logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo
star Bookmark: Tag Tag Tag Tag Tag
Switzerland

Airbus legt nach Milliarden-Strafe Jahreszahlen vor, Aussicht auf Milliarden-Deal mit Alstom beflügelt Bombardier-Aktien – und weitere Wirtschaftsmeldungen

Ein Airbus der Fluggesellschaft Qatar Airways auf dem Flug von Casablanca nach Doha, fotografiert vor dem Mond am 7. Februar von Malta.

Ein Airbus der Fluggesellschaft Qatar Airways auf dem Flug von Casablanca nach Doha, fotografiert vor dem Mond am 7. Februar von Malta.

Darrin Zammit Lupi / Reuters

(dpa) Der europäische Flugzeugbauer und Rüstungskonzern Airbus legt am Donnerstag seine Jahreszahlen für 2019 vor. Der Gewinn dürfte dabei massiv von hohen Belastungen durch die beispiellose Milliardenstrafe wegen Korruptionsvorwürfen gedrückt werden. Nach einer Einigung mit Behörden hatte Airbus eingewilligt, zusammen 3,6 Mrd. € in Frankreich, Grossbritannien und den USA zu zahlen. Legt man die Erwartungen von Analysten zugrunde, dürfte der grösste Anteil des Nettogewinns von den Zahlungen aufgezehrt werden.

Eigentlich war 2019 ein Rekordjahr für Airbus. Doch die schon seit Jahren laufenden Untersuchungen wegen Korruptionsvorwürfen hatten das Unternehmen mit Schaltzentrale im französischen Toulouse unter Druck gesetzt. Airbus hatte sich schliesslich Ende Januar in Frankreich, Grossbritannien und den USA auf einen milliardenschweren Kompromiss geeinigt. In Frankreich ist der Löwenanteil der Strafe fällig geworden – 2,1 Mrd. €. In Grossbritannien beläuft sich die Geldbusse auf knapp 984 Mio. €, die USA sollen knapp 526 Mio. € bekommen.

Die nun vereinbarte Riesensumme übersteigt den Gewinn des Konzerns aus dem Jahr 2018, der 3,05 Mrd. € betragen hatte. Der frühere deutsche Konzernchef Thomas Enders hatte bereits in der Vergangenheit die Mitarbeiter des Luft- und Raumfahrtkonzerns auf die Möglichkeit «erheblicher Strafen» eingestimmt. Auslöser der Ermittlungen war eine Selbstanzeige des Unternehmens. Die Behörden untersuchten unter anderem Bestechungsvorwürfe im Zusammenhang mit Verträgen beim Verkauf von Zivilflugzeugen und Satelliten.

Hinter Airbus liegt eine Phase des Umbruchs. Es ist die erste Bilanz-Pressekonferenz für Guillaume Faury als neuer Konzernchef. Im April 2019 hatte Faury das Ruder von Enders als Konzernchef übernommen – und damit auch die Ermittlungen zu den Korruptions- und Bestechungsvorwürfen geerbt. Enders hatte sich im vergangenen Jahr mit einem grossen Knall verabschiedet: Airbus verkündete damals das Ende des A380. Die Produktion des grössten Passagierflugzeugs der Welt wird nun mangels Nachfrage eingestellt.

Die Milliardenstrafe überschattet nun das erfolgreiche Jahr 2019. Im Rennen um die Marktführerschaft konnte Airbus erstmals seit Jahren dem amerikanischen Erzrivalen Boeing den Titel abjagen. Insgesamt lieferte Airbus 863 Verkehrsflugzeuge aus und damit 8% mehr als im Vorjahr. Boeing steckt seit März 2019 in einer schweren Krise. Nach den zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten hatten Behörden in aller Welt Passagierflüge mit der 737 Max untersagt. Das Flugzeug ist das meistgefragte Modell des amerikanischen Konzerns.

Auch in das Jahr 2020 ist Airbus mit einem kräftigen Auftragsschub gestartet. Im Januar gingen Aufträge über 274 neue Verkehrsjets ein. Das entspricht mehr als einem Drittel der Netto-Bestellungen, die Airbus im Gesamtjahr 2019 eingesammelt hatte. Vor allem mit seinen Mittelstreckenjets der A320neo-Familie konnte Airbus punkten. Der Konzern will die Produktion der A320-Familie deutlich steigern. Die Verkehrsflugzeugsparte des Rivalen Boeing verbuchte hingegen im Januar keine einzige neue Bestellung. Airbus zieht somit immer weiter davon.

Neben der Milliardenstrafe liegt noch ein anderer Schatten über Airbus: der Zollstreit zwischen den USA und der Europäischen Union. Grund sind illegale Staatshilfen für die beiden Flugzeugbauer Airbus und Boeing.

(sda/dpa) Medienberichte über einen Verkauf des Eisenbahngeschäfts an den französischen Bahntechnikhersteller Alstom haben dem Bombardier-Konzern kräftigen Auftrieb an der Börse gegeben. Die Aktien des angeschlagenen kanadischen Unternehmens stiegen sprunghaft. Sie gingen in Toronto am Mittwoch (Ortszeit) mit einem Kursplus von mehr als 10% aus dem Handel.

Nach «Handelsblatt»-Informationen aus Industriekreisen will Alstom für 7 Mrd. € die gesamte Zugsparte der Kanadier übernehmen. Bombardier Transportation hat nach Angaben des Unternehmens rund 40 650 Beschäftigte, Hauptsitz der Sparte ist Berlin. Insgesamt hat der Bombardier-Konzern, dessen zweites Standbein der Flugzeugbau ist, mehr als 68 000 Mitarbeiter.

Zuvor hatten bereits der Finanznachrichtendienst Bloomberg und französische Medien über Gespräche zwischen den Konzernen berichtet. Anleger spekulieren ohnehin schon länger über Spartenverkäufe. Sprecher von Bombardier und Alstom sagten am Mittwochabend auf Nachfrage, dass sie Marktgerüchte nicht kommentierten.

Laut dem deutschen «Handelsblatt» soll die Übernahme bereits am Donnerstagmorgen bekanntgegeben werden. Zwischenzeitlich sei auch der japanische Zugbauer Hitachi interessiert gewesen, hiess es. Durch den Deal zwischen Alstom und Bombardier entstehe ein neuer grosser Eisenbahntechnikkonzern mit etwa 15 Mrd. € Umsatz.

Bombardier tut sich schon länger schwer. Die Kanadier hatten im vorigen Monat den Kapitalmarkt mit einer sogenannten Gewinnwarnung schockiert. Hintergrund für die um die Hälfte gestrichene Erwartung an die Gewinnentwicklung im abgelaufenen Jahr ist auch das schlecht laufende Eisenbahngeschäft. Laut dem französischen Finanzsender BFM verhandeln Alstom und Bombardier schon seit Wochen über einen Deal.

(dpa/Reuters) Der amerikanische Netzwerkausrüster Cisco hat das vergangene Quartal mit einem Umsatzrückgang abgeschlossen. Die Erlöse sanken im Jahresvergleich um 4% auf 12 Mrd. $, wie Cisco am Mittwoch (Ortszeit) nach Börsenschluss in den USA mitteilte.

Das Unternehmen hatte für das Vierteljahr bereits einen Umsatzrückgang zwischen 3 und 5% vorhergesagt, weil sich die konjunkturelle Stimmung verschlechtert habe. Im Kerngeschäft mit Netzwerk-Infrastruktur sanken die Umsätze um 8% auf 6,5 Mrd. $. Der Konzerngewinn legte in dem Ende Januar abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal im Jahresvergleich um rund 2% auf 2,9 Mrd. $ zu.

An der Börse kamen die Zahlen nicht gut an – die Aktien sanken im nachbörslichen Handel zeitweise um rund 2,5%. Cisco will sich stärker auf Software und Cybersicherheit konzentrieren, um den Rückgang im traditionellen Hardware-Geschäft abzufangen.

(Reuters) Der E-Auto-Hersteller Tesla ruft rund 15 000 Wagen des Typs Model X wegen möglicher Probleme mit der Servolenkung in den USA und Kanada zurück. Damit verbunden sei die Gefahr möglicher Unfälle, teilte das Unternehmen am Mittwoch (Ortszeit) mit. Laut Angaben der kanadischen Aufsichtsbehörde NHTSA seien Modelle aus dem Jahr 2016 betroffen.

(dpa) Der frühere Direktor des staatlichen mexikanischen Ölkonzerns Pemex ist wegen Korruptionsvorwürfen verhaftet worden. Emilio Lozoya sei nach monatelanger Fahndung in Spanien gefasst worden, teilte die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Die spanische Polizei bestätigte die Festnahme des 45-Jährigen an der Costa del Sol im südspanischen Andalusien.

Bei der Suche nach Lozoya in Europa habe auch die deutsche Polizei geholfen, sagte der mexikanische Generalstaatsanwalt Alejandro Gertz Manero im Radiosender Fórmula. Der frühere Ölmanager ist mit einer Deutschen verheiratet, gegen die in Mexiko ebenfalls ein Haftbefehl vorliegt.

Lozoya soll Bestechungsgelder in Höhe von bis zu zehn Mio. $ von dem brasilianischen Bauunternehmen Odebrecht angenommen haben. Zudem wird ihm vorgeworfen, an der Spitze von Pemex den Kauf einer Düngerfabrik zu einem überhöhten Preis genehmigt zu haben und dafür weitere 3,7 Mio. $ an Schmiergeldern kassiert zu haben. Sein Anwalt Javier Coello sagte im Fernsehsender Milenio TV: «Wir verfügen über alle Mittel, um ihn zu verteidigen.»

Der brasilianische Baukonzern Odebrecht steht im Zentrum des wohl grössten Korruptionsskandal Lateinamerikas. In der ganzen Region wird gegen Hunderte von Politikern, Beamten und Geschäftsleuten ermittelt. Insgesamt sollen 785 Mio. $ Schmiergeld geflossen sein.

Die Privatbank Vontobel bleibt auf Erfolgskurs.

Die Privatbank Vontobel bleibt auf Erfolgskurs.

Ennio Leanza / Keystone

ti.

Die Privatbank Vontobel, die mitten in der Transformation von einer traditionellen Vermögensverwaltungsbank zu einem Investmenthaus steht, bleibt auf Erfolgskurs. Im vergangenen Geschäftsjahr weitete sie ihren Gewinn spürbar auf 265 Mio. Fr. aus. Den Aktionären soll eine auf Fr. 2.25 aufgebesserte Dividende ausgeschüttet werden. Die verwalteten Vermögen, die Basis künftiger Erträge, legten deutlich auf knapp 200 Mrd. Fr. zu, wobei die marktbedingte Höherbewertung der Bestände (+22,8 Mrd. Fr.) den Löwenanteil zu dieser Expansion beisteuerte. Die Zugänge an neuen Geldern erreichten netto 11,7 Mrd. Fr. Wie gut in Form die Bank ist, spiegelt sich in der vergleichsweise hohen Eigenkapitalrendite von gut 14%, und dies bei einer soliden Eigenkapitalquote von 13,5%.

Zwei Zugpferde

Als weitaus gewichtigste Ertragsquelle erwies sich einmal mehr das institutionelle Vermögensverwaltungsgeschäft (Asset Management), das mit 198 Mio. Fr. fast zwei Drittel zum gruppenweiten Vorsteuergewinn beitrug. Die voranschreitende Ausbau des internationalen Vertriebs, der Boutiquen-Ansatz (Fixed Income, Multi Asset, Sustainable Equities, Quality Growth), der robuste Zufluss neuer Gelder - all das hatte seinen Anteil an der Gewinnsteigerung dieser Kernsparte, die ihre Bruttomarge entgegen dem Markttrend sogar etwas ausweiten konnte. Im laufenden Jahr will die Bank die Vertriebskapazitäten in den USA, in Japan und Frankreich ausbauen.

Langsam aber sicher kommt auch das Vermögensverwaltungsgeschäft für vermögende Privatkunden (Wealth Management) in Fahrt. Diese Einheit (einschliesslich der externen Vermögensverwalter) steigerte ihren Vorsteuergewinn deutlich um einen Fünftel auf gut 147 Mio. Fr. Zwar blieb der Neugeldzugang bescheiden, zumal die Integration der 2018 erworbenen Privatbank Notenstein La Roche mit personellen Wechseln und damit auch mit Abflüssen verbunden war. Aber dafür sorgte die gute Markt-Performance für eine Ausweitung der verwalteten Vermögensbasis. Im laufenden Jahr sollen ein Ausbau der Kundenteams, ergänzt durch Corporate-Finance-Spezialisten, das organische Wachstum unterstützen. Potenzial ortet die Bank, wie die meisten Konkurrenten auch, im Heimmarkt Schweiz, aber auch in Deutschland und Asien.

Ein letzter Auftritt

Der Gewinnbeitrag der dritten Einheit, Financial Products, glitt hingegen um einen Viertel auf 47 Mio. Fr. zurück. Diese Einheit, die in den goldenen Jahren des Investment Banking vor der Finanzkrise von 2008 noch die weitaus gewichtigste Ertragsstütze war, gibt es in der alten Form seit Jahresbeginn nicht mehr. Denn die ehemalige Börsenbank will zu einem reinen Investmenthaus mutieren und hat sich deshalb aus dem Brokerage-Geschäft mit Aktien und dem Corporate-Finance-Geschäft, zwei traditionellen Aktivitäten, zurückgezogen.

Dafür kommen zwei neue Einheiten, Digital Investing und Platforms & Services, hinzu. Erstere soll unter anderem strukturierte Produkte an an Endkunden vertreiben, die eigenen Plattformen Deritrade und EAMnetbetreiben sowie die eigene Robo-Technologie weiterführen. Letztere stellt Produkte und Dienstleistungen der Bank externen Vermögensverwaltern und anderen Intermediären zur Verfügung.

Kone ist offenbar an der Aufzugssparte von ThyssenKrupp interessiert.

Kone ist offenbar an der Aufzugssparte von ThyssenKrupp interessiert. 

Fabian Bimmer / Reuters

(awp/sda/Reuters) Kurz vor der Entscheidung zum Verkauf der Aufzugssparte von ThyssenKrupp hat der Schindler-Konzern die Übernahmepläne des Konkurrenten Kone scharf kritisiert und mit einer Klagewelle gedroht. «Wir nehmen die Bestrebungen von Kone sehr ernst», sagte Verwaltungsratsmitglied Alfred Schindler in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. «Wir gehen davon aus, dass weitere Wettbewerber Klagen einreichen würden, weil ein Zusammenschluss von Kone mit Thyssenkrupp Elevator zu gross wäre. Da können wir kein Auge zudrücken», fügte er hinzu. «Wir würden voraussichtlich Klagen in Europa, den USA, Kanada, China und möglicherweise auch Australien einreichen.» Diese Verfahren würden mindestens drei bis vier Jahre dauern.

Alfred Schindler hatte den Konzern von 1985 bis 2011 geführt. Die Familien Schindler, Bonnard und ihnen nahestehende Parteien kontrollieren 71,1 Prozent der Stimmen. ThyssenKrupp will bis Ende des Monats entscheiden, wie die Ertragsperle des Konzerns versilbert werden soll.

Neben einem kompletten oder teilweisen Verkauf hält sich der kriselnde ThyssenKrupp-Konzern einen Börsengang offen. Kone hat laut Insidern ein Bündnis mit dem Finanzinvestor CVC geschlossen und bestätigt, ein Angebot in der Grössenordnung von in etwa 17 Mrd. € vorgelegt zu haben. Durch einen Zusammenschluss der Aufzugsgeschäfte von ThyssenKrupp und Kone könnte ein neuer Weltmarktführer entstehen.

«Otis ist seit rund 100 Jahren die Nummer Eins. Wir sind seit über 30 Jahren die Nummer Zwei», sagte Schindler. «Man darf ruhig davon ausgehen, dass weder Otis noch Schindler sich damit abfinden, verdrängt zu werden.»

Schindler würde im Fall eines Zusammenschlusses auf zwei Wegen vorgehen: «Wir werden kartellrechtliche Klagen einreichen und im operativen Tagesgeschäft reagieren.» Schindler würde sich grosse Mühe geben, eine Übernahme von ThyssenKrupp Elevator durch Kone zu stoppen, denn die Aufzugsbranche sei schon jetzt extrem konsolidiert. «Wir haben gar keine Wahl.» Details wolle er nicht nennen. Überraschung sei Kern jeder Abwehr-Strategie. «Eine Strategie, die man im Voraus bekannt gibt, würde jeder Regel der Kriegsführung widersprechen.»

ThyssenKrupp will mit dem Verkauf Mittel für den Umbau des seit Jahren kriselnden Konzerns gewinnen. Im Rennen ist laut Insidern zufolge auch ein Konsortium aus den Finanzinvestoren Advent, Cinven und der Abu Dhabi Investment Authority, das von der Essener RAG-Stiftung unterstützt wird. Eine weitere Bieter-Gruppe besteht aus Carlyle, Blackstone und dem Canada Pension Plan Investment Board. Hinzu kommt der kanadische Investor Brookfield, der sich mit Temasek aus Singapur verbündet hat.

Die Post nimmt derzeit keine Sendungen nach China entgegen.

Die Post nimmt derzeit keine Sendungen nach China entgegen. 

Arnd Wiegmann / Reuters

(sda) Die Schweizer Post nimmt bis auf Weiteres keine Briefe oder Pakete nach China mehr an. Wegen des Coronavirus-Ausbruchs seien viele Flüge nach China eingestellt worden. Damit sei der internationale Postversand von der Schweiz nach China stark eingeschränkt.

Die Post verfüge aktuell nur noch über einen Drittel der eigentlich benötigten Kapazitäten für Sendungen nach China, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die Postfilialen und die Filialen mit Partnern seien deshalb angewiesen worden, keine Briefe und Pakete nach China mehr anzunehmen.

Kundinnen und Kunden, die trotzdem unbedingt Sendungen nach China schicken müssten, könnten diese mit der Versandart «Urgent» weiterhin aufgeben. Allerdings könne die Post die Zustellungszeiten nicht mehr garantieren.

Für den Transport von Paketen und Briefen aus China sei die chinesische Post zuständig. Aber auch hier könnten auf Grund der beschränkten Transportmöglichkeiten Verzögerungen nicht ausgeschlossen werden.

Konten der Handy-Bank N26 werden zum 15. April wegen Grossbritanniens Austritt aus der EU geschlossen.

Konten der Handy-Bank N26 werden zum 15. April wegen Grossbritanniens Austritt aus der EU geschlossen.

Dado Ruvic / Reuters

(Bloomberg) Die Handy-Bank N26, hinter der unter anderem die Milliardäre Peter Thiel und Li Ka-shing stehen, zieht sich aus dem britischen Markt zurück. Die dortigen Konten würden zum 15. April geschlossen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Wie ein Sprecher auf Nachfrage von Bloomberg erklärte, seien mehrere hunderttausend Kunden betroffen.

N26 begründete den Schritt mit dem Austritt Grossbritanniens aus der Europäischen Union. Dem Unternehmen werde es künftig nicht mehr möglich sein, mit seiner europäischen Banklizenz im Vereinigten Königreich zu arbeiten. In den USA, wo N26 ebenfalls über keine Banklizenz verfügt, kooperiert das Fintech mit einer Partnerbank.

Im vergangenen Juli war N26 beim Einsammeln neuer Investorengelder mit 3,5 Milliarden Dollar (3,41 Milliarden Franken) bewertet worden. Damit gehört die Firma zu einem der wertvollsten nicht-börsennotierten Fintechs in Europa.

(Reuters)

(dpa) Samsung macht einen zweiten Anlauf, faltbare Smartphones als neue Produktkategorie zu etablieren. Der Marktführer stellte am Dienstag das Modell Galaxy Z Flip vor, das sich auf die Grösse eines herkömmlichen Smartphones ausfalten lässt - und zusammengeklappt etwa so gross wie eine Puderdose ist. Der Preis liegt mit knapp 1500 Euro am oberen Ende davon, was man für klassische Smartphones bezahlt - worin Marktforscher ein Problem für breitere Verkäufe sehen.

Sein erstes Auffalt-Smartphone - das rund 2000 Euro teure Galaxy Fold - verkauft Samsung seit vergangenem Herbst. Es ist ausgeklappt so gross wie ein kleiner Tablet-Computer mit quadratischem Bildschirm. Konkurrent Huawei hat ein ähnliches Modell im Angebot - das bisher allerdings nur in China angeboten wird. Die Lenovo-Marke Motorola brachte gerade erst ein neues Modell heraus, dass sich genauso wie das Z Flip auf Smartphone-Grösse ausklappen lässt.

Motorola liess dafür den traditionsreichen alten Modell-Namen Razr aufleben - Samsung nahm dem Gerät aber mit dem Z Flip schon jetzt den Wind aus den Segeln, betonte die Analysefirma Strategy Analytics. Das Moto Razr ist teurer und erntete in Rezensionen von US-Medien viel Kritik unter anderem für die Qualität des faltbaren Displays.

Samsung positioniert das Gerät auch als Mode-Accessoir und will damit verstärkt Frauen ansprechen. In einigen Ländern soll es auch eine Version mit goldenem Gehäuse geben, in Deutschland wird das Z Flip in Pink und Schwarz verkauft.

Als neues Top-Modell im klassischen Smartphone-Format stellte Samsung das Galaxy S20 vor. Bei ihm rüstete der Marktführer unter anderem die Kamera auf, die dank künstlicher Intelligenz deutlich bessere Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen machen soll. Samsungs Sparten-Chef TM Roh demonstrierte die Fähigkeiten des Geräts, als er es dem Kameramann aus der Hand nahm, der damit das Event für den Livestream filmte. Unter den Smartphone-Herstellern gibt es ein regelrechtes Wettrüsten bei Kamera-Technologien.

Bei allen Versionen des S20 soll es Unterstützung für den superschnellen 5G-Datenfunk geben - zum ersten Mal für eine Modellfamilie. Auch wenn die 5G-Netze in vielen Ländern noch kaum ausgebaut sind, wolle Samsung damit die neuen Geräte fit für die Zukunft machen, heisst es.

St. Galler Kantonalbank plant Chefwechsel für 2021

(awp/sda) Bei der St. Galler Kantonalbank (SGKB) kommt es in einem Jahr zu einem Wechsel an der Geschäftsleitungsspitze. CEO Roland Ledergeber wird dann von seiner Funktion zurücktreten, soll aber in den Verwaltungsrat gewählt werden. Ausserdem vermeldete das Institut für 2019 eine Steigerung des Gewinns.

Seit 21 Jahren, davon die letzten 18 Jahre in der Geschäftsleitung, ist Roland Ledergeber für die SGKB tätig. Im Mai 2021 wird Ledergerber 60 Jahre alt und wird auf diesen Zeitpunkt als CEO zurücktreten, wie das Institut am Mittwoch mitteilte.

Er soll der Bank aber erhalten bleiben, und an der GV 2021 zuerst in den Verwaltungsrat und an der GV 2022 dann als Verwaltungsratspräsident gewählt werden. Stimmen die Aktionäre dem Vorschlag des Verwaltungsrates zu, wird er Nachfolger von VR-Präsident Thomas Gutzwiller, der 2021 die maximale statutarische Amtsdauer von 15 Jahren erreichen wird.

Um aber einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, werde sich Thomas Gutzwiller an der Generalversammlung 2021 für ein weiteres Jahr - über die maximale statutarische Amtsdauer hinaus - als Präsident des Verwaltungsrates zur Verfügung stellen, heisst es in der Mitteilung weiter. Zum Nachfolgeprozess auf Ebene CEO machte das Institut in der Mitteilung keine Angaben.

Gewinn gesteigert

Veröffentlicht wurde gleichzeitig das Geschäftsergebnis 2019. In diesem nahm der Betriebsertrag um 0,3% auf 479,2 Mio. Fr. zu. Dabei profitierte die Bank von der positiven Entwicklung an den Börsen, was zu einem höheren Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (+11,0%) sowie aus dem Handelsgeschäft (+21,2%) führte.

Beim wichtigsten Ertragspfeiler, dem Zinsengeschäft, konnte zwar das Wachstum der Kundenausleihungen und Kundeneinlagen die Auswirkungen der Negativzinsen im Brutto-Zinsengeschäft kompensieren. Weil aber deutlich weniger ausfallrisikobedingte Wertberichtigungen aufgelöst wurden als im Vorjahr, nahm das Netto-Zinsergebnis um 5,7% ab.

Der Geschäftserfolg als Mass für das operative Ergebnis stieg um 1,2% auf 197,4 Mio. Fr.. Nach Zuweisung an die Reserven für allgemeine Bankrisiken resultierte ein um 3,4% höherer Konzerngewinn nach Steuern von 163,9 Mio. Damit fiel dieser über den Erwartungen aus. Die Aktionäre sollen in den Genuss einer unveränderten Dividende von 16,00 Fr. pro Aktie kommen.

2020 Ergebnis leicht unter Vorjahr erwartet

Die Kundenausleihungen der Bank stiegen 2019 um 3,5% auf 26,9 Mrd.. Die von der SGKB verwalteten Vermögen nahmen aufgrund des Netto-Neugelds von 0,4 Mrd. und der positiven Börsenentwicklung um 7,7% auf 46,3 Mrd. zu.

Für das laufende Jahr geht die St.Galler Kantonalbank von einer moderateren Entwicklung an den Märkten aus. Deshalb und aufgrund des anhaltenden Negativzinsumfeldes erwarte man ein operatives Ergebnis «leicht unter dem sehr guten Vorjahresniveau», heisst es weiter.

(awp/sda/dpa) Die regionale italienische Fluggesellschaft Air Italy mit Sitz im sardischen Olbia hat ihren Betrieb eingestellt. Das Unternehmen mit seinen 1400 Angestellten werde aufgelöst, teilte die Airline am Dienstag mit.

Fluggäste mit bereits gebuchten Tickets würden alternative Reisemöglichkeiten oder Rückerstattungen angeboten, versicherte die Airline. Zudem würden alle offenen Schulden von Air Italy beglichen, sagte eine Sprecherin. Branchenexperten führen die Pleite unter anderem auf die Konkurrenz durch Billigflieger sowie die staatliche gestützte Alitalia zurück.

Qatar Airways, die einen Anteil von 49 Prozent der Airline besitzt, teilte mit, sie sei bereit gewesen, mehr Geld in das Unternehmen zu investieren. Ihr Angebot sei aber von den anderen Aktionären ausgeschlagen worden.

Air Italy war 1963 unter dem Namen Alisarda gegründet worden, um den Tourismus an der Costa Smeralda im Nordosten Sadiniens zu fördern. Von 1990 bis 2018 fungierte sie unter dem Namen Meridiana.

Der Flughafen Lugano hat per Ende April alle Mitarbeiter entlassen.

Der Flughafen Lugano hat per Ende April alle Mitarbeiter entlassen.

Alessandro Crinari / Keystone

(sda) Der Flughafen Lugano hat per Ende April allen Mitarbeitern die Kündigung ausgesprochen. Der «präventive Schritt» werde nichtig, falls das Tessiner Stimmvolk im April einer Weiterfinanzierung des Flughafens zustimmt, teilte das Unternehmen Lugano Airport SA (Lasa) mit. In einer «konstruktiven Stimmung» habe Lasa am Montag ihre Mitarbeiter über die Kündigungen per Ende April informiert, heisst es in der Mitteilung. Dieser Schritt sei nötig, da im April das Tessiner Stimmvolk über die Zukunft des Flughafens Lugano-Agno entscheide.

Sowohl auf kantonaler als auch auf kommunaler Ebene haben die linken Parteien das Referendum gegen die weitere Finanzierung des krisengeschüttelten Flughafens ergriffen. Über beide Vorlagen wird im April abgestimmt. Spräche sich das Stimmvolk für eine Weiterfinanzierung durch Stadt und Kanton aus, würden die Kündigungen nichtig, schreibt Lasa.

Kanton stimmte Zuschüssen zu

Dem kantonalen Referendum war eine Erhöhung der Beteiligung an der Lugano Airport SA durch das Tessiner Kantonsparlament vorangegangen. Zudem hatte das Parlament am 4. November des vergangenen Jahres einer Rekapitalisierung der Gesellschaft in Höhe von 2,4 Millionen Franken zugestimmt und 920'000 Franken für die Deckung der Verluste sowie einen Kreditrahmen für einen jährlichen Beitrag von 520'000 Franken für die Verluste bis 2024 gesprochen.

Seit dem Grounding der Airline Darwin Ende 2017 steckt der Flughafen Lugano-Agno in grossen Schwierigkeiten. Auch die slowenische Adria Airways ging unterdessen Konkurs. Sie hatte bis Ende September als Codeshare-Partner für Swiss die Destination Lugano vom Flughafen Zürich aus bedient.

Mit dem Konkurs der Gesellschaft wurden die Flüge zwischen Lugano und Zürich eingestellt. Deshalb bieten die Swiss und die SBB seit dem 16. Oktober einen «Flugzug» zwischen dem Bahnhof Lugano und dem Flughafen Zürich an.

(awp/sda/dpa) Die Telekom-Tochter T-Mobile hat sich im wichtigen US-Kartellrechtsprozess um die Fusion mit dem kleineren Rivalen Sprint durchgesetzt. Der zuständige Richter Victor Marrero stimmte dem mehr als 26 Mrd. Dollar teuren Deal zu. Dies geht aus seinem am Dienstag veröffentlichten Urteil hervor. Die Unternehmen hatten ihren Zusammenschluss bereits im April 2018 vereinbart. Die Fusion stiess jedoch auf wettbewerbsrechtlichen Widerstand.

Zwar stimmte das Justizministerium unter Auflagen zu und auch die Branchenaufsicht FCC gab grünes Licht, doch 13 Bundesstaaten und der Regierungsbezirk Washington klagten, weil sie Jobverluste und Preiserhöhungen fürchten. Im Dezember war es in New York zum Showdown vor Gericht gekommen, doch erst jetzt wurde das Urteil gefällt.

Daimler gibt heute weitere Details zum Stellenabbau bekannt.

Daimler gibt heute weitere Details zum Stellenabbau bekannt.

Thomas Niedermueller / Getty

(awp/sda/dpa)

Zum zweiten Mal in Folge muss der Auto- und Lastwagenbauer Daimler einen massiven Gewinneinbruch hinnehmen. Unter dem Strich blieben im vergangenen Jahr nur noch 2,4 Mrd. Euro übrig, wie der Konzern am Dienstag in Stuttgart mitteilte.

2018 war das auf die Aktionäre entfallende Ergebnis noch dreimal so hoch, obwohl es auch damals schon heftig abgesackt war. Zwar konnte Daimler den Umsatz mit 172,7 Mrd. Euro noch leicht ausbauen - auch weil die Kernmarke Mercedes-Benz das Jahr erneut mit einem Absatzrekord abschloss. Ein riesiger Kostenberg frisst aber einen Grossteil des Gewinns gleich wieder auf.

So muss Daimler nicht nur die Investitionen in den Anlauf der Elektroauto-Produktion und in die Entwicklung teurer Zukunftstechnologien schultern. Auch die Rechnung für die Altlasten aus der Dieselaffäre ist im vergangenen Jahr immer länger geworden.

Themes
ICO