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Alles dauert nun ein bisschen länger

Der Stiftungsrat des Kunstmuseums Bern will in diesem Herbst entscheiden, welche der drei Varianten für die geplante Erweiterung des Hauses zum Zuge kommt. Zuerst wird für alle drei Varianten eine Betriebskostenanalyse erstellt. Laut einer Mitteilung vom Freitag dient eine solche Analyse der Kostentransparenz und stellt ein erfolgreiches Wettbewerbsverfahren sicher.

Umbau oder Neubau?

Die erste Variante sieht einen Umbau und die Sanierung des Atelier-5-Baus vor. Dabei könnte die Ausstellungsfläche um 520 Quadratmeter vergrössert werden. Die zweite Variante sieht einen Ersatzneubau auf der Basis des Atelier-5-Baus vor, der 590 Quadratmeter zusätzliche Ausstellungsfläche brächte. Die dritte Variante eines Neubaus mit 1305 zusätzlichen Quadratmetern würde den Raumbedarf decken. Der Einbezug des benachbarten Polizeigebäudes an der Hodlerstrasse 6 ist Bestandteil aller drei Varianten. Bei allen drei Varianten bleibt auch der historische Stettler-Bau neben dem Atelier-5-Bau unangetastet.

Die Minimalvariante soll maximal 66 Millionen Franken kosten, die Variante eines Ersatzneubaus bis zu 75 Millionen. Bei der Maximalvariante eines Neubaus schliesslich wird mit Kosten bis 82 Millionen Franken gerechnet. Der Kanton Bern hat 40 Millionen in Aussicht gestellt, Milliardär Hansjörg Wyss will 20 Millionen Franken beisteuern. Direktion und Trägerstiftung des Kunstmuseums sprachen sich im vergangenen September, nach einem öffentlichen Dialog zu den Plänen, für den Neubau aus.

Wettbewerb erst Ende Jahr

Das Wettbewerbsverfahren ist laut Mitteilung mit den Architekturverbänden, die aufgrund wettbewerbsrechtlicher Fragen Beschwerde gegen das Projekt «Modernisierung» erhoben hatten, einvernehmlich abgestimmt worden. Dieses Verfahren beginnt damit voraussichtlich erst Ende dieses Jahres. Schon im Mai 2018 hatte der Kanton Bern für diesen Wettbewerb einen Kredit genehmigt. Ende 2018 hiess es auch, bis im Sommer 2019 würden die Rahmenbedingungen für die bauliche Erweiterung des Kunstmuseums geklärt.

Per Ende 2019 sind im Atelier-5-Bau des Kunstmuseums mit Unterstützung des Kantons die dringendsten Sanierungsmassnahmen bei der Erdbebenertüchtigung und dem Klima- und Brandschutz abgeschlossen worden. Damit sei der Museumsbetrieb in diesem Gebäude für die nächsten Jahre sichergestellt, steht in der Mitteilung.

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