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Alpamare: «Das ist kein Abenteuer, sondern lebensgefährlich»

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Eine Ostschweizerin war kürzlich mit der Familie im Wasserpark Alpamare. Sie berichtet bei der Wasserrutsche Jungle Run von lebensgefährlichen Situationen.

«Angepriesen wird die Jungle Run vom Alpamare als ultimatives Abenteuer, in Wirklichkeit ist die Rutsche aber lebensgefährlich», sagt Leser-Reporterin C.U.* Die Ostschweizerin war am Sonntag mit ihrem Mann (40) und ihrem Sohn (13) zu Besuch im Wasserpark. Eigentlich können bei der Jungle Run zwei Personen gleichzeitig in zwei Bahnen nebeneinander rutschen. «Doch nur eine der beiden Röhren war geöffnet», sagt U. Für sie sei es unverständlich, wieso man damit wirbt, dass man zu zweit auf die Bahn kann, wenn dann die zweite Spur gesperrt ist.

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Sie seien dann trotzdem gerutscht. Es sei aber alles andere als spassig gewesen. An mehreren Stellen, besonders in den Kurven, ist die Bahn gegen oben geöffnet. «Mein etwa 45 Kilogramm schwerer Sohn ist in mehreren Kurven fast aus der Bahn geschleudert worden.» Und auch die beiden Erwachsenen mit mehr Körpergewicht seien knapp am Rand vorbei gerutscht. «Es war mega schlimm. Ich dachte, ich falle hinaus und natürlich hatte ich Angst.» Wäre die andere Bahn nebenan offen gewesen, hätten die beiden Rutscher gar zusammenprallen können, meint die Leser-Reporterin. Sie verstehe ja, dass Wasserparks mit immer spektakuläreren Bahnen Gäste anlocken wollen, aber deswegen alle Sicherheitsvorkehrungen ausser Acht zu lassen und Bädegäste in Gefahr zu bringen sei ein absolutes No-Go.

Viele teilen ihre Meinung

Für die Leser-Reporterin ist klar: «Das war mein letzter Besuch im Alpamare. Dort gehe ich nie wieder hin.» Mit ihrer Meinung ist sie nicht alleine. In den Google-Rezensionen schreibt ein User: «Die Rutschen sind zum Teil so konzipiert, dass die Fahrt wirklich gefährlich werden kann. Nie wieder werden wir da hin gehen.»

In einer anderen Rezension ist die Rede von angeschlagenen Köpfen, blutenden Nasen und zahlreichen Schürfwunden. Die Verletzungsgefahr sei permanent. «Wir haben uns bei unserem Aufenthalt bei vielen Rutschen gefragt, ob das überhaupt erlaubt ist.» Es heisst auch, dass man nicht von einem Spassbad reden sollte, sonder eher von einem der grössten Verletzungsrisikos.

Alpamare nimmt Stellung

Auf Anfrage beim Alpamare heisst es: «Beide Bahnen der Jungle Run Rutsche sind vom technischen Überwachungsverein (TÜV) abgenommen worden. Sie zählt zu unseren sportlichen Bahnen und sind für Kinder ab 8 Jahren freigegeben.» Diese Bahn falle somit in die Kategorie der schwierigen Rutschen.

«Im Rahmen einer regelmässigen Überprüfung haben wir eine Seite gesperrt und beim Lieferanten Anpassungen bestellt», so Parkdirektorin Martine Oosting. Die Anfertigung habe länger gedauert als geplant – jede Rutschbahn sei ein Unikat. «Spätestens in zwei Wochen wird die zweite Seite wieder offen sein.» In der Zwischenzeit könne man mittels Zeitmessung gegeneinander antreten.

* Name ist der Redaktion bekannt

(maw)

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