Switzerland

Aktion 72 Stunden: 413 Züpfen in 72 Stunden - JaUL backte Züpfen für einen guten Zweck.

413 Züpfen während 72 Stunden

Vom 16. bis 19. Januar 2020 ging das grösste Freiwilligenprojekt der Schweiz in die nächste Runde. Die Idee der Aktion, welche alle fünf Jahre stattfindet, ist so einfach wie bestechend: Innerhalb von genau 72 Stunden setzen Jugendgruppen in der ganzen Schweiz eigene gemeinnützige und innovative Projekte um. Den Ideen sind keine Grenzen gesetzt. Mit grosser Begeisterung und Engagement arbeiten sie dort, wo es niemand sonst tut. Auf diese Weise zeigen sie, dass sie sich mit Ausdauer, Improvisationsvermögen und Teamgeist für anderen einsetzen.

Am Donnerstagabend trafen sich die Kinder, Jugendliche und jungen Erwachsene im JaUL-Lokal in Flumenthal ein. Um 18.00 Uhr starteten wir von JaUL, wie auch die ganze Schweiz, in die diesjährige Aktion 72 Stunden. Das Projekt von JaUL wurde präsentiert: Eine Züpfenbäckerei in Flumenthal soll innert den kommenden 72 Stunden aufgebaut und organisiert werden. Und natürlich sollen dann darin Sonntagszüpfen für den Unterleberberg gebacken werden. Nach den ersten Besprechungen und einer groben Planung für das Wochenende verbrachten alle die Nacht und den Freitagmorgen wie gewohnt zu Hause, in der Schule und bei der Arbeit. Am Freitagabend ging es für JaUL dann so richtig los. Wir richteten uns in der Turnhalle in Flumenthal für die nächsten Tage ein und legten gleich mit der Werbung und dem Aufnehmen der Bestellungen los. Die Bestellungen für die Züpfen konnte die Bevölkerung schon seit Donnerstagnachmittag aufgeben. Und auch die Backmaterialen und Zutaten für die Züpfen trudelten allmählich ein. Nach einer kurzen Nacht ging es weiter mit Organisieren. Wir sammelten in der Region viele Spenden in Form von Mehl, Hefe, Eier ein. Wir durften drei grosse Backöfen ausleihen und wir richteten unsere ganz eigene Backstube ein. Nach einem stärkenden Mittagessen ging es dann so richtig los. Über 100 Kilo Mehl wurden zu Teig verarbeitet. In der Turnhalle ging es zu und her wie in einer Fabrik. Nach gut zwei Stunden waren alle Zutaten zu Teig verarbeitet und wir liessen den Teig ruhen und aufgehen. In der Zwischenzeit wurde alles gereinigt und geputzt. Die fleissigen BäckerInnen ruhten sich ein wenig aus. Anschliessend wurde der Teig geflochten und es entstanden bis tief in die Nacht viele Züpfen, welche auf ihren Backofengang warteten. Nach der Anstrengung fielen alle sichtlich erschöpft ins Bett. Am Sonntagmorgen ging es dann früh los. Bereits um 7.30 Uhr wurden die ersten Züpfen ausgeliefert und bei uns am Verkaufsstand abgeholt. Alle unserer 413 Züpfen konnten wir verkaufen. Einen Teil konnten wir sogar an das Asylzentrum Balmberg und an die Restessbar Olten spenden. Der Erlös, knapp 3000.-, darf JaUL an WWF zum Projekt «Australien, die Heimat der Koalas, brennt» spenden.

Die Kinder und Jugendliche können stolz sein, was sie in diesen 72 Stunden erreicht und geschafft haben. Sie konnten das scheinbar Unmögliche möglich machen und den Unterleberberg für einmal auf den Kopf stellen. Der Teamgeist war gross und alle packten an. Wir bedanken uns bei allen SpenderInnen, welche uns mit Zutaten unterstützt haben, bei allen ZüpfenkäuferInnen und bei allen Kindern, Jugendliche und freiwilligen HelferInnen. Insgesamt haben rund 46 Teilnehmer während den 72 Stunden mitgewirkt. Die 72 Stunden wird JaUL und die Kinder und Jugendliche aus dem Unterleberberg sicherlich nicht ganz so schnell vergessen. Und alle freuen sich schon auf die nächste Aktion 72 Stunden, welche dann 2025 auf uns wartet.

Sandra Augstburger

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