.

Was Sie zur Tracing-App wissen müssen

Seit dem 6. Juli gilt in der ganzen Schweiz eine Maskentragpflicht im öffentlichen Verkehr. Die Pflicht gilt für Personen ab 12 Jahren in Zügen, Trams und Bussen ebenso wie in Bergbahnen, Seilbahnen oder auf Schiffen. Wer gegen die Maskentragpflicht verstösst, wird durch das Bahnpersonal ermahnt und kann auch aufgefordert werden auszusteigen. Falls sich jemand besonders renitent verhält, ist auch ein Bussenverfahren möglich.

Das Nachtnetz des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) steht weiterhin still. Der Zürcher Regierungsrat hat sich aus epidemiologischen Gründen dagegen entschieden, den Betrieb Mitte Juli wieder aufzunehmen. Eine Wiederaufnahme würde verschiedene Massnahmen gegen die Verbreitung des Virus gefährden, und zum Beispiel die Mobilität von Partygängern zwischen den Städten und den Kantonen fördern.

Seit den Grenzöffnungen fertigt der Flughafen Zürich wieder mehr Passagiere ab. Eine Maskentragpflicht gibt es nicht, die Betreiber raten jedoch zum Tragen, besonders, wenn ein enger Kontakt nicht vermieden werden kann. Vor gewissen Flügen wird den Reisenden die Temperatur gemessen. Am Flughafen Basel-Mülhausen werden ankommende Passagiere aus Serbien, der Türkei und Israel seit dem 1. August auf das Coronavirus getestet. Die Tests sind für alle Einreisenden aus diesen Ländern ab zwölf Jahren obligatorisch.

Die Wirtschaft wird schwer getroffen. Der Produktionsausfall beträgt laut Bundesrat schätzungsweise 25 Prozent. Die Arbeitslosenquote stieg im Mai auf auf 3,4 Prozent – der höchste Wert seit Frühling 2017. Im Februar hatte sie noch bei 2,5 Prozent gelegen. Im Juni sank die Arbeitslosenquote auf 3,2 Prozent. Experten schätzten allerdings im April, dass die Arbeitslosigkeit noch bis auf 7 Prozent steigen könnte.

Das Seco, die UBS und die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) sehen die Schweiz in einer tiefen Rezession. Die Ökonomen der Grossbank erwarten für das laufende Jahr einen Einbruch des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 4,6 Prozent, die KOF schätzt diesen auf 5,5 Prozent. Im nächsten Jahr dürfte sich die Schweizer Wirtschaft laut KOF jedoch bereits wieder um 5,4 Prozent erholen. Das Seco rechnet 2020 mit einen Rückgang des BIP von 6,7 Prozent. 2020 sei ein Rezessionsjahr mit dem stärksten Rückgang seit der Ölkrise von 1973. Betroffen seien sowohl Import- als auch Exportbranchen.

Der Bundesrat will mit gezielten Massnahmen Konkurse und den Verlust von Arbeitsplätzen verhindern. Dafür stellt er 40 Milliarden Franken für Überbrückungskredite zur Verfügung. Damit soll die Liquidität von Unternehmen, insbesondere von KMU, gesichert werden. Der Bund sichert Kredite bis 500 000 Franken zu 100 Prozent und Kredite zwischen 500 000 und 20 Millionen Franken zu 85 Prozent ab.

Bis am 15. Mai haben rund 123 000 Unternehmen in der Schweiz Covid-19-Kredite erhalten. Davon besteht in 36 Fällen der Verdacht auf Missbrauch, wie Erik Jakob vom Seco erklärte.

So gelangt ein Unternehmen an einen Kredit.

Das BAG hat Hygieneempfehlungen zum Schutz vor dem Coronavirus herausgegeben und ergänzt diese laufend. So sollte man unter anderem regelmässig die Hände mit Wasser und Seife oder einer alkoholbasierten Lösung reinigen. Händeschütteln oder Begrüssungsküsschen sollen vermieden werden, weil sich ansteckende Tröpfchen aufgrund von Husten oder Niesen an den Händen befinden könnten.

Muss man husten oder niesen, sollte man Mund und Nase mit einem Taschentuch oder der Armbeuge bedecken, das Taschentuch hinterher in einem geschlossenen Behälter entsorgen und die Hände waschen. Zudem darf man nur nach telefonischer Anmeldung in einer Arztpraxis oder einer Notfallstation erscheinen.

Ausserdem rät das BAG, Abstand zu halten. Dies gilt zum Beispiel für das Anstehen in einer Schlange. Um die besonders gefährdeten älteren Menschen zu schützen, soll das Abstandhalten vor allem für sie und ihnen gegenüber gelten. Auch Teilnehmende von Sitzungen sollen körperlich auf Distanz gehen.

Während es anfangs lange seitens des BAG hiess, Masken böten keinen wirklichen Schutz vor Viren, gilt seit dem 6. Juli eine Maskentragpflicht im öffentlichen Verkehr. Beim Einkaufen hält der Bundesrat Masken weiterhin für unnötig, solange der Abstand eingehalten wird.

Sehen Sie im Video, wie Sie sich und andere schützen können.

Coronavirus: Coronaviren sind eine Virusfamilie, zu der auch das derzeit weltweit grassierende Virus Sars-CoV-2 gehört. Da es anfangs keinen Namen trug, sprach man in den ersten Wochen vom «neuartigen Coronavirus».

Sars-CoV-2: Die Weltgesundheitsorganisation WHO gab dem neuartigen Coronavirus den Namen Sars-CoV-2 («Severe Acute Respiratory Syndrome»-Coronavirus-2). Mit der Bezeichnung ist das Virus gemeint, das Symptome verursachen kann, aber nicht muss.

Covid-19: Die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Atemwegskrankheit wurde Covid-19 (Coronavirus Disease 2019) genannt. Covid-19-Patienten sind dementsprechend Menschen, die das Virus Sars-CoV-2 in sich tragen und Symptome zeigen.

Mitarbeit: wej., len., gam., cts., cb., ase., alg. toc., eru., ran., med., nil., ni., amü., wde., bso.; mit Agenturmaterial

Football news:

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