Switzerland
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Auch YB ist draussen: Favoritensterben im Schweizer Cup

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker.

Die Leichtfüssigkeit ist weg bei YB. Die Unwiderstehlichkeit ohnehin. Die Berner mühen sich durch den Herbst. Sinnbild ist die erste Halbzeit in Lugano, in welcher die Beine bleischwer sind, YB nicht existiert.

Dies trotz des Adrenalinpushs, den ein vom Goalie gehaltener Penalty üblicherweise verleiht. David von Ballmoos hält den Schuss vom Punkt von Reto Ziegler. Und doch ist da primär eine Schocksituation für YB. Denn das Spiel geht für den Keeper nicht weiter. Nach einer Viertelstunde muss für ihn U19-Nati-Goalie Abdullah Laidani (18) ran, weil auch Ersatzmann Guillaume Faivre verletzt ist.

Die Folgen dieser Szene sind dramatisch. Faivre fällt bis Mitte November mit einer Oberschenkelverletzung aus. Und Von Ballmoos? Er hat sich eine Luxation an der Schulter zugezogen, was einen Ausfall von mehreren Wochen mit sich bringt. Sollte gar eine Operation notwendig werden, würde er bis Ende Vorrunde fehlen. Das hängt davon ab, ob die Untersuchungen eine Instabilität ergaben. Von Ballmoos hat sich bereits Anfang 2018 die Schulter ausgekugelt. Damals musste sie operiert werden und der Emmentaler fiel drei Monate aus. Nur war der Backup nicht achtzehn und hiess Laidani, sondern Marco Wölfli.

Zurück zum Spiel: YB liegt nach dieser schwachen ersten Halbzeit und einem fürchterlichen Lauper-Bock zurecht hinten. Und das Pech hält an, denn auch Kanga muss verletzt raus – Oberschenkelverletzung. Das einzige Glück, das YB hat: Dass Martins nach zwei Schlägen in die Gesichter von Luganesi nicht vom Platz muss. Folgerichtig nimmt ihn Wagner in der Pause raus.

Und YB ist wie verwandelt. Fassnacht trifft zweimal den Pfosten. Doch das Tor machen die Luganesi mit dem einzigen geglückten Konter. Weil Laidani in seinem ersten Profi-Einsatz zur Unzeit aus dem Tor stürmt, kann Amoura den Ball vorbeilegen und ins leere Tor bugsieren. Rieders Anschlusstor kommt zu spät.

YB out. Wie Basel. Wie der FCZ. Die grossen Drei weg. Servette und Sion auch. Der Cup ist 2021 ziemlich schräg. Und der Weg frei für Lugano? Trainer Mattia Croci Torti: «Fantastisch, das Team eliminiert zu haben, das noch vor kurzem gegen Ronaldo gewonnen hat. Aber Spiele gegen Unterklassige sind oft schwieriger.» (Alain Kunz)

Gegen den FC Chiasso aus der Promotion League beisst sich der FC St. Gallen über weite Strecken die Zähne aus. Die gut organisierte Abwehr kann nur selten überwunden werden und so braucht es die Hilfe des unterklassigen Gegners, um in Führung zu gehen. Nach einer Unsicherheit von Goalie Mitrovic staubt Joker Duah in der 79. Minute von der Strafraumgrenze aus ab ins verwaiste Tor.

Den Gastgebern scheint nach fast makelloser Abwehrarbeit die Reaktion schwer zu fallen, doch ein Altbekannter schiesst die Tessiner mit einem Geniestreich doch noch in die Verlängerung. In der 88. Minute zieht Ex-YB-Spieler Farnerud einen Eckball direkt aufs Tor und hat Glück, dass Watkowiak diesen über die Linie lenkt. So stempeln die beiden Teams für die Verlängerung ein.

Chiasso macht dem Super-Ligisten zwar weiterhin das Leben schwer, doch muss sich ein weiteres Mal bezwingen lassen. Nach einem Ballverlust im Aufbauspiel schalten die St. Galler schnell um und wieder steht Duah am richtigen Ort, um den gegnerischen Torhüter zu bezwingen. Bei Chiasso fehlt es in der letzten Viertelstunde an Kraft, um den FCSG ein weiteres Mal kalt zu duschen und so duseln sich die Ostschweizer letztlich in die Viertelfinals.

Nach GC lässt Thun nun auch Servette über die Cup-Klinge springen. Der aktuelle Dritte der Challenge League spielt sich in der zweiten Halbzeit in einen regelrechten Torrausch. Dzonlagic (57.), Bürki (60.) und Gerndt (65.) skoren innerhalb von acht Minuten und machen aus einem 0:1 (Stevanovic-Treffer in der 44. Minute) ein 3:1. Havenaar macht in der Schlussphase den Deckel drauf (83.). (yap)

Die Luzerner Mission Titelverteidigung kann weitergehen! Der FCL erkämpft sich vor den Augen von Murat Yakin gegen dessen Ex-Klub Schaffhausen einen 2:0-Sieg.

Der Nati-Coach sieht an seinem früheren Arbeitsplatz, in der Loge eine Zigarre rauchend, einen eiskalten FCL! Erst schlägt Ibrahima Ndiaye in der 30. Minute per Kopf zu. Und in der Schlussphase sorgt Varol Tasar nach tollem Solo für die Vorentscheidung (88.). Coole, aber alles andere als glänzende Luzerner stehen im Viertelfinal!

Doch das Ticket für die Runde der letzten Acht muss sich der Favorit aus dem Oberhaus redlich verdienen. Die Schaffhauser? Treten phasenweise rotzfrech auf! Francisco Rodriguez hat in der 16. Minute Pech, dass sein Schuss an den Innenpfosten prallt. Viel Pech für die ehemalige Equipe von Muri, dessen Bruder Hakan – Assistent unter dem zumeist sitzenden Martin Andermatt – an der Seitenlinie wild herumtigert. Doch der grosse Schaffhauser Effort über das ganze Spiel bleibt an diesem Abend ohne Lohn. (Marco Pescio)

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