Switzerland

7000 Covid-Tote: Schweden verschärft die Massnahmen

Wie im Frühling reagiert Schweden auf die beunruhigende Pandemie-Situation mit der Schliessung der Gymnasien; betroffen sind Schüler ab der 10. Klasse. Die Regierung begründete den Schritt mit steigenden Fallzahlen, gerade unter Jungen. Das 10-Millionen-Einwohner-Land weist unterdessen im Vergleich mit der Schweiz oder Österreich einen höheren 7-Tages-Durchschnitt an Ansteckungen auf.

Es entscheide sich jetzt, wie die Lage an Weihnachten sei, erklärte Regierungschef Stefan Löfven. Die Gymnasien müssen vorerst bis 6. Januar Fernunterricht abhalten. Er vertraue darauf, so Löfven, dass den Schülern klar sei, dass es sich nicht verlängerte Weihnachtsferien handle – also keine Zeit sei, Partys zu feiern.

Grundschulen bleiben weiterhin offen. Allerdings wird eine heftige Debatte über den Unterrichts geführt: Die Lehrerschaft beklagt sich seit längerem, sie fühle sich nicht gut vor Ansteckungen geschützt. Lehrervertreter fordern, dass ihnen Schutzausrüstung, insbesondere Gesichts-Visiere und Plexiglasscheiben, zur Verfügung gestellt werde. Doch bisher haben nur wenige Gemeinden darauf reagiert.

Chaotische Zustände in Pflegeeinrichtungen

Der Chefepidemiologe der Gesundheitsbehörde, Anders Tegnell, wehrt sich auch weiter dagegen, Mundschutz zu empfehlen, geschweige denn vorzuschreiben – sei dies in der Schule oder in anderen Bereichen. Tegnell steht aber zunehmend in der Kritik, da er wiederholt die Epidemie falsch eingeschätzt hat.

Eine zweite Welle erwartete er für Schweden nicht, doch nun steigen nicht nur die Fall-, sondern auch die Todeszahlen wieder an. Proportional zur Bevölkerung sind es momentan durschnittlich pro Tag etwa halb so viele wie in der Schweiz, aber wie schon im Frühling ein Vielfaches mehr als in den Nachbarländern. Am Donnerstag stieg die Gesamtzahl auf über 7000 Coronatote.

Dass erneut auch Altersheime betroffen sind, ist ein starkes Alarmsignal: Kürzlich hat eine staatliche Kontrollbehörde in einem Rapport die medizinische Versorgung in Altersheimen heftig kritisiert. So wird von chaotischen Zuständen berichtet, die im ganzen Land zu gravierenden Mängeln in der Behandlung von an Corona erkrankten Senioren geführt hatte. Ein Fünftel der Patienten in Altersheimen erhielt keine individuelle ärztliche Beurteilung, und wenn doch, oft nur telefonisch.

In mehreren Regionen habe man bei Bewohnern in Altersheimen auf lebensrettende Massnahmen verzichtet. «Man liess die Senioren sterben – ein historischer Skandal in der Pflege», schrieb die Stockholmer Zeitung «Dagens Nyheter».

Mit Blick auf Todeszahlen und starkem wirtschaftlichen Einbruch sehen immer mehr schwedische Kommentatoren die Strategie des Landes als gescheitert an.

Football news:

Real-Direktor boutrageño: Jeder weiß, was zidane für uns bedeutet. Gerüchte Tauchen auf, als sich Real-Trainer Emilio butrageño über Teamchef Zinedine Zidane äußerte
Hertha BSC hat nach dem 1:4 von Werder den Cheftrainer und Geschäftsführer entlassen, Hertha hat den Abgang von Cheftrainer Bruno Labbadia und Geschäftsführer Michael Preetz angekündigt. Bis zum Saisonende wird Preetz Sportdirektor Arne Friedrich übernehmen. Michael war bei Hertha für Sport, Medien und Kommunikation zuständig. Nach 18 Bundesliga-Runden holte Hertha 17 Punkte und rangiert auf Platz 14 von 18
Karim Benzema: Real braucht eine bessere Version von Hazard. Er war großartig bei Chelsea und sollte in Madrid Geschichte schreiben
Inter kann Eriksen gegen Jacko eintauschen. Der Klub will den BVB nicht aus Italien an den Klub verkaufen, hat aber Angst, keine Käufer zu finden
Ex-Agent Todibo: Barcelona glaubte an ihn, und Jean-Claire glaubte, er sei schon ein Phänomen. Sehr schade
Verrückte Tage für West Ham: er spielte zwei Spiele und erzielte am Freitagabend Sein Debüt für West Ham U 23 (1:2 gegen Tottenham), dann wurde der Stürmer zum fa-Cup-Spiel gegen Doncaster gerufen
Sulscher billigte den Weggang von Lingard zur Miete, obwohl er ihn behalten wollte. Jetzt kann Mittelfeldspieler Jesse Lingard Manchester United verlassen. Trainer Ole-Gunnar sulscher hatte den Abgang des 28-jährigen Engländers im Januar auf Leihbasis genehmigt. Der Profi wollte Lingard angesichts des angespannten zweiten Teils der Saison unbedingt retten. Aber nach einem Gespräch mit den Fußballern ließ er sich gehen, um regelmäßig zu spielen