Switzerland

Auch Disc Golf Saison vom Coronavirus ausgebremst

Es gab wohl keine Disc Golf Saison, welche ich besser geplant hatte als die diesjährige, insbesondere weil im August wieder eine Europameisterschaft auf dem Programm steht. Alle Anmeldungen waren getätigt oder Anmeldedatum fett in der Agenda markiert, Ferien entsprechend fixiert, freie Tage für Anreisen mit Arbeitgeber abgesprochen, Flüge und Hotels teils bereits gebucht, usw. und dann Skiferien Ende Februar in Adelboden. Läuft!

Die ersten News aus China zum Coronavirus liessen nichts Gutes erhoffen, aber ich war immer noch optimistisch, dass Disc Golf als Outdoor-Sportart mit kontrollierbaren Kontakten, eventuell nicht so hart getroffen würde von einem Lockdown. Anfangs März konnte ich am Strandboden Biel noch ein kleines „Warmup“ Turnier bestreiten (3. Platz Herren) und freute mich danach auf das nachfolgende Wochenende, wo das erste grosse Turnier in Lörrach über die Bühne gehen sollte. Eine Trainingsrunde am Freitag konnte ich noch problemlos bestreiten, musste dann aber zur Kenntnis nehmen, dass die Behörden in Süd-Baden das Turnier mit 120 Teilnehmern nicht mehr bewilligen wollten. Tja, das wars dann wohl. Weitere Turnierabsagen folgten, inklusive Verschiebung der Schweizermeisterschaft in den Herbst, welche Ende April in Genf hätte stattfinden sollen.

Und die EM im August in Tschechien? Im Vorstand des Europäischen Disc Golf Verbandes haben wir mit den Organisatoren beschlossen, Ende Mai einen definitiven Entscheid zu fällen. Also sind wir immer noch optimistisch, dass sich die Situation bis dahin verbessert hat und wir den Virus einigermassen im Griff haben.

Und was machen Discgolfer in einer Turnier-freien Zeit? Trainieren, wenn man kann, aber alleine und mit Abstand. Als Individualsportler sind wir uns dies ja gewöhnt und ich darf mich mit einem grossen Garten auch glücklich schätzen, solch schon fast optimale Trainingsbedingungen nutzen zu können. Und so sind es dann täglich 100 bis 200 Putts und kurze Distanzwürfe, welche den Disc Golf Virus am Leben erhalten und den anderen Virus etwas vergessen machen. Dazu einige Übungen an den Zugseilen, etwas Gymnastik und Arbeiten gehen müssen (dürfen) stehen ebenfalls auf dem Programm. Mit dem Frühlingsputz und Garten jäten als weiteres Trainingsprogramm wird der Lockdown kaum langweilig. Und sonst hätte es noch genügend Arbeit im Büro, aber auch viele Disc Golf Videos auf YouTube, welche man sich wieder mal anschauen könnte.

Und so warten wir Discgolfer auf den zweiten Startschuss, die Saison 2020 doch noch in Angriff nehmen zu können. Die Scheiben sollen wieder fliegen - weit.

Mit Abstand werden wir den Coronavirus in den Griff bekommen und mit etwas Abstand werden wir auf eine herausfordernde Zeit zurückblicken und uns eingestehen, dass eine gewisse Entschleunigung doch auch ihr Gutes hat. „Slow Down“ eines der vielen positiven Merkmale des Disc Golf Sportes.

Bleibt gesund und vielen Dank an alle, welche sich in dieser Zeit für uns aufopfern (speziell im Gesundheitswesen) und wohl etwas grössere Probleme haben, als ein Turnier-loser Discgolfer.

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