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Als die Elefanten durch den Allschwiler Wald und die Stadt spazierten

Nach dem zweiten Weltkrieg begann im Zoologischen Garten Basel eine lange Phase der Veränderung. Die Tierhaltung wurde nach wissenschaftlichen Erkenntnissen verbessert, Anlagen und Gehege umgestaltet. Das Tierwohl wurde ins Zentrum gerückt. Die Verhaltensbiologie als Disziplin kam auf. Auch die Zusammenführung von Tieren in Gruppen war stand im Fokus.

Kurzum: Der Zolli entwickelte sich zu einem wichtigen Ort für die Forschung. Und zwischen dieser und den Erwartungen des Publikums entstanden Spannungsfelder. Dem geht die 30-jährige Basler Historikerin Louanne Burkhardt im neu erschienen Buch «Der Zoologische Garten Basel 1944 bis 1966» nach. Angefangen habe ihre Forschungsarbeit über den Zoo bereits mit dem Geschichtsstudium, sagt Burkhardt. An der Universität Basel schrieb sie ihre Masterarbeit über den Zolli. Daraus entstand das Buch. «Ich haben diese Institution als Untersuchungsgegenstand gewählt, weil ich erfahren habe, dass es dieses umfangreiche Archiv des Zoos gibt.» Darüber sein bisher kaum Forschungsarbeiten gemacht worden. «Im Fokus stand bei meinen Recherchen die Mensch-Tier-Beziehung und das neue Selbstverständnis, das sich im Zolli nach dem Zweiten Weltkrieg zu entwickeln begann.» Das heisst: Der Blick auf das Tier wurde dem Publikum neu vermittelt. «Die Beziehung verändert sich ständig», sagt Burkhardt. Es ist ein Verhältnis, das historisch gewachsen ist.

Die Autorin arbeitet seit Sommer im Zolli

Der Hauptteil des Buches spielt in den Jahren 1944-66. Einleitend werden die Geschehnisse in den historischen Kontext gestellt. Eingestreut sind immer wieder Blicke auf die Gegenwart, die erörtern, wie dieselben Fragen heute im Zolli behandelt werden. Die erste Auflage ist bereits praktisch vergriffen. Eine zweite erscheint bald. Die Autorin arbeitet seit Sommer selber im Zolli, wo sie für Archiv und Bibliothek verantwortlich ist.

Die Akten im Archiv reichen zurück bis zu der Eröffnung des Zoos 1874. Aber auch in der internationalen Zooforschung, die immer mehr aufkommt, ist diese Zeit, die Burkhardt ins Auge fasst, kaum erforscht. Im Fokus stehe meist die Gründungszeit, die kolonialen Verflechtungen von Zoos mit den sogenannten Völkerschauen, so Burkhardt.

Besucher fütterten Tiere mit Haushaltsabfällen

Viele Personen hätten die Nachkriegszeit im Zolli geprägt. Etwa Heini Hediger als Direktor, der als Gründer der Tiergartenbiologie gilt. In dieser Zeit war der Zolli international bekannt für seine Zuchterfolge: 1956 wurde das erste Panzernashorn in einem Zoo geboren – in Basel. Oder da ist Goma, die 1959 als erste in Europa in Gefangenschaft geborene Gorilla-Dame. Ein weiterer Meilenstein war die Einführung des Fütterungsverbotes im Jahre 1960. Das Bringen der Hausabfälle hatte langjährige Tradition. Ob Käserinden, altes Brot oder Zückerchen, die Tiere bekamen vieles von den Besuchern. Der Zolli wartete gemäss Burkhardt verhältnismässig lange mit dem Verbot. Zuerst wurde es bei einzelnen Tiere oder sonntags eingeführt. Denn: Das Füttern der Tiere war ein wichtiger Bestandteil eines Zoobesuchs, es schaffte Nähe und Verbindung zum Tier. Forschungen belegten dass die Tiere an Überfütterungsschäden durch das Publikum litten. Ab 1956 gab es am Kiosk Futtermischungen zu kaufen. Dann kam das Verbot. Dieses Beispiel zeige den Bogen, den der Zoo zwischen Tierwohl und den Erwartungen des Publikums spannen müsse.

Erste Elefantenherde wurde 1952 importiert

In dieser Zeit begann man im Zoo auch mit der Haltung von Tieren in Gruppen. 1952 wurden fünf junge Elefanten importiert. Das bedeutete auch bauliche Herausforderungen. Pfleger hätten heute nicht mehr so viel Kontakt mit den Tieren wie damals in den 50er Jahren, als man Elefantenspaziergänge durch den Allschwiler Wald oder die Innenstadt unternahm. Diese Tier-Beschäftigungsprogramme gibt es nicht mehr. Geblieben ist das Spannungsfeld: Noch heute hat der Zolli einen wichtigen Bildungsauftrag und ist gleichzeitig Freizeitinstitution.

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