Switzerland

Axa Schweiz hat an Covid-19-Schäden zu nagen

Die Versicherung Axa Schweiz ist im ersten Halbjahr vor allem im Geschäft mit Unternehmenskunden gewachsen. Die hohe Schadenlast wegen Covid-19 schmälert die Ertragskraft deutlich.

In einer groben Annäherung schmälerten Covid-19-bedingte Zusatzaufwendungen das Jahresergebnis der Axa Schweiz um ungefähr 170 Mio. Fr.

In einer groben Annäherung schmälerten Covid-19-bedingte Zusatzaufwendungen das Jahresergebnis der Axa Schweiz um ungefähr 170 Mio. Fr.

Vincent Isore / Imago

Die Schweizer Tochtergesellschaft des französischen Axa-Konzerns ist der grösste Allbranchenversicherer des Landes, und entsprechend gehen diesmal bei ihr auch sehr viele Schadenmeldungen ein. Covid-19 und vor allem der zweimonatige Lockdown haben deutliche Spuren in der Erfolgsrechnung hinterlassen. So brach der Reingewinn um 62% auf 140 Mio. Fr. ein. Wo sind die grössten Schäden im Konzern angefallen?

Fabrizio Petrillo, der Axa Schweiz führt, weist auf die Epidemie-, Reise- und Rechtsschutzversicherungen hin. In einer groben Annäherung schmälerten Covid-19-bedingte Zusatzaufwendungen das Jahresergebnis um ungefähr 170 Mio. Fr. Weitere 60 Mio. Fr. waren auf das im Vorjahresvergleich sinkende Anlageergebnis zurückzuführen.

Kulanz statt Rechtsstreitigkeiten

Petrillo stellt klar, dass mehr als 90% der Betriebe, die bei Axa eine Epidemieversicherung haben, einer pragmatischen Vergleichslösung schon zugestimmt haben. Zwar sei das Risiko Pandemie in den Verträgen ganz klar ausgeschlossen, aber man habe langjährige Rechtsstreitigkeiten um eine juristisch umstrittene Klausel der Verträge vermeiden wollen. Die Axa kommt für rund zwei Monate, in denen die Behörden Betriebsschliessungen angeordnet hatten, für nicht gedeckte Kosten auf, wovon Gastrobetriebe, Hotels, Käsereien oder auch Beauty-Salons profitierten. Mit der Vertragserneuerung ist der Pandemie-Ausschluss klarer formuliert worden.

Ins grosse Geld gingen sodann auch Leistungen der Reiseversicherung Intertours, die bis zur Jahresmitte mehr als 22 500 Schweizer Haushalte schadlos hielt, wenn sie wegen der Corona-Pandemie ihre Reise nicht antreten oder fortführen konnten. Ausserdem wurden Selbständigerwerbenden und Kleinbetrieben monatliche Mieten bis 5000 Fr. während des Lockdowns ganz erlassen. Petrillo sagte, jede Kundenbeziehung werde genau analysiert, wobei niemand schlechter fahren solle, als es der noch hängige Parlamentsentwurf für Mietnachlässe vorsehe.

Der Axa-Betrieb wurde wegen der temporären Schliessung der mehr als 340 Geschäftsstellen in erster Linie über Video- und Telefonberatung sichergestellt. Im Kontakt mit Unternehmenskunden lief der Absatz trotz Covid-19 rund, wie die Zunahme der Prämieneinnahmen um 4% auf 1,52 Mrd. Fr. zeigt. Vor allem Krankentaggeld- und Unfallversicherungen brachten Schwung. Der Absatz von Policen bei Privatkunden gestaltete sich dagegen schwieriger, sanken doch die Prämien um 0,3% auf 1,4 Mrd. Fr. Axa Schweiz beobachtet, wie schon im Jahr zuvor, einen erheblichen Preisdruck auf die Autoversicherungen. Es wird denn auch seit längerem mehr Energie auf die Weiterentwicklung des Geschäfts mit Unternehmenskunden verwendet.

Zwischenspurt im BVG-Geschäft

Wohl über den Erwartungen der Konzernleitung lag der Absatz von teilautonomen Lösungen im BVG-Geschäft, denn das Neugeschäft expandierte um gut das Zweifache auf 617 Mio. Fr.

Da bei diesem Vorsorgemodell teilautonome Stiftungen bzw. deren Kunden das Anlagerisiko tragen, nimmt die Axa Schweiz als Versicherungsträger fast ausschliesslich Risiko- und Kostenprämien, aber keine Sparprämien mehr ein. Im Jahr 2019 hatte nach dem Ausstieg aus der BVG-Vollversicherung die Pflege der bestehenden Kundschaft im Vordergrund gestanden; 2020 wurden die Absatzbemühungen dann wieder forciert.

Axa Schweiz in Zahlen

Geldwerte in Mio. Fr.

Januar bis Juni 2019 2020 +/-%
Bruttoprämien 4215 4291 2
Schaden-Kosten-Satz (%) 89,4 101 -
Reingewinn 373 140 –62

In der Folge entwickelten sich die Bruttoprämieneinnahmen im BVG-Geschäft mit einer Zuwachsrate von 5,7% auf 934 Mio. Fr. im ersten Halbjahr sehr dynamisch. Petrillo erklärte, Kunden hätten über ein breites Spektrum der Altersvorsorge hinweg bei Axa Schweiz angeklopft. Im Konkreten haben auch Kunden mit einer Vollversicherung das Ufer gewechselt. Zinsbedingt sank hingegen bei privaten Vorsorgelösungen der Absatz um 6,3%.

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