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Aarau wankt, aber bleibt stehen: Zweiter Sieg in Serie gegen Xamax

Schon verrückt: Da ist Aarau Spieltag für Spieltag besser als der Gegner, hat mehr Ballbesitz, mehr Torchancen, aber belohnt sich nicht für den Aufwand. Nur ein Punkt gab es gegen Thun, Kriens und GC.

Und seither: Verkehrte Welt. Schon vor einer Woche gegen Winterthur ist der Gegner auf Augenhöhe, doch der FCA ist effizienter, hat das Glück auf seiner Seite und gewinnt 3:1.

Vier Tore aus fünf Chancen 

Noch besser kommen die Aarauer in Neuenburg weg: Gefühlte 90 Prozent Ballbesitz hat Xamax in der zweiten Halbzeit. Angriff um Angriff rollt auf den Strafraum der Gäste, die durch die Spielerwechsel zunehmend jüngere unerfahrene Mannschaft gerät immer mehr ins Wanken.

Doch sie bleibt stehen. Dank einer Effizienz, die der FC Aarau in dieser Saison schon so oft hat vermissen lassen. Verrückt, dass Aarau in der Maladière fünf Mal vor dem gegnerischen Gehäuse auftaucht und vier Tore schiesst. Und Xamax nur zwei von acht Grosschancen nützt.

Der FC Aarau zeigt sich in Neuenburg gnadenlos effizient.

Kommt dazu: Schiedsrichter David Schärli drückt jeweils in der 68. und 69. Minute beide Augen zu, als er penaltywürdige Fouls der Aarauer Giger und Bergsma nicht bestraft. Glück für die Gäste. Doch das haben sie sich im Schneetreiben auch verdient: Kämpferisch ist der Auftritt tadellos, auch die Solidarität im Team stimmt, obwohl einige Akteure nicht auf Touren kommen.

Petar Misic als heimlicher Matchwinner

Geschwächt durch die gewichtigen Ausfälle von Innenverteidiger Thiesson (verletzt) und Mittelfeldchef Jäckle (gesperrt) ist von Anfang an klar, dass die Partie für Aarau zur Mammutprüfung wird. Doch wenn zwei bisherige Schlüsselspieler ausfallen, müssen andere ihre Rolle übernehmen. So wünscht sich das der Trainer. Und so ist es gekommen.

Marco Aratore schiesst den FC Aarau nach acht Minuten per Traumtor in Führung.

Zum Beispiel Marco Aratore: Seit der Rückkehr nach Aarau auf der Suche nach seiner Form,  ist er in Neuenburg für die erstmalige und im weiteren Spielverlauf eminent wichtige Führung besorgt. Bei einem Freistoss 25 Meter vor dem Tor hebt er den Ball gefühlvoll über die Mauer ins Netz.

Ebenso schön anzuschauen ist das 2:0 durch Filip Stojilkovic: Gekonnte Ballannahme, freche Finte um den Gegner und dann der gefühlvolle Schlenzer ins hohe Eck.

Petar Misic zeigt zum ersten Mal in dieser Saison eine richtig starke Leistung.

Vorbereitet hat das 2:0 Petar Misic, der gegen Xamax wie Aratore erstmals in dieser Saison sein Potenzial abruft. Der Kroate darf sich am Ende sogar als heimlicher Matchwinner fühlen, denn auch das 3:1 basiert auf der überragenden Vorarbeit von Misic: Mitten in der Neuenburger Drangphase entwischt er den Gegenspielern bei seinem Lauf über das halbe Spielfeld und legt überlegt auf den lauernden Balaj ab.

Zwei Mal kann Xamax verkürzen: Kurz vor dem Pausenpfiff durch Djuric und kurz nach dem 3:1 durch Mafouta. Bei beiden Gegentoren lässt sich FCA-Captain Zverotic im Direktduell abkochen.

Nach dem 2:3 in der 57. Minute hat Xamax genügend Zeit und Chancen für den Ausgleich. Doch zwanzig Minuten später gelingt es den Aarauern, einen der zahlreichen abgefangenen Angriffe in einen Gegenstoss umzuwandeln, den der eingewechselte Spadanuda zum 4:2 verwertet.

Der vierte Gegentreffer ist der eine zu viel für Xamax und für den FC Aarau der entscheidende Schritt zum Sieg. Er gerät in Neuenburg ins Wanken, aber bleibt stehen: Auch eine wichtige Qualität einer Mannschaft.

Das sind die Noten zur Partie: 

Das sind die Stimmen zur Partie: 

Spiel verpasst? Hier gibt es den Verlauf der Partie im Liveticker: 

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