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Auto fahren: Lernfahrten sind nur noch mit Mitbewohnern erlaubt

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Fahrstunden und Verkehrsprüfungen sind derzeit gestrichen. Auch private Lernfahrten sind verboten – es sei denn, die Begleitperson lebt im gleichen Haushalt.

Alle Fahrschulen mussten per 17. März den Betrieb einstellen. Auch Fahrprüfungen werden nicht mehr durchgeführt. Wegen des Coronavirus ist das Durchführen von Ausbildungen, Weiterbildungen, Kursen, Prüfungen und Untersuchungen im Strassenverkehr seit dem 16. März verboten. Dies ist einer Weisung des Bundesamts für Strassen (Astra) zu entnehmen.

Die Stunden mit dem Fahrlehrer fallen aus. Deshalb nutzen nun wohl viele Lernfahrer die Zeit, um mit privaten Begleitpersonen zu üben. Aber Vorsicht: Der St. Galler Stadtpolizist Thomas Christen weist am Montag auf seiner Facebook-Seite darauf hin, dass es auch hier Einschränkungen gibt. Lernfahrten sind nämlich nur erlaubt mit Personen, die im gleichen Haushalt leben.

Verbot gilt schweizweit

Dionys Widmer, Mediensprecher der Stadtpolizei St. Gallen, betont: «Das Verbot gilt schweizweit.» Die Durchführung von Ausbildungen im Strassenverkehr ist verboten, auch wenn die Hygiene- und Verhaltensregeln des BAG eingehalten werden. Davon sind laut Astra auch Lernfahrten mit Privatpersonen (Art. 15 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes, SVG) betroffen, ausser beide Personen leben ohnehin im gleichen Haushalt.

Bis jetzt habe die Stadtpolizei St. Gallen aber noch keine Lernfahrer mit nicht erlaubten Begleitern registriert. Widmer: «Wir versuchen, die Leute präventiv zu informieren und zu sensibilisieren.»

Mit welcher Strafe Lernfahrer rechnen müssen, die sich nicht an die Regelung halten, kann Widmer nicht sagen: «Bei einer Versammlung von mehr als fünf Personen wird eine Ordnungsbusse verhängt. Bei allen anderen Verstössen gegen die Verordnungen über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus wird eine Anzeige eingereicht. Das Strafmass legt dann die Staatsanwaltschaft fest.»

Ausweise länger gültig

Da ein Lernfahrausweis nur 24 Monate gültig ist, wurden die kantonalen Verkehrsbehörden dazu ermächtigt, die Gültigkeitsdauer aller Lernfahrausweise angemessen zu verlängern, wie es in den Covid-19-Massnahmen im Strassenverkehr heisst. Die Verlängerungsdauer kann von Kanton zu Kanton variieren. Inhaber eines Fahrausweises auf Probe, der am 9. März 2020 oder später abgelaufen ist oder abläuft, sind auf dem Gebiet der Schweiz weiterhin fahrberechtigt.

(nke)

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