Switzerland

94 Mieter in Kriens rausgeschmissen, weil man erdbebensicher bauen müsse: Diese Begründung wackelt gewaltig!

Ein Grund, der erstmals am Info-Abend für die Mieter am Dienstag genannt wurde: Die Wohnhäuser sollen nicht erdbebensicher sein. «Die Statik der Gebäude muss zwingend den heutigen Bedingungen für Erdbebensicherheit angepasst werden», sagte Markus Mürner, Leiter Immobilien der Previs, vor versammelten Medien.

Grosse Wut unter den Mietern

Innert nur sechs Monaten müssen die Mieter darum Knall auf Fall ein neues Zuhause finden. Wer das nicht schafft, soll maximal eine Fristerstreckung erhalten. Der Ärger und das Unverständnis über die Sanierung sind bei allen Mietern gross. Das zeigte die Informationsveranstaltung, als die Verantwortlichen der Pensionskasse der geballten Wut der Mieter ausgesetzt waren.

Für die Betroffenen an der Brunnmattstrasse ist nämlich klar: Sie werden nur aus den Wohnungen geworfen, damit die Pensionskasse dort die Mieten erhöhen und so mehr Geld verdienen kann. Schliesslich wirke die Überbauung von aussen wie neu. Und die Erdbeben-Problematik sei geradezu lächerlich. «Dann müssten ja mehr als die Hälfte der Häuser in Kriens totalsaniert werden», sagt Mieter Josef Portmann (73) zu BLICK.

Es gibt keine Sanierungspflicht wegen Erdbeben

Und auch Cyrill Studer, Geschäftsführer des Mieterverbands Luzern, runzelt bei dieser Begründung die Stirn. «Eine Sanierungspflicht wegen fehlender Erdbebensicherheit ist mir nicht bekannt», sagt er. Darum sei die Begründung, warum die Sanierung ausgerechnet jetzt gemacht werden müsse, wohl eher an den Haaren herbeigezogen.

Zumal die Erdbebensicherheit laut dem Krienser Stadtrat Matthias Senn baurechtlich gar nicht vorgeschrieben ist. «Die Erdbebensicherheit wird denn auch in einer SIA-Norm (Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein) geregelt und nicht im Baurecht. Es gehört aber zu den Regeln der Baukunst, dass nach den Normen gebaut wird», sagt Senn.

Previs gesteht: Gebäude sind heute erdbebensicher

Erst auf Nachfrage von BLICK räumt die Previs ein: Die Liegenschaften hätten heute kein Problem mit der Erdbebensicherheit. Die Probleme ergeben sich erst durch die tiefgreifenden Anpassungen an der Bausubstanz bei der geplanten Sanierung. «Die Eingriffstiefe dieses Umbaus erfordert Anpassungen bei der Statik. Ohne entsprechende Massnahmen würde sich die Erdbebensicherheit verschlechtern», sagt hierzu Stefan Ernst, Mediensprecher der Pensionskasse.

Football news:

Manchester United wollte Chiesa mieten. AC Florenz verweigert Manchester United weiter die Suche nach dem Flügelspieler
Kyisans unterschreibt mit Leeds einen 4-Jahres-Vertrag. Der FC Bayern München kann für zwei Jahre Mittelfeldspieler Mikael Cuisance für 20 Millionen Euro zum FC Leeds zurückholen
Ich will in der Amateurliga Fußball spielen. Wie viel kostet das?
Porto reagierte nicht auf das Angebot von Manchester United für Tellers. Der englische Klub bot 13 Millionen Euro an Manchester United kann sich noch nicht mit dem FC Porto über einen Transfer von Verteidiger Alex Telles einigen. Der englische Klub machte ein Angebot in Höhe von 13 Millionen Euro, doch das Management der Dragons hielt es nicht einmal für notwendig, darauf zu Antworten, die vorgeschlagene Summe für zu niedrig. Der FC Porto fordert für den 27-jährigen rund 20 Millionen Euro
Koeman über dembélés Zukunft: Ich rechne mit ihm, er muss auf eine Chance warten. Alle Entscheidungen treffen Klub und Spieler
Lyon kündigte einen Wechsel Von Mailand an. Die Transfersumme beträgt 20 Millionen Euro, der Mittelfeldspieler vom AC Mailand wechselt zu Olympique Lyon
Lamela spielt schon mehrere Spiele in verschiedenen Schuhen. Sagt, aufgrund von rechten beinproblemen