Switzerland

10. Niederlage verhindert: Ein Lebenszeichen der SCL Tigers

Ein frühes Tor von Captain Pascal Berger reichte: Die Langnauer gewinnen nach neun sieglosen Spielen hintereinander mit 1:0 in Lausanne.

Endlich wieder einmal Langnauer Siegesjubel: Anthony Huguenin, Jules Sturny und Torschütze Pascal Berger (von links) lassen sich feiern.

Endlich wieder einmal Langnauer Siegesjubel: Anthony Huguenin, Jules Sturny und Torschütze Pascal Berger (von links) lassen sich feiern.

Foto: Pascal Muller (Freshfocus)

Es waren am Ende erstaunlich abgeklärt ins Trockene gebrachte drei Punkte der Tigers. Man könnte von «souverän» reden, wenn man die Vorgeschichte und die neun Niederlagen hintereinander nicht kennen würde. Doch so war es in der Tat. Es brauchte weder Zaubereien von Ivars Punnenovs im Langnauer Tor noch eine verzweifelte Abwehrschlacht in der Schlussphase. Auch als der Favorit in den letzten 137 Sekunden ohne Goalie und mit sechs Feldspielern agierte, schafften es die Emmentaler, den Gegner wie schon grösstenteils 58 Minuten lang zuvor vom eigenen Tor fernzuhalten. Es blieb bei Weitschüssen mit freier Sicht für Punnenovs.

Sie hätten es sich sogar noch leichter machen können, so ganz ohne Zweifel gewinnen können. Denn nach nur drei Minuten im Schlussdrittel erhielten die Langnauer schon wieder Geschenke des Gegners in Form eines Powerplays. Das war ein bekanntes Gefühl für die Tigersn die Bündner noch und noch falsch gewechselt oder den Puck unbedrängt auf die Tribüne geschossen gehabt.

Diesmal war es Lausannes Captain Joël Genazzi mit dem Präsent: Ohne Not griff er in eine Rangelei ein und schlug seinen Stock in den Nacken von Langnaus Julian Schmutz. Das bescherte den Tigers ein fünf Minuten langes Powerplay. Doch es ist eine altbekannte Sorge, das Langnauer Überzahlspiel, darum passierte wenig und blieb es beim knappen Vorsprung. Es reichte zum Sieg, der beim Schlusslicht zumindest ein wenig die Hoffnungen auf eine Pre-Playoff-Teilnahme leben lässt.

Ein starkes Startdrittel

Und selbst wenn Lausannes dürftiger Auftritt auch eine Rolle gespielt haben dürfte bei diesem lang ersehnten Langnauer Erfolgserlebnis: Der Sieg war verdient, es dürfte sich defensiv um die vielleicht beste Saisonleistung gehandelt haben. Und 20 Minuten lang machten die Tigers sogar richtig Freude. Wenn ihre Welt doch immer so wäre wie in diesem Startdrittel in Lausanne, dürften Langnaus Anhänger vor dem TV gedacht und sich in einem schönen Traum gewähnt haben.

Das einzige Tor des Abends: Pascal Berger ist umringt von Gegenspielern, trifft dennoch nach exakt 8 Minuten zum 0:1.

Das einzige Tor des Abends: Pascal Berger ist umringt von Gegenspielern, trifft dennoch nach exakt 8 Minuten zum 0:1.

Foto: Jean-Christophe Bott (Keystone)

Es war ein wie schon in Davos gelungener Start, für den sich die Mannschaft diesmal auch belohnte, als Pascal Berger, von vier Lausannern umgeben, sich im Slot behauptete und den Puck zum 0:1 ins Tor stocherte. Dann kam ein Powerplay, als würden die eklatanten Probleme in Überzahl gar nicht existieren: Nilsson mehrfach als Vorbereiter, Petrini, Berger und Maxwell um ein Haar als Vollstrecker. Und es folgten auch noch drei erfolgreiche Boxplays, in denen Berger fast per Shorthander zum 0:2 getroffen hätte. Spielte keine Rolle, am Ende war das 0:1 als Schlussresultat kein Traum, sondern Realität.

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