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Am Dienstagmorgen im Training: Was macht Alex Frei beim FCZ?

Sie sind alte Kumpels, Freunde fürs Leben. Im Dezember stehen Alex Frei und Ludovic Magnin noch gemeinsam in der Kirche, halten eine berührende Abschiedsrede für den verstorbenen Ex-Trainer Köbi Kuhn. «Lieber Gott, achte auf Herrn Kuhn, wie er auf uns geschaut hat», sagte Frei. «Wir haben wirklich zusammen alles durchgemacht», sagt Magnin. «Jetzt fehlt nur noch, dass wir gegeneinander spielen.»

Frei war auch schon bei Favre

Bald könnte es soweit sein. Bis im Juni hat Alex Frei die Trainerkurse hinter sich – und nun macht er ein letztes Praktikum. Nach einer Stage bei Lucien Favre in Dortmund schnuppert er mit seinem Lehrgangskollegen Arjan Peco beim FCZ rein. Magnin sagt: «Technisch-taktisch kann ich ihm nichts beibringen.»

Frei, der Basler U18-Trainer, macht sich eifrig Notizen, über die Übungen und deren Dauer. «Nimmt mich wunder, was du aufschreibst», witzelt Magnin. Und fügt an: «Früher habe ich Alex stets beneidet, ich wurde Meister in der Bundesliga und er trotzdem Schweizer Fussballer des Jahres. Aber im Moment beneide ich ihn nicht. Die Kurse sind hart, die Lebensqualität ist wieder eine andere, wenn du die Lektionen in Magglingen hinter dir hast.»

«Ludo und ich ticken gleich»

Wie sieht Alex Frei die erste Trainerstation seines Freundes beim FC Zürich? «Ich fand es cool, wie er das Krisenmanagement üben konnte und nicht entlassen wurde.» Magnin pflichtet bei: «Normalerweise hast du als Trainer gar keine Chance, zu zeigen, ob du eine Krise bewältigen kannst, weil du längst entlassen bist.» Inzwischen steht Magnin mit dem FCZ auf Platz 4.

Und beide Jung-Trainer schauen dabei nach Deutschland. Wie ihr Mentor Lucien Favre (Magnin spielte bei Yverdon, Frei bei Servette unter ihm) attackiert wurde. «Unter aller Sau», sagt Magnin über die Art und Weise der Medien-Kritik. Frei sagt: «In unserem Business ist es halt so. Ludo und ich ticken gleich: Wir können die Kritik ab, solange sie nicht auf den Menschen zielt.» Magnin: «So ist es. Darum war es für mich auch okay, wie ich in der Vorrunde kritisiert wurde. Es ging immer um den Trainer Magnin, nicht den Menschen.»

Magnin startet am Samstag mit dem FCZ gegen Luzern. Frei hat mit der U18 noch Winterpause bis Ende Februar. Ab Sommer, da könnte der Rekordtorschütze der Nati (42 Treffer) dann auch eine Profi-Mannschaft übernehmen. Zuletzt lehnte er Hannover und Holstein Kiel ab. Frei: «Mein Fokus gilt meiner U18. Mal schauen, was die Zukunft bringt.»

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