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Aktivist klebt sich an Theke fest, um Preis von veganer Milch zu senken

Alles vegan & einfach: Meine Lieblingsrezepte

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Alles vegan & einfach: Meine Lieblingsrezepte

quelle: jennifer zimmermann

Wir haben das erste vegane Ei weltweit getestet

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Nach Kundenrückmeldungen prüft der Detailhändler Anpassungen bei Rezept und Verpackung. Am besten schmecke das Ei mit Gewürz, heisst es.

Als nichts weniger als eine «Weltneuheit» und «Sensation» pries die Migros Ende Oktober ihre pflanzenbasierte Ei-Alternative an. Das «V-Love The Boiled» imitiert ein hartgekochtes Ei und besteht hauptsächlich aus Sojaprotein. Für das Eigelb sorgt Karotin.

James Cromwell hat es wieder getan – mit einer erneuten Protestaktion kämpft er gegen den Aufpreis für pflanzliche Milchalternativen. Damit unterstützt er auch die Forderung von Paul McCartney.

«That’ll glue, pig … that’ll glue» – (das wird klebrig, Schweinchen, das wird klebrig) – der Schauspieler James Cromwell hat für eine Protest-Aktion die letzten Zeilen des Films «Ein Schweinchen namens Babe» («That'll do pig, that'll do») ein bisschen abgeändert.

Um gegen den Aufpreis für pflanzliche Milch bei Starbucks zu protestieren, klebt der 83-Jährige mitten in Manhattan am Dienstag seine Hand auf die Theke. Mit einem «Free the Animals»-T-Shirt liest er von einem Zettel: «Wann hören Sie auf, riesige Gewinne zu generieren, während Kunden, Tiere und Umwelt leiden?». Er fordert den Konzern auf, die Aufschläge für pflanzliche Milchalternativen abzuschaffen. «Es gibt keinen Grund dafür, ausser Gier», so Cromwell.

Während er rezitiert, arbeiten die Baristas weiter, als ob kein Oscar gekrönter Schauspieler an der Theke kleben würde.

Diverse vegane Milchalternativen – Starbucks mache schon sehr viel richtig

Es sei grossartig, dass Starbucks so viele vegane Optionen anbiete. Doch um die Tiere zu schützen, die Umwelt zu schonen und die eigene Gesundheit zu verbessern, sollte der Konzern keine Gebühren erheben. Man solle umweltbewusste Kunden nicht bestrafen, sondern unterstützen. Der Kaffeeriese verlangt rund 60 Rappen Aufpreis für Milchalternativen wie Soja-, Kokos-, Mandel- oder Hafermilch.

Die Protestaktion fand in Zusammenarbeit mit PETA statt, welche die Aktion live auf Twitter streamte. Die gemeinnützige Organisation fordert den Konzern schon länger auf, den Aufpreis für vegane Milchalternativen abzuschaffen – auch in Europa. Nach dreissig Minuten Protest erschien die Polizei und Cromwell musste seine Hand von der Theke kratzen. Eine Festnahme habe es nicht gegeben.

Nicht seine erste Protestaktion

Cromwell engagiert sich seit den 70er Jahren für Tierrechte. Nachdem er in Texas einen Viehhof besucht habe, begann er damit, kein Fleisch mehr zu essen. Seit er 1995 im Film «Ein Schweinchen namens Babe» mitwirkte, lebe er vegan. Diese Entscheidung habe er getroffen, als er mit vielen Tieren und Tiertrainern zusammen gearbeitet habe, wie er Take Part 2011 erzählte.

Die klebrige Warnung war nicht die erste Protestaktion Cromwells: 2017 wurde er wegen Hausfriedensbruch angeklagt, weil er eine Orca-Show in einem Vergnügungspark in San Diego unterbrach. 2015 protestierte er gegen den Bau eines Gaskraftwerks im US-Bundesaas New York. Er lehnte seine Geldstrafe ab und verbrachte deswegen drei Tage im Gefängnis. 2011 wurde er das erste Mal verhaftet, als er gegen eine Fast-Food-Kette demonstrierte, welche die Tierschutzrichtlinien nicht eingehalten habe.

Mit seinem Anliegen zur Abschaffung der Gebühren für vegane Milchalternativen steht er nicht alleine da. Auch Paul McCartney schrieb kürzlich einen Brief an den CEO von Starbucks: «Ich hoffe aufrichtig, dass Sie für die Zukunft des Planeten und des Tierschutzes in der Lage sind, diese Richtlinie umzusetzen». (cst)