Switzerland

Alt Ständerätin Christine Egerszegi (71) schreibt ihren Altersgenossen: «Bleiben Sie zu Hause! Retten Sie Leben!»

«Bleiben Sie zu Hause!» Dieser Aufruf steht in allen Zeitungen. Er wird von Bundesräten und Fachexperten bei jeder Gelegenheit eindringlich wiederholt. Die Bundespräsidentin bittet die Bevölkerung um Einhaltung dieser Regel.

Die dringliche Aufforderung, daheimzubleiben, gilt auch für meine Generation. In meinem Umfeld halten sich aber nicht alle daran. «Es ist ja kein absolutes Verbot, nur ein Aufruf», wird argumentiert.

Daheim ist das Risiko am kleinsten

Mit diesen Zeilen möchte ich mich an meine Alterskolleginnen und -kollegen wenden: Ja, wir lassen uns nicht gern als Risikogruppe bezeichnen. Aber ältere und chronisch kranke Menschen sind anfälliger. Eine starke Grippe kann uns enorm schwächen. Deshalb lassen sich viele dagegen impfen. Gegen das Coronavirus gibt es noch kein Medikament. Wir müssen alles tun, um eine Ansteckung zu vermeiden. Daheim ist das Risiko am kleinsten.

Ja, wir wollen möglichst lange unser Leben ohne Unterstützung bestreiten. Wir sind gewohnt, Einkäufe zu tätigen, wann es uns passt. Das ist gelebte Freiheit. Für angebotene Hilfe fühlen wir uns nicht alt genug. Das ist falsch: Hilfe anzunehmen heisst zu erfahren, dass die Solidarität unter den Generationen weitergegeben wird. Freuen wir uns doch, wenn die Kinder fragen, was sie einkaufen könnten, oder wenn die Nachbarin Spätzli offeriert. Wie schön, dass die räumliche Distanz die menschliche Nähe nicht beeinträchtigt. Solidarität wird neu definiert.

«Unsere Einschränkung ist nichts dagegen»

Ich weiss: Einschränkungen fallen uns nicht leicht. Aber wir sind privilegiert: Unsere Rente bleibt gesichert. Im Gegensatz zu unserer Coiffeuse, die Kunden zurückweisen muss, zur Inhaberin der Papeterie, die das Geschäft schliessen musste, und zum Wirt, der um seine Existenz bangt. Vergessen wir nicht: Sie wurden zu diesen Massnahmen gezwungen. Da ist unsere Einschränkung nichts dagegen.

Ja, ich fühle mich gesund und denke, ich hätte gute Chancen, eine Erkrankung zu überleben. Aber wenn es mich erwischt, dann nehme ich vielleicht einem jungen Familienvater mit Herzinfarkt oder der jungen verunfallten Frau den Platz auf der Intensivstation weg. Das will ich nicht.

«Seien Sie solidarisch!»

So verstehe ich den dramatischen Aufruf von Verantwortungsträgern in der ausserordentlichen Notlage unseres Landes. Sie kennen die Fakten: Wenn sich das Coronavirus zu schnell verbreitet, dann sind Intensivstationen total überlastet. Die Folgen könnten verheerend sein.

Deshalb richte ich diese grosse Bitte an Sie, liebe Leserin, lieber Leser: Bleiben Sie auch zu Hause! Seien Sie solidarisch! Das ist unser Beitrag, Leben zu retten.

Christine Egerszegi-Obrist, Mellingen AG

alt Ständerätin / Nationalratspräsidentin 06/07

Coronavirus

Das Coronavirus hält aktuell die Welt in Atem. Viele Länder ergreifen Massnahmen wie das Schliessen von Schulen oder Grenzen und schränken öffentliche Veranstaltungen ein, um die Verbreitung zu verhindern. Auch in der Schweiz grassiert das Virus. Alle aktuellen Informationen und Zahlen rund ums Thema gibts es im Coronavirus-Ticker.

Habe ich das Coronavirus oder nur die Grippe?

Das Coronavirus breitet sich weiter aus – auch in der Schweiz. Gerade in der Grippesaison kann man selber nur schwer einschätzen, ob man am Coronavirus erkrankt ist oder ob man einfach eine gewöhnliche Grippe hat. Die Unterschiede sind fein, aber es gibt sie. BLICK klärt auf.

Schutz gegen Coronavirus

Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit, wie Sie sich selbst schützen können:

Hygienemassnahmen

Kontakt minimieren

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Wann soll man zum Arzt?

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