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Switzerland

Aussicht auf Milliarden-Deal mit Alstom beflügelt Bombardier-Aktien – und weitere Wirtschaftsmeldungen

An den Märkten wird über einen Verkauf des Bombardier-Eisenbahngeschäfts an den französischen Bahntechnikhersteller Alstom spekuliert.

An den Märkten wird über einen Verkauf des Bombardier-Eisenbahngeschäfts an den französischen Bahntechnikhersteller Alstom spekuliert.

Denis Balibouse / Reuters

(dpa) Medienberichte über einen Verkauf des Eisenbahngeschäfts an den französischen Bahntechnikhersteller Alstom haben dem Bombardier-Konzern kräftigen Auftrieb an der Börse gegeben. Die Aktien des angeschlagenen kanadischen Unternehmens stiegen sprunghaft. Sie gingen in Toronto am Mittwoch (Ortszeit) mit einem Kursplus von mehr als 10% aus dem Handel.

Nach «Handelsblatt»-Informationen aus Industriekreisen will Alstom für 7 Mrd. € die gesamte Zugsparte der Kanadier übernehmen. Bombardier Transportation hat nach Angaben des Unternehmens rund 40 650 Beschäftigte, Hauptsitz der Sparte ist Berlin. Insgesamt hat der Bombardier-Konzern, dessen zweites Standbein der Flugzeugbau ist, mehr als 68 000 Mitarbeiter.

Zuvor hatten bereits der Finanznachrichtendienst Bloomberg und französische Medien über Gespräche zwischen den Konzernen berichtet. Anleger spekulieren ohnehin schon länger über Spartenverkäufe. Sprecher von Bombardier und Alstom sagten am Mittwochabend auf Nachfrage, dass sie Marktgerüchte nicht kommentierten.

Laut dem deutschen «Handelsblatt» soll die Übernahme bereits am Donnerstagmorgen bekanntgegeben werden. Zwischenzeitlich sei auch der japanische Zugbauer Hitachi interessiert gewesen, hiess es. Durch den Deal zwischen Alstom und Bombardier entstehe ein neuer grosser Eisenbahntechnikkonzern mit etwa 15 Mrd. € Umsatz.

Bombardier tut sich schon länger schwer. Die Kanadier hatten im vorigen Monat den Kapitalmarkt mit einer sogenannten Gewinnwarnung schockiert. Hintergrund für die um die Hälfte gestrichene Erwartung an die Gewinnentwicklung im abgelaufenen Jahr ist auch das schlecht laufende Eisenbahngeschäft. Laut dem französischen Finanzsender BFM verhandeln Alstom und Bombardier schon seit Wochen über einen Deal.

(dpa) Der kanadische Bombardier-Konzern steigt aus seinem letzten grossen Flugzeugprogramm aus. Der europäische Airbus-Konzern und die kanadische Provinz Québec übernehmen Bombardiers verbliebenen Anteil an den Gemeinschaftsunternehmen für den Kurz- und Mittelstreckenjet A220, wie Airbus am Donnerstag in Toulouse mitteilte. Der Airbus-Anteil steigt damit von gut 50 auf 75%. Airbus zahlt Bombardier dafür 591 Mio. $ (rund 577 Mio. Fr.). Québec stockt seinen Anteil auf 25% auf, ohne weiteres Geld zu zahlen.

Der kanadische Bombardier-Konzern hatte sein Engagement bei dem Jet schon infrage gestellt. Das Flugzeug vom Typ A220 war ursprünglich als Bombardier C-Serie entwickelt worden. Nachdem der Hersteller in finanzielle Schieflage geraten war, übernahm Airbus die Mehrheit der Anteile an dem Flugzeugprogramm und vermarktet das Modell seither unter dem Namen A220. Es ist der bisher kleinste Flugzeugtyp in der Airbus-Modellpalette. Bombardier hielt zuletzt noch rund ein Drittel der Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen, der Rest gehört einem kanadischen Staatsfonds.

Bombardier befindet sich derzeit in einer Krise. Die Kanadier hatten im vorigen Monat den Kapitalmarkt mit einer Gewinnwarnung schockiert. Hintergrund für die um die Hälfte gestrichene Erwartung an die Gewinnentwicklung im abgelaufenen Jahr ist auch das schlecht laufende Eisenbahngeschäft. Der nun bekanntgegebene Verkauf an Airbus kommt nicht überraschend. Der Zug- und Flugzeugbauer scheut die Kosten für den Hochlauf der Produktion. Die Airbus-Strategie sieht vor, das Volumen deutlich hochzufahren – und dann auch deutlich günstiger produzieren zu können.

(awp/sda) Die Schweizer Uhrenfirmen haben in China wegen des Coronavirus-Ausbruchs einige ihrer Boutiquen vorübergehend geschlossen, vor allem um die Mitarbeitenden zu schützen. Die Auswirkungen des Virus auf die Verkäufe sei derzeit noch schwierig einzuschätzen. «Wie alle anderen in der Region tätigen Unternehmen haben wir vor Ort Läden geschlossen», erklärte ein Swatch-Sprecher am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur AWP. Für die Gruppe mit Marken wie Tissot oder Omega ist Festland-China wie für die gesamte Luxusbranche ein Schlüsselmarkt. Auch die Genfer Richemont-Gruppe ist im Reich der Mitte über seine Boutiquen mit Marken wie Cartier, Piaget oder Vacheron Constatin stark präsent.

Gemäss Schätzungen der Bank Vontobel machen die von Chinesen im Inland aber auch im Ausland getätigten Käufe mittlerweile rund 40 Prozent des Umsatzes der Uhrenindustrie aus. Wie heftig die Umsatzeinbussen aufgrund des Coronavirus ausfallen, dürfte nicht zuletzt von der Dauer der Epidemie abhängen, hiess es bei der unabhängigen Marke Parmigiani. 

(dpa/Reuters) Der amerikanische Netzwerkausrüster Cisco hat das vergangene Quartal mit einem Umsatzrückgang abgeschlossen. Die Erlöse sanken im Jahresvergleich um 4% auf 12 Mrd. $, wie Cisco am Mittwoch (Ortszeit) nach Börsenschluss in den USA mitteilte.

Das Unternehmen hatte für das Vierteljahr bereits einen Umsatzrückgang zwischen 3 und 5% vorhergesagt, weil sich die konjunkturelle Stimmung verschlechtert habe. Im Kerngeschäft mit Netzwerk-Infrastruktur sanken die Umsätze um 8% auf 6,5 Mrd. $. Der Konzerngewinn legte in dem Ende Januar abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal im Jahresvergleich um rund 2% auf 2,9 Mrd. $ zu.

An der Börse kamen die Zahlen nicht gut an – die Aktien sanken im nachbörslichen Handel zeitweise um rund 2,5%. Cisco will sich stärker auf Software und Cybersicherheit konzentrieren, um den Rückgang im traditionellen Hardware-Geschäft abzufangen.

(Reuters) Der E-Auto-Hersteller Tesla ruft rund 15 000 Wagen des Typs Model X wegen möglicher Probleme mit der Servolenkung in den USA und Kanada zurück. Damit verbunden sei die Gefahr möglicher Unfälle, teilte das Unternehmen am Mittwoch (Ortszeit) mit. Laut Angaben der kanadischen Aufsichtsbehörde NHTSA seien Modelle aus dem Jahr 2016 betroffen.

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